Never lose your focus

Inflight VR Virtual Reality Inflight Entertainment System für den Passagier während Flugreisen

Stellen Sie sich und das Startup Inflight VR doch kurz unseren Lesern vor!
Ich bin Nikolas Jaeger, 30 Jahre alt, und habe Management und International Relations in Wien studiert. Mein Mitgründer Moritz Engler, 29 Jahre alt, hat Strategy & International Management in St. Gallen studiert, wo wir uns auch kennen gelernt haben. Zusammen haben wir Inflight VR im Oktober 2014 gegründet und beschäftigen mittlerweile 10 Angestellte.

Inflight VR versteht sich als der “Virtual Reality Solution Provider für die Aviation Industrie”. Wir entwickeln ein durchdachtes Virtual Reality Inflight Entertainment System für den Passagier während Flugreisen. Virtuelle Realität ist dabei einerseits ein ideales Medium, um den Passagier auf neuartige und innovative Art und Weise zu unterhalten. Andererseits stoßen herkömmliche VR Anwendungen schnell an die Grenzen einer optimierten Kabine. Als Beispiel dazu kann man sich vor Augen führen, dass ein Passagier, der sich in der VR Welt aufhält, Gefahr läuft seinen Sitznachbarn aus Versehen einzuschränken und beispielsweise mit Armbewegungen zu belästigen. Darüber hinaus ist es für Airlines unabdingbar, dass diese jederzeit im Kontakt zu den Passagieren stehen können. Als dritter Aspekt sind viele VR Anwendungen nicht optimiert, was das Auftreten von “Motion Sickness” hervorrufen kann.

Inflight VR arbeitet in enger Kooperation mit Airbus daran, diese Probleme zu lösen und einen sicheren und problemfreien Konsum von VR im Flugzeug zu ermöglichen.

Wie ist die Idee zu Inflight VR entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Das war 2014 und zwar tatsächlich auf einem Flug nach Kalifornien, um für ein anderes Projekt Investoren zu treffen. Mein Entertainment-Screen hat über den gesamten 9 Stunden Flug nicht funktioniert. Da Moritz und ich zu diesem Zeitpunkt schon an anderen VR Projekten zusammengearbeitet hatten, meinte ich zu ihm, dass es doch cool wäre VR als Entertainment Option im Flugzeug zu haben. So ist damals die Idee entstanden. Kennengelernt haben wir uns wie gesagt während dem Studium in St. Gallen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Beide Gründer haben wir von Anfang selber ein bisschen Geld investiert. Darüber hinaus konnten wir auch Geld von „Family & Friends“ einsammeln. So ging es eigentlich recht schnell los. Herausforderungen waren ein technisches Team aufzubauen, ein Netzwerk zu der Flugzeugindustrie herzustellen und vor Allem die ersten externen Investoren zu finden, denn viel länger als ein dreiviertel Jahr reichte unser Anfangsbudget auch nicht aus.

Wer ist die Zielgruppe von Inflight VR?
Unsere Kunden sind die Fluggesellschaften, sowohl im premium als auch im low-cost Segment. Im Flugzeug benutzten natürlich die Passagiere unser Entertainment System. Uns ist klar, dass wir mit der neuen VR Technology eher das jüngere Publikum ansprechen, nichtsdestoweniger haben wir VR Erfahrungen für ein breites Spektrum an Anwendern auf unserer Plattform. Mit VR Content welcher von Kino mit Hollywoodfilmen, Konzerten, Opern, oder Spielen bis hin zu Städtetouren und 3D Shopping reicht, sprechen wir definitiv eine breite Masse an.

Wie funktioniert Inflight VR?
Indem der Passagier eine VR Brille aufsetzt, kann er der langweiligen Realität einer Flugzeugkabine entfliehen. So können wir den Passagier in verschiedenste 3D Welten befördern, ob Konzerte oder Städtetouren. Die regulierte Flugzeugindustrie und die Eigenschaften einer Kabine verlangen eine eigene und durchdachte Lösung. Mit unserem VR Inflight Entertainment System verknüpfen wir uns mit dem Flugzeugserver, um Sicherheitsdurchsagen und Content auf die Endgeräte zu streamen. Zudem ermöglichen wir der Cabin Crew mit den Passagieren in VR zu kommunizieren. Die Interaktion ist so „in den Sitz“ designed, dass kein Sitznachbar belästigt wird. Alles in allem haben wir ein voll durchdachtes VR IFE System konzipiert und gebaut, welches die Flugerfahrung eines Passagiers für immer verändern wird.

Welche Vorteile bietet Inflight VR?
Der Passagier kann auf komplett neue Art und Weise und mit unendlichen Möglichkeiten entertaint werden. Durch die immersive Qualität des VR Contents vergisst der Passagier, dass er ein einem Flugzeug sitzt. Durch den größeren wahrgenommen virtuellen Platz entspannt sich der Passagier automatisch mehr und kommt erholter am Zielort an. Sogar die Angst vor dem Fliegen kann durch VR reduziert werden.

Die Fluggesellschaften differenzieren sich durch unsere Technologie und bauen ein innovatives Image, was extrem wichtig ist in einer solch umkämpften Industrie. Durch VR bieten wir den Airlines eine neue Plattform, um Produkte und Services zu verkaufen, und somit bieten wir den Airlines einen neuen Kanal, um zusätzlichen Einkünfte zu generieren. Langfristig wird unsere Plattform dabei für die Airlines profitable sein.
Im Grunde ein Gewinn für alle Beteiligten.

Wie ist das Feedback?
Das Feedback ist extrem positiv und das Interesse der Fluggesellschaften an unserer Technologie ist sehr groß. Mit den ersten Airlines werden wir dieses Jahr sogar noch Testflüge machen. Es ist klar, dass es in einer solch konservativen Industrie auch noch einige Skeptiker gibt, aber auch die werden wir noch abholen, davon bin ich überzeugt.

Inflight VR, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir wollen mit Inflight VR den Flugzeugmarkt erobern und international das Entertainment in Flugzeugen mit VR neugestalten. Natürlich gibt es für unser Produkt auch noch anderen Anwendungsfälle wie zum Beispiel Züge, Busse oder selbst fahrende Autos. In 5 Jahren haben wir hoffentlich schon die eine oder andere Industrie mit unserem Produkt erobern können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Be humble
2. Work hard
3. Never lose your focus

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Nikolas Jaeger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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