Dienstag, Juli 27, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

ISI finance gibt auf Instagram und YouTube, aber auch in persönlichen Coachings, Input zu den Themen wie Aktien, Börse und Unternehmertum

Stellen Sie sich und Ihr Unternehmen doch kurz unserem Unternehmen vor!

Mein Name ist Isabell Baruth, ich bin 22 Jahre alt und gründete mittlerweile gemeinsam mit meinen Geschwistern zwei Unternehmen.

Geprägt durch die Interessen unseres Vaters sind wir frühzeitig mit dem Unternehmertum und auch mit finanzaffinen Themen in Berührung gekommen. 2017, kurz vor meinem Abitur, gründete ich mit meiner Zwillingsschwester und meinem Bruder ein Unternehmen im Bereich Daten-Research von Gewerbeimmobilien. Diese Datenbank für Büroimmobilien können Investoren und Makler gegen eine monatliche Lizenz nutzen. Mit dieser Datenbank haben wir etwas Einzigartiges geschaffen, was es zuvor auf dem deutschen Immobilienmarkt nicht gegeben hat. Momentan befindet sich unser Büro in der Innenstadt von Frankfurt in einem der begehrtesten Bürotürme. Da wir mittlerweile Angestellte haben, die uns aufwändige Recherchearbeiten abnehmen können, sind wir in der Lage uns in diesem Business auf das Wesentliche zu konzentrieren, neue Märkte zu analysieren und uns nebenbei noch um Herzensangelegenheiten zu kümmern, die uns Spaß bereiten.

In unserer Freizeit haben wir uns in Gesprächen innerhalb der Familie immer wieder intensiv mit den Themen Börse und Finanzen auseinandergesetzt. Als logische Konsequenz habe ich dann 2020 gemeinsam mit meiner Zwillingsschwester und meinem Bruder die ISI Media GmbH gegründet. Hier geben wir unter dem Namen ISI finance, sowohl auf Instagram und YouTube, aber auch in persönlichen Coachings, Input zu den Themen wie Aktien, Börse und Unternehmertum. Gerade da uns bei der Gründung des ersten Unternehmens klar wurde, wie wichtig umfassende finanzielle Kenntnisse sind, ist die Weiterbildung in dem Bereich „Finanzen“ von großer Bedeutung.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir hatten als Geschwister schon immer den Traum etwas Großes zu schaffen, etwas, was einen Mehrwert für die Menschen bringt. Aus diesem Grund haben wir uns für ein aktives Handeln, welches die Gründung eines Unternehmens voraussetzt, entschieden. Die Herausforderung Menschen in ihrer finanziellen Weiterbildung zu unterstützen, motiviert uns sehr. Gerade in der heutigen, digitalen Welt bieten sich veränderte, scheinbar grenzenlose Herangehensweisen der Kommunikation und des Lernens. Gerade meine Generation ist mit dem mühelosen Zugriff auf die digitale Welt großgeworden. Wir haben keine Hemmschwelle gegenüber digitalen Endgeräten und ihrer Einbindung in die Geschäftswelt. Aus diesem Grund ist das Onlinecoaching, welches wir bei ISI finance anbieten, für unsere Altersklasse kein Hindernis und eher Normalität. Auch mit unserer Immobilien-Datenbank sind wir in der Lage uns aktiv an der Gestaltung des Research-Prozesses zu beteiligen.

Durch unsere familiäre Situation hatten wir auch in jungen Jahren nie gegenüber dem Unternehmertum Berührungsängste. Der Glaube an unsere Idee, an unser Produkt, hat uns bestärkt unsere Unternehmen zu gründen. Jedoch war in unserem Alltag immer präsent, dass der Aufbau eines Unternehmens auch mit viel Arbeit, guter Zeiteinteilung und einer großen Menge an Enthusiasmus verbunden ist. Doch wir sind der Meinung, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um die Chance zu nutzen die Medienlandschaft eigenständig mitgestalten zu können.

Welche Vision verfolgen Sie?

