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Wie kleine Unternehmen es schaffen, die Vorteile der Technologie zu visualisieren

Vom Zoom-Call mit Teamkollegen bis zum Feierabendbier mit Freunden per FaceTime: Moderne Technologien haben in den vergangenen Monaten enorm an Relevanz gewonnen. Und das zeigt sich auch in der Art und Weise, wie wir über digitale Tools denken: Anfang des Jahres sagten fast drei Viertel der Deutschen, dass sie ihnen dabei helfen, sich mit den Menschen, die ihnen wichtig sind, verbunden zu fühlen.

Das ergab die Visual GPS-Studie, die Getty Images als Muttergesellschaft von iStock veröffentlicht hat. Im Kontext der Corona-Pandemie sind Messenger- und andere Kommunikationstechnologien jedoch nahezu zum Synonym für das neue Miteinander geworden. Auch kleine Unternehmen sollten deshalb nicht unterschätzen, wie groß die Macht von visuellen Inhalten ist, die darstellen, wie moderne Technologien Menschen miteinander verbinden. Wie das in der Praxis funktioniert, erläutert Jacqueline Bourke, Senior Manager Creative Insights bei iStock von Getty Images.

Neue Wege nutzen, um Kunden zu erreichen 

Neun von zehn Deutsche nutzen das Internet zumindest gelegentlich und sie konsumieren mehr Content als je zuvor – vor allem während der gegenwärtigen Coronakrise. Denn während für viele der Sommerurlaub ebenso wie die Festivalsaison flach fällt und auch Freibäder, Museen und andere Attraktionen nur einer begrenzten Anzahl an Gästen Zutritt gewähren, bleibt oft nur der PC, der Fernseher oder das Smartphone, um die Langeweile zu vertreiben. Der Global Web Index stellte für die USA und Großbritannien beispielsweise fest, dass über 80 Prozent der Verbraucher seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie mehr Inhalte konsumieren.

Vor allem die Social Media-Nutzung schoss enorm in die Höhe: Im Rahmen einer Bitkom-Umfrage gaben 75 Prozent der Teilnehmer an, vermehrt auf Plattformen wie Instagram, Facebook und Co. unterwegs zu sein. Allein in Deutschland führte dieser extreme Medienkonsum zu einer Übertragung von über neun Terrabit pro Sekunde. Für kleine Unternehmen ist das die optimale Gelegenheit, eine noch stärkere Beziehung zu ihren Kunden aufzubauen, indem sie sich genau diese Vorteile zunutze machen und sie visuell in ihren Kampagnen übernehmen.

Dabei ist es höchste Zeit, sowohl traditionelle Marketingformen wie die E-Mail als auch digitale Werbung auf Social Media-Plattformen so umzugestalten, dass sie den Bedürfnissen und Sorgen der Konsumenten im Zusammenhang mit dem Lockdown besser entgegenzukommen.

Marketing-Kanäle wie WhatsApp Business erlauben es Marken und Händlern beispielsweise, über private Chats mit ihrer Zielgruppe in Kontakt zu treten und ihre Angebote, Dienstleistungen und Produkte basierend auf den individuellen Ansprüchen jedes Einzelnen zu vermitteln. Kleine Unternehmen, die das volle Potenzial dieser neuen Kanäle für sich und ihr Tagesgeschäft entfalten möchten, müssen allerdings auch auf visueller Ebene überzeugen und unter Beweis stellen, dass sie dazu in der Lage sind, ihre Kommunikation an ihre Kundinnen und Kunden anzupassen.

Es ist unbedingt notwendig, dass die visuellen Inhalte, mit denen sie auch aus der Ferne mit ihren Zielgruppen in Kontakt bleiben, mit deren aktuellen Ansprüchen im Einklang ist. Ebenfalls nicht zu vernachlässigen ist die Optimierung für mobile Endgeräte. Denn gerade, wer zuhause auf dem Sofa sitzt und sich die Zeit vertreiben möchte, surft eher mit dem Smartphone als am Desktop-PC. Nur Unternehmen, die all das bei ihrer visuellen Marketingstrategie berücksichtigen, können ihrem Gegenüber den Eindruck vermitteln, dass sie sich wirklich mit den jeweiligen Wünschen und Problemen auseinandergesetzt haben, anstatt nur halbherzig auf den Zug aufzuspringen.

