Denke und handle unternehmerisch!

Intraprenör Unternehmensberatung bereitet Unternehmen auf die Wirtschaft von morgen vor

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Intraprenör doch kurz unseren Lesern vor!
Wie sieht Unternehmensberatung aus, wenn wir sie auf der Digitalisierung noch einmal neu denken würden? Aus diesem Gedanken heraus haben wir das Unternehmensberatungs-Startup Intraprenör gegründet.
In den vergangenen drei Jahren konnten wir vielfältige Erfahrungen mit all den Themen machen, die Organisationen im Wandel beschäftigen: Wie erkenne ich die Bedürfnisse meiner Kunden? Welche Innovationsmethode bringt meine Teams voran? Wie können wir selbstorganisiert arbeiten? Welche Kultur brauchen wir für all das? You name it!
Ich selbst habe ab 2009 in Frühphasen von Startups wie studiVZ und Outfittery Einblicke gewinnen können. Ursprünglich komme ich aus Freiburg und lebe heute zwischen Berlin und London.

Wie ist die Idee zu Intraprenör entstanden?
Bereits im Studium sind die Verwerfungen in Gesellschaft und Wirtschaft Thema gewesen.
In Praktika und Auftragsarbeiten in Unternehmen haben wir festgestellt, wie doof es ist, wenn Manager aus ihren Routinen nicht herauskommen und keine Antworten mehr finden: Ein Außenseiter überholt uns! Wir kennen unsere Kunden nicht mehr! Junge Leute finden unseren Arbeitsplatz nicht attraktiv! Unsere Mitarbeiter leben eine andere Realität als unsere Führung! Und ohje, die Unternehmenskultur…
Da ist ein echter Pain vorhanden, den wir lösen indem wir Organisationen und ihre Menschen – Kunden oder Mitarbeiter – kennenlernen und in Co-Kreation Lösungen entwickeln.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Jeder neue Kunde und seine Fragestellung sind für uns neu: Da wir kein redundantes Produkt anbieten, müssen wir uns immer wieder auf neue Rahmenbedingungen einstellen und das ist die größte Herausforderung!
Da wir uns als Unternehmer verstehen, war es uns stets wichtig, dass wir uns ohne fremdes Kapital selbst finanzieren können. Wir sind seit Tag 1 rentabel und wachsen beständig. Dabei legen wir viel Wert auf die Beziehungen zu unseren Kunden und zwischen den Menschen in unserer Organisation. Klingt spießig, aber im Endeffekt sind wir ein modernes Familienunternehmen.

Wer ist die Zielgruppe von Intraprenör?
Zielgruppe und Kunde sind Organisationen im Wandel. Das können old economists sein, deren Markt gerade aufgemischt wird oder deren Kunden ihr Verhalten ändern. Das können aber auch new economists sein, die wachsen und sich fragen, wie sie ihre Agilität und ihre Startup-Kultur beibehalten können. Wir arbeiten mit beiden Gruppen auf nationaler und internationaler Ebene.

Wie funktioniert Intraprenör?
Wir verfolgen konsequent den Ansatz der selbstführenden Organisation. Hierarchien gibt es bei uns nicht, stattdessen hat jeder bis zu 10 Rollen. Mal hat ein Team 3, mal 12 Personen, immer sind auch externe und der Kunde selbst Teil des Teams. Unsere Kundenteams organisieren sich vom Accounting über die Kommunikation bis hin zum Prozess selbst. E-Mails haben wir seit Jahren abgeschafft und vergangenes Jahr eine Vier-Tage-Woche eingeführt. Außerdem residieren wir seit kurzem in einer alten Fabrikanlage im Zentrum Berlins, das wir durch Labs und Veranstaltungen mit unseren Kunden erschließen.

Welche Vorteile hat man mit Intraprenör?
Wir glauben an die schöpferische Kraft und den kreativen Geist der Menschen. Die Antworten, die sie uns geben sind oft so viel mehr Wert als Berge von Daten und Zahlen. Wir haben Formate entwickelt, mit denen wir diese Antworten gemeinsam erkunden und wir entwickeln ständig neue und noch bessere Möglichkeiten dazu.
Was ich besonders schätze ist die Begegnung mit Menschen auf Augenhöhe. Mitarbeiter oder Führungskräfte bei unseren Auftraggebern sind mit uns, Freelancern und mit Endkunden in einem Projektteam auf Augenhöhe verbunden. Das ermöglicht allen Beteiligten ein enormes Arbeits- und Lernerlebnis. Beratungsprojekte mit uns liefern nicht nur schnell Ergebnisse, sondern bedeuten für die Beteiligten das Erlernen neuer Methoden und Fähigkeiten. Denn wir sind nur dann am Besten, wenn uns unsere Kunden zur Lösung ihrer zukünftigen Fragen nicht mehr brauchen!

Intraprenör, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Ein „Intrapreneur“ ist ein Unternehmer im Unternehmen. Vielleicht schaffen wir es ja, möglichst viele Menschen in Organisationen zu solchen zu machen, damit sie ihr volles Potenzial ausschöpfen und ihre Organisation dazu nutzen, für andere Menschen Wert zu erzeugen. Und wenn es nur eine Erfolgsstory ist, in der es am Ende nicht heißt „diese oder jener habe sein Unternehmen gerade für X Millionen verkauft“, sondern „diese oder jener hat mit seiner Organisation folgendes verbessert“, dann wären wir zufrieden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Denke und handle unternehmerisch!
Unternehmer sein heißt, verrückte Dinge zu tun und auch mal mit Unsicherheit zu leben. Das muss man ab können und immer nach vorne blicken. Unternehmerisch denken heißt aber auch, dass man nicht Luftschlösser baut, sondern Dinge schnell vorantreibt und umsetzt.
2. Lass dich nicht beeindrucken!
Lass dich von der „Die Höhle der Löwen“ nicht beeindrucken. Du findest auch ohne Investor eine Möglichkeit deine Idee umzusetzen. Manche Leute haben einfach ein verdammt gutes Marketing, aber eben auch ein verdammt sinnloses Produkt
3. Lass dir nicht reinreden!
Warum müssen wir an fünf Tagen arbeiten, wenn wir es auch in vier können? Warum brauchen wir Abteilungen, wenn wir Teams mit allen Tools, die sie zum Arbeiten brauchen ausstatten können? Warum brauchen wir zur Umsetzung unserer Ziele einen Investor? Das konstante Hinterfragen und eine ehrliche Selbstreflexion führten uns stets zu innovativen Antworten!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Gregor Kalchthaler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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