Inreal virtuelle Begehung von 3D Plänen

Inreal virtuelle 3D Begehungen von Architekturprojekten

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Inreal doch kurz unseren Lesern vor?
Mein Name ist Thomas Schander und ich habe 2011 mit Moritz Luck die Inreal GmbH gegründet. Wir bieten realistische, virtuelle 3D Begehungen von Architekturprojekten an. Sei es im Planungsprozess auf Basis der CAD Daten oder zur Vermarktungs- und Bemusterungsphase. Dazu haben wir einerseits eine Software entwickelt, die sich an die Planungsdaten anfügt und bieten als Dienstleistung an, die virtuelle Welt noch weiter aufzubereiten.

Wie ist die Idee zu Inreal entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Ursprünglich haben sich Moritz und ich auf dem Wohnheimsflur kennen gelernt. Lange bevor der Entschluss gefasst war, ein Unternehmen zu gründen, teilten wir die Begeisterung für Computergrafik und „Virtual Reality“. Als wir uns näher mit der Marktsituation befassten, erkannten wir großes Potential, Planung- und Vermarktung von Bauprojekten bedeutend zu verbessern.

Von der Idee bis zum Start, was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung ist und war, aus den großartigen technischen Möglichkeiten das richtige Puzzelteil herauszusuchen, das zum Bedarf unserer Kunden passt. Beim Entwurf unserer Produkte begehen wir eine Gratwanderung zwischen einerseits modernen, technisch komplizierten Features und Schlichtheit durch gute Prozessintegration für den Anwender. Das lässt sich nur durch einen intensiven Kundendialog und Praxiswissen lösen.
Unsere Finanzierung ist ein Mix aus Venture Capital, Darlehen und Privatinvestoren.

Wer ist die Zielgruppe von Inreal?
Für unsere Software Enscape sind es Architektur- und Planungsbüros, welche mit Autodesk Revit konstruieren.
Für unsere Rundgang-as-a-Service Dienstleistung sind es vorwiegend Projektentwickler und Asset Manager.

Wie funktioniert Inreal? Wie kommen die Daten in die virtuelle Welt?
In der Regel liegen Planungsdaten und Bemusterungsinformationen über das Gebäude vor. Unsere Architekten und 3D Artist sichten dieses Material und füllen eventuelle Lücken gemeinsam mit unserem Kunden durch Moodbilder und Vorschläge aus. Zunächst wird das Gebäude dreidimensional gebaut – mit allen Details wie Lichtschalter, Fassaden, Eckleisten und Beschlägen. Selbst die Außenumgebung mit Bäumen, Laternen und Straßen wird exakt nachgebildet. Somit kann selbst der Sonnenverlauf korrekt simuliert werden. Anschließend werden Möbel und Menschen platziert um dem Gebäude Leben einzuhauchen. Letztendlich sind selbst nach Fertigstellung des Rundgangs Konfigurationen wie verschiedene Fußböden, Grundrissoptionen oder Materialien möglich.

Wie viel kostet das?
Die Software startet bei 45$/Monat, die Dienstleistung wird auf Grundlage der Ausgangsdaten und Komplexität kalkuliert.

Wie ist das bisherige Kundenfeedback?
Wir haben 2015 eine Vielzahl an Projekten abgeschlossen, mit denen unsere Kunden neue Wege eingeschlagen haben. Unsere Kunden sind zufrieden, da Sie mit unseren Produkten Planungs- und Entscheidungssicherheit gewinnen. Und wir sind zufrieden, da wir mit treuen Bestandskunden belohnt werden.

Inreal, wo geht der Weg hin?Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir werden in fünf Jahren die Echtzeitbegehung in der Immobilienvermarktung als neues Werkzeug fest etabliert haben. Mit unserer Software Enscape gilt das gleiche für den Planungsprozess.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Tipps gründlich zu hinterfragen und zu verstehen, bevor man sie als Grundsatz annimmt.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Thomas Schander für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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