Ist Ihre PR das Problem?

oder wie Sie einfach feststellen, ob Ihre PR vielleicht das Problem auf dem Weg zum Erfolg ist.

Meine Startup-Kunden sind ganz groß in der Analyse des Marktes und der Wettbewerber, doch nicht jeder ist immer kritisch genug mit sich selbst. Ich habe einige Anzeichen zusammen gestellt, an denen Sie erkennen, ob vielleicht die PR der wunde Punkt Ihrem Startup ist.

Regelmäßigkeit

Ihr Konkurrent ist nicht nur in aller Munde sondern bekommt auch die volle Aufmerksamkeit der relevanten Medien und Medienvertretern? Das kann an Ihrer „Nicht-PR“ liegen.

Mein Tipp:
Kommunizieren Sie regelmäßig von allgemeinem Überblick über Produktentwicklungen und Innovationen bis hin zu Geschäftsentwicklungen. Planen Sie Ihr Vorgehen und treten Sie regelmäßig in Erscheinung.

Bekanntheit

Sie haben kein Problem, Feedback auf Ihre Kommunikationsmaßnahmen zu bekommen? Doch die Website bricht regelmäßig zusammen und das Telefon ist mit einer Halbtagskraft besetzt?

Mein Tipp:
Bevor Sie mit der PR loslegen: Überlegen Sie, welche Disziplinen in Ihrem Unternehmen beteiligt sind, binden Sie diese mit in Ihre Planung ein. Und stellen Sie sicher, dass alle auf einen möglichen „Ansturm“ vorbereitet sind. Sprachregelungen zur Unterstützung der Bereiche helfen für einen professionellen Auftritt.

Vertrieb & PR

Sie wollen mit einer Vertriebsoffensive die Umsätze Ihres Startups steigern, doch alles was Sie hören bekomme ist: „Ich habe noch nie von Ihnen gehört.“

Mein Tipp:
Schieben Sie Ihr Startup durch gute PR in das Blickfeld Ihrer Kunden. Etablieren Sie so Ihre Marke im relevant Set der Konsumenten.

Mitarbeiter & PR

Wie stark Ihre PR ist stellen Sie ganz einfach fest. Hören Sie den Mitarbeitern zu. Denn das, was Ihre Mitarbeiter über Ihr Unternehmen erzählen und den Freunden und Bekannten mitteilen ist ein klarer Indikator, ob Ihre PR funktioniert oder nicht.

Mein Tipp:
Fragen Sie verschiedene Mitarbeiter, was Sie antworten, wenn Ihnen in der Kneipe an der Ecke die Frage gestellt wird: „Wo arbeitest Du?“ Sie werden verblüfft sein, was sie an Antworten erhalten.

Der Headhunter-Index dank PR

Woran jedes Unternehmen merkt, ob es Top oder Flop ist, ist immer der Headhunter-Index. Je mehr Headhunter Sie probieren Ihre Mitarbeiter abzuwerben, desto klarer wissen Sie, dass Ihr Startup ein Hot-Spots ist.

Mein Tipp:
Machen Sie regelmäßig, wenigstens kleine Mitarbeiterbefragungen und –gespräche zur Zufriedenheit. So haben Sie rechtzeitig die Möglichkeit zu reagieren, bevor die Kündigung auf dem Tisch liegt.

Finanzen & PR

Alle, von denen Sie Geld als Investoren oder Kreditinstitut wollen, beobachten jeden Tag den Markt und seine Akteure sehr genau. Sollten Sie noch keine guten Konditionen für Ihr Startup erhalten, kann das auch an Ihrer PR liegen.

Mein Tipp:
Kommunizieren Sie regelmäßig über die Geschäftsentwicklungen auch an Multiplikatoren im Finanzbereich aber zumindest an Ihre Hausbank. Es wird Ihnen im Bedarfsfall helfen.

Gegenwart vs. Zukunft

Sie nutzen PR, um die Vergangenheit und die Gegenwart zu kommunizieren, also was erreicht wurde? Doch was ist spannender als das Heute? Richtig, das Morgen.

Mein Tipp:
Kommunizieren Sie auch die strategische Ausrichtung und die nächsten kalkulierbaren Meilensteine. Aber Achtung vor leeren Versprechungen, wenn diese fehlschlagen, kommt der Bumerang kommunikativ zurück.

Multiplikatoren nutzen

Neben der eigenen Maßnahmen und den Mitarbeitern sind Partner, Lieferanten und Dienstleister weiteres Indiz für eine funktionierende PR oder Nachholbedarf.

Mein Tipp:
Achten Sie darauf, ob Ihre Lieferanten Ihr Startup als Kunden benennen – vielleicht sogar Ihre Zusammenarbeit als Erfolgsgeschichte präsentieren.

Fazit

Je bekannter, desto besser. Nutzen Sie die PR und jede Kommunikationsdisziplin, um die relevanten Personenkreise immer informiert zu halten. So steigern Sie den Wert Ihres Startups durch eine stärkere öffentliche Wahrnehmung.

Bild pixabay

Annett Oeding

Annett Oeding berät seit 21 Jahren Geschäftsführer und Vorstände in Kommunikationsfragen. Sie leitete Kommunikationsabteilungen von Konzernen und arbeitete als Pressesprecherin. 2013 gründete sie ihre eigene Strategieberatung für Kommunikation AOSK und unterstützt neben etablierten Unternehmen immer mehr Startups, die sie in unterschiedlichen Phasen kommunikativ berät, trainiert, coacht und begleitet. Alle Informationen finden Sie auch auf http://aosk.de/

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