Auf unseren Social-Media-Kanälen möchten wir erreichen, dass unsere Follower mit Hilfe von ISI finance zielgerichtet die richtigen Entscheidungen zum Thema „Finanzen und Geldanlage“ erlernen. Durch unsere Erfahrungen und Expertise soll es jedem Interessenten ermöglicht werden sich mit mir und meinem Team gemeinsam Schritt für Schritt ein fundiertes Wissen anzueignen. Dabei wird es uns immer wichtig bleiben, klare Fakten und Meinungen darzulegen. 

Wir möchten weiterhin fokussiert unsere Ziele erreichen, als Team flexibel die alltäglichen Anforderungen meistern und unseren Coachingteilnehmer einen Mehrwert schaffen, durch den sie sämtliche finanzielle Herausforderungen meistern werden. Dabei ist es mir besonders wichtig, dass die Menschen, die mir zuhören, denken: „Das ist gut, was sie macht!“ Und das sollte unabhängig von meinem Alter und meinem Geschlecht sein. 

Auch wenn die Gründerin in mir nicht so viel anders ist als andere junge Frauen in meinem Alter, unterscheide ich mich von ihnen in der Umsetzung meiner Vision. Die Ideen und Projekte, die ich mit meinen Geschwistern vor Augen habe, setzen wir in die Tat um. Wir treffen bewusst Entscheidungen, auch wenn diese am Anfang risikoreicher erscheinen. Im Leben muss man ein gewisses Risiko eingehen, oder zumindest lernen die tatsächlichen Risiken richtig abschätzen zu können, um erfolgreich zu sein. Die Freiheit, die uns unser Erfolg eingebracht hat, ist ein Gefühl, welches wir nicht mehr missen möchten.

Von der Idee zum Startup, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen?

Ich habe mich glücklicherweise schon früh gemeinsam mit meinen Geschwistern als Unternehmerin angesehen. Ideen und Spaß an neuen Projekten, dieses Mindset hat uns immer in unserem Familienleben begleitet. Dabei ist es jedoch essenziell wichtig, dass es nicht nur bei einer Vielzahl von Ideen bleibt, sondern dass man aktiv und zielgerichtet in die Handlung kommt. Oftmals stellt sich für Gründer nicht die Frage nach einer passenden Idee, dem Ideenreichtum sind keine Grenzen gesetzt, sondern man muss sich der Konfrontation stellen: Warum habe ich meine Idee noch nicht in die Tat umgesetzt?

Als Gründer kannst du nur erfolgreich sein, wenn du für deine Idee brennst und dann mutig die ersten Schritte gehst. Hier war es aus unserer Sicht von Vorteil, dass wir uns als Geschwister gegenseitig unterstützen konnten. Gerade aufgrund meines Alters und auch in meiner Rolle als Frau muss ich immer aufpassen, dass mich mein gegenüber auf Augenhöhe betrachtet und als Persönlichkeit ernst nimmt. Es entstehen immer wieder Situationen, die man vorher noch nicht durchlebt hat. Diese Situationen muss man dann erkennen und sich den neuen Aufgaben stellen. Sonst kann man schnell in Überforderung geraten. Bleibt man aber in herausfordernden Situationen authentisch und angstfrei, kann jeder für die Zukunft lernen und zur Persönlichkeit reifen.

In diesen jungen Jahren zwei Unternehmen aufzubauen und zusätzlich berufsbegleitend zu studieren erfordert ein enormes Zeit- und Selbstmanagement. Auch wenn wir es nicht als hindernd oder belastend ansehen, liegt hier in unserem beruflichen Werdegang eine große Herausforderung. Vor lauter Organisation und Strukturierung des Tages bleibt da manchmal wenig Zeit für Privates. Doch das war uns allen ziemlich schnell klar. Familie, Freundschaft, Sport und ein eigenes Business unter einen Hut zu bekommen ist nicht immer einfach, aber wenn man etwas wirklich möchte, ist alles machbar. Wichtig ist zusätzlich eine gute Aufgaben-Priorisierung, um Beruf und Privatleben einigermaßen trennen zu können. Das wird wohl für uns und unser Team rund um ISI finance für die nächste Zeit eine Herausforderung bleiben.

Wer ist die Zielgruppe?

