Innospire: Der Company-Builder und Inkubator in Dresden

Innospire: Being the place to build companies

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Innospire doch kurz vor!
Innospire ist ein Company Builder. Wir sind daher ein Unternehmen, dass über jene Ressourcen verfügt, die für eine effiziente Produktentwicklung und Unternehmensgründung nötig sind. Es ist uns darüber hinaus wichtig die Startup-Kultur zu leben. Denn wir wollen eine Umgebung schaffen, in der unsere Gründer gern arbeiten und somit mehr schaffen, als würden wie nur abarbeiten. Wir sind mittlerweile über 20 junge Personen, die es lieben an Projekten zu arbeiten, diese am Markt auszutesten und wenn sie funktionieren auch auszugründen. Wir haben keine festen Arbeitszeiten, sondern geben jedem den Freiraum, dass er entsprechend seiner Wünsche arbeiten kann. Dazu gehört auch, dass wir z.B. eine Tischtennisplatte und eine Bar im Büro haben. Nichtsdestotrotz steht an erster Stelle, dass Projekte effizient vorangetrieben werden, was auch sehr viel Arbeitsleistung voraussetzt.
Innospire ist daher eine Plattform, die Entrepreneure unterstützt eigene Projekte zu aufzubauen und zu gründen. Aufgrund unserer synergetischen Infrastruktur ist die bei uns viel effizienter, als würden sie es alleine machen. Wir nehmen kein Geld dafür, sondern sind am Ende am Projekt beteiligt. Das ist unser Versprechen alles zu tun, um das Projekt zu einem Erfolg werden zu lassen. Denn wenn ein Projekt scheitert, hat Innospire viel Zeit, Ressourcen und Geld investiert, aber keinen Euro verdient.

Wie ist die Idee zu Innospire entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Wir als Gründer von Innospire waren zuvor schon in der Startup-Scene tätig. Nicolas in einem Technologiestartup und ich in einem Inkubator in der Schweiz. Anfang 2015 wollten wir uns umorientieren, ohne die Startup Scene zu verlassen und erkannten, dass das Company Building und die Inkubation, für die wir uns interessierten, in Dresden nur in Ansätzen existierten. Daraufhin beschlossen wir gemeinsam den Company Builder Innospire zu gründen.
Kennen tun wir uns schon seit langem. Bereits während des Studiums waren wir gemeinsam im Vorstand der Studentenorganisation AIESEC und lernten miteinander zu arbeiten. Wir sind beide von der Arbeitsweise sehr verschieden. Das bürgte gerade am Anfang für Konfliktpotential. Mit der Zeit haben wir aber gelernt uns in unseren Stärken zu ergänzen. Dankenswerter Weise hatten wir diese Phase bereits vor der Gründung von Innospire.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Das Geschäftsmodell des Company Buildings beherbergt bereits eine große Herausforderung. Denn dieses basiert darauf, dass wir sehr stark in Vorleistung gehen. Wir bieten unsere Leistung für Gründer ohne direkte Bezahlung an und zahlen manchen auch ein Gehalt, sodass sie fokussiert am Projekt arbeiten können. Wir hatten zwei Modelle, um den Betrieb von Innospire zu finanzieren. Die eine ist, dass wir neben unserem Company Building auch noch bezahlte Unternehmensberatung anbieten. Dies wollten wir jedoch nicht, weil es einen großen Teil unserer Zeit und unseres Fokus vom Company Building genommen hätte. Dadurch entschieden wir uns eine Infrastruktur zu bootstrappen, die so weit ausgebaut ist, dass wir einen Investor für eine vernünftige Bewertung gewinnen können. Diesen haben wir dann im Sommer 2015 über Kontakte erzielt.
Eine zweite große Herausforderung war das Recruiting. Für Innospire ist es sehr wichtig, dass wir Entrepreneure haben, die die Ressourcen effizient nutzen und daraus einen wirtschaftlichen Mehrwert generieren. Dafür war es uns wichtig Personen zu finden, die die nötigen Fähigkeiten haben und die bereit sind mehr als nur ein Angestellter zu sein – die also selber denken, Verantwortung übernehmen und mehr als nur das Verlangte erreichen wollen.

