Ausprobieren, Scheitern, daraus Lernen. Wiederholen.

IROIN macht Influencer Marketing skalierbar

Stellen Sie sich und das Startup IROIN kurz unseren Lesern vor!

Wir sind ein AdTech-Startup aus Erfurt, das Influencer Marketing nach Performance-Marketing-Standards skalierbar macht. Wir beobachten seit einigen Jahren, wie rasant erfolgreiche Direct-to-consumer Brands entstehen und ihren schnellen Erfolg hauptsächlich dem Influencer Marketing zu verdanken haben. Diese Unternehmen entwickeln Produkte für die Generation Z, also die heutigen 20 bis 25-Jährigen und vermarkten sie sehr erfolgreich und teilweise ausschließlich über Influencer. Diese neue Generation von Unternehmen arbeitet hauptsächlich Konversion-getrieben, und hier setzen wir mit unserer Technologie an, so dass auch Influencer Marketing langfristig ein skalierbarer und transparenter Teil des hiesigen Marketing-Mix wird. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Andreas: Für mich war die Unternehmensgründung eine logische Entwicklung, wenn auch ungeplant. Schon als Schüler verdiente ich mir mein Geld im Internet, damals noch mit dem Coding von Webseiten für Unternehmen aus meiner Stadt. Dies entwickelte sich dann während des Studiums weiter, große Werbeagenturen kamen hinzu und ich fing an, erste digitale Kampagnen im Advertising zu fahren. Daraus entstand dann 2014 unser erstes Unternehmen CrowdArchitects. Und jetzt starten wir mit IROIN ein neues Abenteuer. Ich vermute, dass das Gründen irgendwie in meiner DNA vorhanden ist. Mich fasziniert einfach der Wachstumsprozess, wie aus einer Idee innerhalb von kürzester Zeit etwas Großes entsteht. 

Moritz: Ich habe ein paar Jahre als Digital Stratege im Verlagswesen verbracht und habe schlichtweg mit der Gründung die Chance gesehen, den Wandel im Medienmarkt technologisch mitzugestalten. Während des Studiums habe ich zum Thema Social- und Online Marketing beraten und 2011 mit meinem eigenen Blog zum Thema Internet-of-Things die ersten Erfahrungen im Influencer Marketing gesammelt, noch bevor es so hieß. Mit IROIN können wir den noch sehr jungen Medienmarkt im Influencer-Bereich beim Erwachsenwerden begleiten und das ist ein unfassbar spannender Prozess, bei dem es nie langweilig wird.

Welche Vision steckt hinter IROIN?

Wir kommen aus dem Performance Marketing. Mit IROIN wollen wir Influencer Marketing auf die nächste Stufe heben und zu einem vertrauensvollen, skalierbaren Teil des Marketing-Mixes machen, so dass Direct-to-consumer Brands erfolgreich und authentisch ihre Produkte in dieser Marketingdisziplin verkaufen können.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Andreas: Ursprünglich sind Moritz und ich 2014 mit unserem ersten Unternehmen CrowdArchitects angetreten, um die klassischen Massenmedien beim erfolgreichen Wandel in die digitale Welt mit Social Community Apps zu begleiten. Wir erkannten dann recht schnell, dass sich – nicht zuletzt durch Influencer Marketing – viel interessantere neue Medienmärkte auftaten. 

Moritz: Zu dieser Zeit sprach noch keiner über Generation Z. Als wir dann merkten, dass wir die klassischen Massenmedien aus eigener Kraft kaum gedreht bekommen, haben wir uns dafür entschieden mit IROIN neu durchzustarten. Wir haben früh Gesellschafter gefunden, die an unsere Vision glauben und uns strategisch mit ihrer Expertise im Performance Marketing und der digitalen Vermarktung unterstützen. 

Wer ist die Zielgruppe von IROIN?

Bekannte Marken mit eigenem Onlineshop, junge Direct-to-consumer Brands als auch App-Anbieter nutzen unseren Full-Service sowie unsere Self-Service Technologie. Mit IROIN generieren sie mit der Hilfe von Influencern neue Nutzer für ihre Produkte und Services, messen deren Erfolge und können die Ergebnisse nach den bekannten Marketing-KPIs optimieren.

Wie funktioniert IROIN? Wo liegen die Vorteile?

Zu Anfang jeder Kampagne werden KPIs, Budget sowie die angestrebte Zielgruppe festgelegt. Die Influencer werden für jeden Kunden vom Team mittels einer KI-gestützten Software ermittelt. Kein Schöpfen aus festen Pools, keine bot-getriebenen Influencer, für jede Kampagne wird individuell neu gesourct. Die Integration von IROIN erfolgt direkt in der Plattform des Kunden (z. B. App, Online-Shop). Nutzt der Kunde eine der hiesigen Advertising-Plattformen wie Adjust oder Appsflyer, kann sofort gestartet werden. Hier ist IROIN automatisch integriert. 

Mit Generierung des individuellen Tracking-Links kann die Influencer Kampagne starten. Fortan trackt die eigens-entwickelte Tracking-Technologie IROIN Engine eine Vielzahl an Merkmalen wie beispielsweise die jeweilige Produktart, die gekauft oder welche Aktion in der App ausgeführt wird. Diese Merkmale sind entscheidend für Schritt zwei, die Kampagnenoptimierung durch gezielte Attribuierung sowie Amplifizierung.


Amplifizierung hat hierbei einen großen Stellenwert: In der eigens entwickelten IROIN Amplify Advertising Engine sind Influencer mit nur einem Klick sofort startklar für eine Paid Media Verlängerung. Die zusätzlich zum organischen Posting ausgespielten Social Media-konformen Ad Snippets werden dann im Namen des Influencers in dessen Audience ausgespielt, sowie A/B-Tests und Retargeting-Iterationen unterzogen. Somit können wir im Gegensatz zu Wettbewerbern mehrere Touchpoints in der Customer Journey erzeugen und sehr gezielt auf vorher mit dem Kunden definierte Marketing-KPIs, wie CPO, CPI oder ROI optimieren.

Wie ist das Feedback?

Aktuell bekommen wir sehr viel positives Feedback. Von Monat zu Monat erhöhen sich die  Marketing-Budgets pro Kampagne und auch die Laufzeiten werden kontinuierlich länger. Genau deswegen bauen wir jetzt auch unseren technologie-gestützten Full-Service-Ansatz zu einer Self-Service-Plattform für Marketer aus. So können Marketingverantwortliche perspektivisch ihre Kampagnen selbst steuern, skalieren und optimieren. 

IROIN, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In den nächsten fünf Jahren möchten wir unsere Plattform soweit ausbauen, dass wir internationale Kampagnen fahren können. Der Self-Service-Anteil soll deutlich erhöht werden, so dass langfristig Brands nur noch unsere Plattform brauchen, um ihre Kampagnen zu skalieren. Wir sind jetzt schon bezüglich unserer Investoren gut aufgestellt und wir verdienen natürlich mit jeder Kampagne. Nichtsdestotrotz wollen wir in den nächsten fünf Jahren wachsen, die Plattform weiterentwickeln, damit sie noch individueller an die Bedürfnisse der Brand angepasst wird. Dafür sind wir frischem Kapital und strategisch passenden Investoren nicht abgeneigt.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Entwickelt erst, wenn ihr es wirklich verkauft habt.
  2. Entwickelt für ein kleines Unternehmen und keine Enterprise Lösung.
  3. Ausprobieren, Scheitern, daraus Lernen. Wiederholen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Moritz und Andreas für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Schreibe einen Kommentar

X