Freitag, Mai 27, 2022

Glaube an deine Idee auch wenn alles dagegenspricht

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Treffen Sie IPlytics auf der Langen Nacht der Startups in Berlin

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen doch kurz unseren Lesern vor.
Ich heiße Tim, bin 30 Jahre alt und seit 3 Wochen frisch verheiratet ;-). Unser Start-Up IPlytics habe ich im Jahr 2014 als Ausgründung des Lehrstuhls für Innovationsökonomie der TU Berlin mit einem Team aus Ökonomen und IT-Entwicklern gegründet. Die Idee zum Unternehmen entstand im Rahmen meiner Promotion und beruflichen Tätigkeit an der TU Berlin und MINES ParisTech wo ich regelmäßig Studien für Unternehmen oder beispielsweise die WIPO, die Europäische Kommission oder das BMWi geschrieben habe.
IPlytics entwickelt ein online-basiertes Market Intelligence Tool: IPlytics Platform. Mit wenigen Klicks können Nutzer Trends zu Technologien über beispielsweise Patente, M&A Deals, Industrieallianzen oder Standards für relevante Märkte analysieren. Über intelligente Berechnungen und Visualisierungen verschafft IPlytics seinen Kunden einen 360 Grad Überblick auf aktuelle, weltweite Marktentwicklungen und ermöglicht ein langfristiges Monitoring von Technologietrends und Marktverschiebungen.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
IPlytics resultiert wie weiter oben schon gesagt aus meiner Promotion am Lehrstuhl für Innovationsökonomie der TU Berlin. Ich habe mich mehrere Jahre mit den Themen Technologietrends, Intellectual Property und Patentanalyse beschäftigt und gemerkt, dass hier großes Potential für eine intuitive und digitale Softwarelösung ist. Wir haben regelmäßig große Unternehmen beraten und Technologietrendreports zu bestimmten Themen über einen Zeitraum von mind. 6 Monaten angefertigt. Wenn ein Report fertig war, waren die zugrundeliegenden Daten oft schon wieder veraltet, und nochmal ein halbes Jahr später brauchten die Unternehmen dann immer wieder Updates mit leichten Anpassungen der Technologiefelder oder Schlagworte. Das war unglaublich zeit- und kostenaufwändig, besonders für die Unternehmen selbst. So kam die Idee auf eine vollautomatisierte Software Lösung zu entwickeln, die tagesaktuell verschiedenste weltweite Daten vereint. Und die vor allem von UnternehmenIn-House, ohne lange Einführung intuitiv genutzt werden kann und Analyseergebnisse mit wenigen Klicks anschaulich visualisiert.

Von der Idee bis zum Start, was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie Ihr Startup finanziert?
Zu Beginn ist es eine große Herausforderung aus dem Nichts ein ernstzunehmendes Business mit professionellen Strukturen hochzuziehen und sich selbst dabei seriös zu fühlen. Ich war anfangs alleine, dann zu zweit und wir saßen in Uni-Räumlichkeiten. Die Finanzierung ist dabei natürlich eine der elementarsten und gleichzeitigschwierigsten Aspekte. Wir hatten das große Glück ein Exist-Stipendium bekommen zu haben, mit dem wir das erste Jahr komplett finanzieren konnten.Das war eine sehr große Hilfe, weil wir uns Vollzeit auf IPlytics konzentrieren konnten ohne nebenher andere Jobs machen zu müssen.
Eine andere, sehr große Herausforderung war es natürlich auch die ersten Kunden zu gewinnen. Große Unternehmen haben uns am Anfang skeptisch betrachtet, gerade in Deutschland hat man es im B2B Bereich als neues Startup mit einem jungen Team nicht immer einfach. Unser erster Kunde war somit auch ein US-amerikanisches Unternehmen. Es braucht viel Überzeugungsarbeitund Vertrauen um bei Großkonzernen einen Fuß in die Tür zu kriegen, wie zum Beispiel bei VW, Daimler oder der Bundesdruckerei, die inzwischen zu unseren Kunden zählen.