Technologie als Schlüsselwerkzeug für ein grenzenloses Miteinander

Bei iStock arbeite ich tagtäglich mit diversen Fotografen und Art Directors zusammen, um für Unternehmen die aktuellen visuellen Inhalte bereitzustellen. Mit ihrer Hilfe konnten wir im Rahmen unseres Visual GPS Folgendes herausfinden: Drei Viertel der Menschen sagen, dass digitale Tools ihnen dabei helfen, ihre Ziele im Auge zu behalten. 82 Prozent geben außerdem an, dass sie dank mobiler Geräte wie Smartphones, Tablets und Co. bei den aktuellen globalen Ereignissen auf dem Laufenden bleiben. Aus diesem Grund ist es für Unternehmen von zentraler Bedeutung, die Auswirkungen moderner Technologien für ihre Zielgruppen visuell greifbar zu machen. 

Technologie nutzt den Menschen, indem sie ihnen Aufgaben erleichtert oder sogar ganz abnimmt: 62 Prozent der Marken stellen digitale Tools genau auf diese Weise dar, wie die Ergebnisse unseres Visual GPS weiterhin herausfinden konnten.

Basierend darauf haben wir festgestellt, dass es für Unternehmen eine Reihe effektiver Ansätze gibt, um diesen Mehrwert, den moderne Tools mit sich bringen, zu visualisieren: 

Die Technologie sollte in jedem Fall im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Wie werden digitale Tools von Menschen genutzt, um mit Produkten oder Dienstleistungen zu interagieren? Diese Frage sollten sich Unternehmen unbedingt stellen und ihren potenziellen Kunden die entsprechenden Möglichkeiten praktisch aufzeigen. 

Im Zuge des Lockdowns hatten moderne Technologien die entscheidende Kraft, die es brauchte, um Menschen miteinander zu verbinden – und das selbst über große Entfernungen hinweg. Unternehmen, deren Geschäftsmodell mit diesem Gedanken korrespondiert, sollten diesen positiven Aspekt unbedingt in ihre visuellen Inhalte einbeziehen und zeigen, wie moderne Apps und Geräte Menschen mit ihren Freunden, Kollegen und Familienmitgliedern zusammengebracht haben.

Wie können Produkte oder Dienstleistungen mithilfe digitaler Tools zugänglich gemacht werden? Das auf Anhieb zu durchschauen, gelingt nicht immer. Graphische Illustrationen, die genau diese Connection den Konsumenten auf praktische und verständliche Weise näherbringen, sind deshalb das A und O.

Wie gut diese Strategie während der aktuellen Krisensituation funktionieren kann, zeigt beispielsweise eine innerhalb kürzester Zeit umgesetzte Corona-Kampagne der Telekom: Während Spielplätze und Flughäfen, an denen sich das Leben unter normalen Umständen nur so tummelt, vollkommen verwaist sind, ermöglicht die Technologie es den Menschen, gemeinsam Geburtstag zu feiern, Schach zu spielen und zu musizieren – und das völlig unabhängig von Social Distancing und Co. 

Fakt ist jedoch auch:

Man muss nicht unbedingt eines der größten Telekommunikationsunternehmen sein, um die Konsumenten auf diese Art und Weise anzusprechen. Wer es schafft, agil auf die jeweiligen Lebensumstände seiner Zielgruppen zu reagieren, diese visuell greifbar zu machen und seine Botschaft in den richtigen Kanälen zu platzieren, der eröffnet sich selbst das Potenzial, eine ganz besondere Verbindung zu ihnen aufzubauen. Die visuelle Darstellung von Technologien, die den Konsumenten das Leben während dieser außergewöhnlichen Krisenzeit ein Stück weit erleichtert, ist dabei ein wichtiger Faktor. Wer sich in dieser digitalen Welt bewegt, der wird sich sofort angesprochen fühlen – und das ist in Deutschland der Großteil der Menschen.

Durch unsere Smartphones sind wir ständig miteinander verbunden und visuelle Inhalte in jeglicher Form sind allgegenwertig. Um die Vorteile dieser Innovationen in Bildern, Videos und Grafiken zu kommunizieren, braucht es nicht das größte Budget, sondern vor allem die Fähigkeit, genau hinzusehen und sich zwei elementare Fragen zu stellen: Wo liegen die Wünsche, Sorgen und Probleme meiner Kunden aktuell? Und wie lässt sich visuell darstellen, wie ich als Unternehmen dazu beitragen kann, diese besser zu machen?

Autor: Jacqueline Bourke, Senior Manager of Creative Insights bei iStock by Getty Images

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