Gleichgesinnte finden

iVE.ONE: Plattform für digitale Wertpapiere in Deutschland und Europa

Stellen Sie sich und das Startup iVE.ONE doch kurz unseren Lesern vor!

Hallo, ich bin Phong Dao, CEO und Co-Founder von iVE.ONE, ein Produkt der Agora Innovation. Nach meinem Studium der Wirtschaftswissenschaften habe ich einige Jahre in Startups und Großkonzernen gearbeitet. Mit einer großen Begeisterung für innovative Ideen, hatte ich immer schon den Drang, Entrepreneur zu werden und gründete daher bereits in 2014 mein erstes Startup und 2015 einen Service-Diensleister.

In 2017 wurde aus einer Idee, den Kapitalmarkt zu modernisieren – zusammen mit Evgeny Matershev, unser CPO (Chief Product Officer), und Robert Malec, CTO (Chief Technology Officer) – iVE.ONE gegründet. Mittlerweile sind wir die marktführende Plattform für digitale Wertpapiere in Deutschland & Europa anhand von Finanzinstrumenten, und expandieren auch nach Asien.

iVE.ONE ist ein FinTech-Startup mit einer zeit- und kosteneffizienten Lösung zur Kapitalbeschaffung. Mithilfe der Blockchain-Technologie bieten wir eine globale Investitions- und Emissionsplattform für gesetzeskonforme, digitale Wertpapiere. Unsere Plattform verbindet somit alle drei Säulen der digitalen Wertpapiere: Emission, Investition und Rechtskonformität. Emittenten und Investoren, die unsere Plattform verwenden, benötigen keine Vorkenntnisse in Blockchain oder in den mit digitalen Wertpapieren zusammenhängen rechtlichen Anforderungen. Darum kümmert sich nämlich iVE.ONE. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

So wie es einigen Startup-Gründern geht, hing die Unternehmensgründung eng mit einer Unzufriedenheit gegenüber ineffizienten Systemen zusammen. Bei einem Wealth-Management-Projekt in einer Großbank, wo wir drei Gründer uns kennengelernt hatten, erkannten wir eine Herausforderung in den Systemen bei Asset-basierten Kreditfinanzierungen. Vor allem Legacy Systeme, empfunden wir für schnelle Prozesse als zu veraltet und komplex, weshalb wir an einer innovativeren Lösung arbeiten wollten. Die zunehmende Begeisterung für die Blockchain-technologie brachte uns bereits 2016 auf die Idee, diese Technologie sinnvoll für die Modernisierung der Finanzwelt einzusetzen. So kam es, dass wir in 2017 iVE.ONE gründeten.

Welche Vision steckt hinter iVE.ONE?

Wir wollen durch iVE.ONE den Kapitalmarkt revolutionieren. Der Handel von digitalen Wertpapieren soll vereinfacht und weltweit zugänglich sein. Dementsprechend stehen wir vor der Aufgabe, bessere digital Wertpapiere für alle zu schaffen. Wenn man es nochmals so ausspricht, ist es eine sehr ambitionierte Vision. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Bei einem Startup trägt jedes Teammitglied zum Unternehmenserfolg sowie zum Teamgeist bei. Daher stellte sich bereits von Anfang an eine große Herausforderung bei der Suche nach den richtigen Teammitgliedern. Bei unseren Mitarbeitern legen wir sehr viel Wert darauf, dass sie einen ähnlichen Innovationsgeist haben und über starke Kompetenzen verfügen – nur so kann man sich gegenseitig inspirieren.

iVE.ONE digitale Wertpapiere Blockchain

Angefangen haben wir mit Bootstrapping. In 2018 stellte sich eine weitere Herausforderung bei potenziellen Investoren dar: Viele mussten erstmal von den Vorteilen der neuartigen, damals verfremdende Technologie überzeugt werden. Inzwischen ist iVE.ONE durch bekannte Venture Capital am Markt finanziert und in 2021 werden wir auch in die nächste Finanzierungsrunde starten. Mittlerweile lässt sich in vielen Branchen eine positive Entwicklung gegenüber der Akzeptanz von Blockchain erkennen.

Wer ist die Zielgruppe von iVE.ONE?

Unsere Investitionsplattform kann von Unternehmen oder Privatpersonen genutzt werden, die in digitale Wertpapiere investieren möchten. Hingegen eignet sich unsere Emissionsplattform für Unternehmen unterschiedlicher Größen, wobei es sich bei unseren bisherigen Projekten meistens um eine Projektfinanzierung bereits etablierter Unternehmen handelte.

Wie funktioniert iVE.ONE? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die Bedienung von iVE.ONE ist sehr benutzerfreundlich und auf den Kunden zentriert, vergleichbar zum heutigen Online-Banking. Die ganze Blockchain-Technologie befindet sich im Hintergrund, um die Eintrittsbarriere gering zu halten. Wenn ein Unternehmen zur Finanzierung eines größeren Projektes Ihre illiquiden Anlagen als Aktien, Genussrechte oder andere Wertpapiere als digitale Wertpapiere emittieren möchte, stellt iVE.ONE eine Plattform zur Verfügung, welches dies unkompliziert, schnell, kostengünstig und digital erledigt – ohne teure Intermediäre. Im Gegenzug können Investoren in kürzester Zeit Geld anlegen und in eine neue Asset Klasse investieren. Der Onboarding-Prozess, in dem die Identität verifiziert wird und welche den Geldwäscherichtlinien entspricht, dauert lediglich 7 Minuten und kann in den eigenen vier Wänden erledigt werden.

Die größten Vorteile von iVE.ONE liegen bei der automatisieren Konfiguration im rechtlichen Bereich sowie von dem Nutzen der Blockchain-Technologie profitieren zu können, ohne sich damit auskennen zu müssen. iVE.ONE hat keine direkte Konkurrenz, da andere Anbieter sich nur auf bestimmte Bereiche in der Infrastruktur von digitalen Wertpapieren spezialisieren. Aber an sich kann man sagen, dass unsere Priorisierung auf Gesetzeskonformität uns von ähnlichen Anbietern abhebt.

iVE.ONE, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren sehen wir unsere Plattform als Marktführer erfolgreich im asiatischen Markt (vor allem in Singapur, Hong Kong, Japan und Südkorea) als aus weiterhin in Europa positioniert. Aber auch in anderen Ländern, in denen es Regulierungen zu dieser Technologie gibt, möchten wir der primäre Anbieter für digitale Wertpapiere werden. Mit dem Wachstum von iVE.ONE erhoffen wir außerdem, digitale Wertpapiere als Finanzierungsmethode im Weltmarkt zu etablieren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Gründe nie ein Unternehmen alleine. Das erschwert nicht nur den Weg, sondern verhindert einem davon, sich gegenseitig nach vorne zu bringen. Man sollte daher Gleichgesinnte finden, die einem in ihren Stärken komplementär ergänzen können. 
  2. Besonders wichtig ist es, einen starken Willen und eine große Überzeugung von der eigenen Idee zu haben. Natürlich sollte man auch Feedback entgegennehmen und sinnvoll adaptieren können. Nichtdestotrotz muss man mehr als jeder andere von seiner Idee absolut überzeugt und inspiriert sein. 
  3. Sich frühzeitig um die Finanzierung bemühen. Sobald man diese erste Hürde überwindet hat, gibt es mehr Spielraum für eine bessere Umsetzung und Weiterentwicklung der eigenen Idee.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Phong Dao für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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