innatura gGmbH

Die gemeinnützige innatura gGmbh wurde gegründet, um der Konsumgüterverschwendung etwas entgegen zu setzen und hohen sozialen Nutzen zu stiften. Die Idee dahinter: Fabrikneue Waren, die sonst ungenutzt entsorgt werden, kommen sozialen Einrichtungen zugute. Der Auslöser: 200.000 Flaschen Shampoo, die wegen eines Etikettierungsfehlers vernichtet wurden. Der Kölner Unternehmensberaterin und Gründungsexpertin Dr. Juliane Kronen ließ das Thema keine Ruhe – sie berechnete gemeinsam mit Kollegen, dass jährlich in Deutschland Waren im Wert von 7 Milliarden Euro aufgrund kleiner Produktionsfehler ungenutzt vernichtet werden – und gründete zusammen mit einigen Mitstreitern innatura.

Innatura sammelt bei großen Herstellern und Händlern – wie etwa Beiersdorf, Procter & Gamble, amazon und dm Drogeriemarkt – solche nicht handelbaren Produkte als Sachspenden ein, lagert sie und vermittelt sie an gemeinnützige Organisationen weiter. Diese können die Spenden über eine Online-Plattform gegen eine geringe Vermittlungsgebühr beziehen, und zwar genau in der Menge, die sie benötigen, und ohne, dass sie selber Sachspendenakquise betreiben und die gespendeten Produkte sortieren und lagern müssen.

Inzwischen hat innatura gut 1.500 verschiedene Produkte im Sortiment, und im Lager in Köln-Westhoven präsentiert sich ein umfangreiches Warenangebot: Fußballschuhe z.B. für Flüchtlinge oder Schlafsäcke, die z.B. in der Obdachlosenhilfe benötigt werden, Shampoo, Deo, Duschgel, Zahnpasta oder Windeln für den Grundbedarf sozialer Einrichtungen, Bett- und Sanitätswaren, Kleidung, Sportartikel, Spielwaren, Kosmetik und sogar hochwertige Elektroartikel wie Bohrmaschinen, Akkuschrauber oder ein Beamer sind in den Regalen zu finden.

Seit dem operativen Start von innatura im Juli 2013 wurden mehr als 580 Tonnen Waren an soziale Organisationen vermittelt statt sie ungenutzt zu vernichten. Soziale Organisationen haben durch die Sachspendenvermittlung, gemessen am Marktpreis, mehr als 6 Millionen Euro eingespart; Mittel, die sie für ihre eigentlichen Aufgaben – die Betreuung bedürftiger Menschen – verwenden können.

2015 wurde innatura als Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen prämiiert und im November 2016 als Finalist in der Kategorie „People“ des Next Economy Award (NEA) gekürt.

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