Im Hinblick auf unsere Social Media Präsenz rund um ISI finance sind als Zielgruppe ganz klar finanzaffine Männer und Frauen zu nennen, die erkannt haben, dass es im Internet häufig eine zu große Informationsflut über das Thema „Finanzen“ gibt, die eher hinderlich ist. Unseren Followern biete ich, gemeinsam mit meinem Team, eine ausgewogene Herangehensweise, damit sie sich ein fundiertes Verständnis in der Vielzahl der Geldanlagen aufbauen können.

Gerade unter unseren Coachingteilnehmern befinden sich auch Unternehmer, die aufgrund von Zeitmangel Hilfe bei der Orientierung im Börsenalltag benötigen. Ausgereifte finanzielle Ressourcen bieten jedem Unternehmer eine gewisse Stabilität, um seine Projekte auf Erfolgskurs zu bringen.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?

Meine Geschwister und ich haben für die kommenden Jahre noch viele spannende Projekte vor Augen. Als erstes möchten wir auf jeden Fall unsere Social Media Präsenz rund um ISI finance weiter ausbauen. Unser Ziel ist es, mit unserem gesamten Team unser Coaching zu vertiefen, um noch mehr bereitwilligen Menschen über die Themen Investment, Finanzen und Unternehmertum umfassend zu informieren. Hier ist unsere Vision der Aufbau einer Community, die sich, begleitet durch unser Unternehmen, untereinander austauscht, gegenseitig inspiriert und durch unseren Input stetig neue Kompetenzen erlernt.

Zusätzlich werden wir weiterhin unsere Research Arbeit im Hinblick auf unsere Büroimmobilien tätigen. Auch in diesem Bereich steht immer viel Arbeit an.

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Hat man in einem bestimmten Lebensabschnitt erkannt, dass es nicht das Lebensziel ist für andere zu arbeiten, sollte man den Mut aufbringen und den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. Klar, es wird nie den perfekten Zeitpunkt zur Gründung eines Unternehmens geben. Es sprechen in verschiedenen Lebensabschnitten immer viele Gründe dagegen, aber eine 100%ige Absicherung gibt es nicht. Ich habe mir immer gedacht: „Was habe ich schon groß zu verlieren?“ Ich war 18, als wir als Geschwister gemeinsam das Immobilien-Research-Unternehmen starteten. Da war es natürlich ein Wagnis, aber aktiv eine Herausforderung anzunehmen stärkt ungemein das Selbstbewusstsein.

Gerade als jüngere Unternehmerin steht man vor großen Herausforderungen bei der Gründung eines Unternehmens. Häufig muss man, vielleicht auch besonders als Frau, fundiertes Wissen nach außen tragen, um von allen ernst genommen zu werden. Gerade in der Welt der Finanzen, in der immer noch eine starke Männerdominanz vorherrscht, ist die Quote der Gründerinnen eher gering. Frauen müssen hier stärker um ihre Position kämpfen. Aus diesem Grund sind ein kompetentes Auftreten und eine gute Vorbereitung der Termine von Bedeutung. Man sollte mit Wissen überzeugen, um keine unangenehmen Situationen aufkommen zu lassen.

Weiterhin sollte sich kein angehender Gründer von dem hohen Arbeitsaufwand abschrecken lassen. Natürlich kann die wöchentliche Arbeitszeit schnell 60 bis 70 Stunden erreichen und, wenn man dann noch, wie meine Zwillingsschwester und ich, berufsbegleitend studiert, kommt man auch an seine Grenzen. Man kann sich jedoch sicher sein, dass wenn die Gründung deines Unternehmens für dich wie eine „Berufung“ ist, dann brennst du für die Idee und befindest du dich auf deinem persönlichen Spezialgebiet und man sieht diese Arbeitszeit nicht als Belastung, sondern als Investment für eine selbstgestaltete Zukunft an.

Wichtig ist bei der Gründung eines Unternehmens, dass man nicht aufgibt. Auch wenn es mal danach aussieht, dass scheinbar nichts von den Projekten funktioniert, muss man an seinen Träumen und Visionen festhalten. Mach also dein eigenes Ding – auch wenn der Weg steiniger wird.

Wir bedanken uns bei Isabell Baruth für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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