Wie hat sich Ihr Startup seit dem Start entwickelt?
Wie gesagt sind wir seitdem stetig gewachsen und haben unsere Infrastruktur vergrößert und das Portfolio erweitert. Der erste Schritt war es eine grundlegende Infrastruktur zu schaffen und Innospire soweit gebootstrapt aufzubauen, bis es finanzierungsfähig war. Anschließend hatten wir mehr Freiheitsgrade und konnten die Infrastruktur weiter erweitern und unser Portfolio auf mittlerweile 8 Projekte vergrößern.

Wer ist die Zielgruppe von Innospire?
Die Zielgruppe von Innospire sind in erster Linie Entrepreneure. Wir haben Ressourcen und benötigen Manpower, um weitere Projekte effizient vorantreiben zu können. Dementsprechend ist das Recruiting ein zentrales Element in unserer Struktur.
Den Entrepreneuren bieten wir die Möglichkeit eigene Projekte umzusetzen, an denen sie beteiligt sind. Sie können in schon existierende Projekte hereinschauen und von den Erfahrungen der anderen Gründer lernen. Darüber hinaus arbeiten sie bei Innospire in einer sehr synergetischen Infrastruktur. Fast jedes Problem, was ein Projekt hat, hatte bereits ein anderes. Somit können diese sehr schnell gelöst werden.
Unsere zweite Zielgruppe sind Investoren. Innospire hat keinen eigenen Fond. Wir investieren zwar auch vierstellige Beträge in unsere Projekte, jedoch benötigen wir für alles, was darüber hinaus geht, weitere Geldgeber. Darüber hinaus streben wir strategische Kooperationen an. Denn letztendlich kann Innospire auch eine Plattform für Investoren sein, eigene Projekte umzusetzen, da wir die exekutiven Ressourcen haben, die den Investoren meist fehlen.

Welchen Service bieten Sie an?
Unsere Vision ist „Being the place to build companies“. Wir wollen der Ort sein, wo junge Gründer hingehen, wenn die ein Unternehmen gründen wollen. Denn wir haben die Infrastruktur und Erfahrung, um effizient zu gründen. Diese gesamte Infrastruktur und vieles mehr stellen wir den Gründern vollständig zur Verfügung.
Dem Gründer selbst kostet es kein Geld. Wie eingangs beschrieben gründen wir dann gemeinsam mit dem Gründer mit.

Innospire,wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Innospire hat das Ziel das Portfolio noch weiter zu vergrößern und immer mehr erfolgreiche Unternehmen zu gründen. In fünf Jahren planen wir Unternehmen im Portfolio zu haben, die sehr Cashflow-lastig sind und somit genug liquide Mittel ausschütten, um die Gründer und Innospire zu finanzieren. Darüber hinaus möchten wir Unternehmen haben, die keine Gewinne abwerfen, die aber immer weiterwachsen und die wir potentiell exiten können. Wir denken auch bis dahin schon die ersten Exits vollzogen zu haben.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Ihr habt als Gründer viele Nachteile gegenüber Konzernen – weniger Geld, weniger Netzwerke, weniger Expertise… Jedoch habt ihr zwei Eigenschaften, die große Unternehmen nicht haben. Das sind, ihr seid flexibel und ihr könnt husseln. Große Unternehmen tun sich schwer auf äußere Einflüsse schnell zu reagieren. Holt euch so früh wie möglich Marktfeedback und bindet es ein. Zur Not wechselt das Geschäftsmodell. Diese Flexibilität habt ihr! Wenn ihr nun das richtige Geschäftsmodell gefunden habt, tut alles, was nötig ist. In Unternehmen ist nach 8 Stunden am Tag Schluss. Euch muss auszeichnen, dass ihr mehr Zeit, Engagement und Liebe in euer Projekt investiert. Ein gutes Zeichen ist, wenn euch das nicht stört. Dann arbeitet ihr am richtigen Projekt mit den richtigen Leuten.

Wir bedanken uns bei Sebastian Schulz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer ist 39 Jahre jung, Gründerin und leitende Redakteurin der StartupValleyNews. Ihre Karriere startete sie in verschiedenen internationalen Direktvertriebsunternehmen. Seit 2007 ist sie hauptberuflich als Journalistin tätig. Während dieser Zeit lernte sie die Startup-Szene kennen und schätzen, was Sie dazu bewogen hat mit StartupValleyNews ein internationales Startup Magazin aufzubauen!

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