Wer ist die Zielgruppe?
Wir sind ein reines B2B Produkt. Kunden reichen von Mittelständernüber Großkonzerne aus den verschiedensten Wirtschaftszweigen, die von der Automobil- oder IKT- bis hin zur Biotech- Branche reichen. Innerhalb der Unternehmen adressieren wir verschiedene Abteilungen, wie zum Beispiel die R&D Abteilung, die Innovationsabteilung, das Corporate und Business Development, der Strategische Einkauf wie auch die M&A oder die Patent oder Intellectual Property Abteilung. Wir haben uns von Anfang an sehr international aufgestellt und haben neben deutschen Firmen auch Kunden beispielsweise in Frankreich, UK, USA oder auch Korea.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Lange Nacht der Startups zu bewerben?
Die lange Nacht der Startups ist als Event ja sehr bekannt, wir wollten schon im letzten Jahr teilnehmen aber waren zu dem Zeitpunkt aufgrund einer Konferenz im Ausland. Im Microsoft Accelerator, an dem wir 2015 Teil des 3. Batches waren, wurde uns die lange Nacht der Startups ebenfalls ans Herz gelegt.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen die es auf die Lange Nacht der Startups geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von dem Event?
Wir freuen uns sehr auf der langen Nacht der Startups dabei sein zu dürfen und sind gespannt was uns erwartet. Im Fokus steht für uns dabei:
o der Kontakt zu Investoren,
o der Austausch mit anderen Startups
o Kontakt zu neuen potentiellen Mitarbeitern
o und auch die Möglichkeit über Medien Veröffentlichungen zu bekommen.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Jungunternehmer? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch das Event viele Interessenten und auch Medien auf Sie aufmerksam werden?
Für uns ist der Event und die mediale Präsenz besonders mit Blick auf Investoren sehr wichtig. Wir planen unsere nächste Finanzierungsrunde für Anfang 2017, d.h. wir müssen jetzt sehr aktiv rausgehen. Mit einigen Investoren sind wir natürlich auch schon in Kontakt aber es ist immer besser wenn die Investoren selber auf einen aufmerksam werden.

Wo sehen Sie sich in den nächsten fünf Jahren?
Wir glauben, dass intelligente IP-Analyse den Erfolg eines jeden Unternehmens immer stärkernach vorne treiben wird und dieser Mission widmen wir uns. In einer zunehmend komplexeren Welt steigt die Nachfrage nach intelligenten Marktanalysetools stetig – dabei geht es nicht darum Daten zu liefern, sondern diese mit wenigen Clickszu verstehen und in entscheidungsrelevante Analyseergebnisse umzuwandeln. Desto mehr Informationen weltweit zur Verfügung stehen umso schwieriger wird es werden relevante Information herauszufiltern und diese auch zu verstehen. Gleichzeitig werden Märkte immer globaler und Technologien gewinnen an Komplexität. Wir glauben daran, dass IPlytics die weltweite Instanz für Market Intelligence im Bereich Technologietrend und Marktanalysewerden wird. Ein besonderer Fokus für die nahe Zukunft liegt daher für uns auf der Internationalisierung – wir planen Expansionen in die USA und Asien, alles Märkte, in denen wir bereits heute erste Kunden haben und die ein unglaublich hohes Potenzial haben weiter zu wachsen.

Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Mein wichtigster Rat ist, dass man am Anfang in jeder Situation an seine Idee glauben muss, auch wenn alles dagegenspricht. Es gibt immer Phasen, wo es so wirkt, als würde nichts funktionieren, und das ist genau der Zeitpunkt wo man selbst umso stärker dran glauben muss. Ich glaube diese Momente sind die, an denen die meisten jungen Startups in der frühen Gründungsphase scheitern. Natürlich ist es wichtig die eigenen Hypothesen und Annahmen immer wieder zu testen und zu hinterfragen. Die Vision darf dabei aber nie in Frage gestellt werden.

Wir bedanken uns bei Dr. Tim Pohlmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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