Samstag, Dezember 3, 2022

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

improveMID: Analyse und Stärkung von mentaler Gesundheit am Arbeitsplatz

Stellen Sie sich und das Startup improveMID doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Diana Kovaleva, Marion Riedel und Ina Haug, drei Wirtschaftspsychologinnen aus Stuttgart und haben uns vor mittlerweile 1,5 Jahren zusammengefunden, um unserem Herzensprojekt nachzugehen: die Analyse und Stärkung von mentaler Gesundheit am Arbeitsplatz. Dafür entwickeln wir ein datengetriebenes Tool, welches psychische Belastungen am Arbeitsplatz erkennt, dahinterliegende Ursachen analysiert und daraus Maßnahmen ableitet.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Das ganze Gründungsvorhaben ist aus einem Hochschul-Projekt im Masterstudium entstanden. Und aus diesem Projekt wurde mehr und obwohl wir alle 3 nicht geplant hatten, ein Unternehmen zu gründen, können wir uns jetzt nichts anderes mehr vorstellen. Viel Verantwortung, viel Impact, viel Purpose!

Welche Vision steckt hinter improveMID?

Unsere Vision ist es, eine Arbeitswelt zu schaffen, in der es allen Menschen mental gut geht. Dazu braucht es eine skalierbare Lösung wie unsere – mit der es Arbeitgebern leichter fällt sich für die mentale Gesundheit der Belegschaft einzusetzen. 

Wir sehen außerdem eine gesellschaftliche Verantwortung, unser wirtschaftspsychologisches Fachwissen in Kombination mit unternehmerischem Denken zu nutzen, um eine der größten Gefahren des 21. Jahrhunderts – psychische Erkrankungen, insbesondere Depressionen – zu bekämpfen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war zu Beginn die Vereinbarkeit. Wir haben alle drei noch studiert, hatten Nebenjobs und wollten aber so viel Zeit wie möglich in unser StartUp investieren. 

Um ehrlich zu sein ist aber jeder Tag eine Herausforderung. Wir gründen alle zum ersten Mal, jede Phase ist neu und es gibt häufig Probleme, die wir zum ersten Mal haben. Da hilft uns aber unser gutes Netzwerk an der Hochschule sowie der Gründermotor in Stuttgart und die CampusFounders in Heilbronn, wodurch wir immer wieder tolle Unterstützung bekommen.

Seit 1. März 2022 werden wir durch das Landesprogramm in Baden-Württemberg „Junge Innovatoren“ finanziert.

Wer ist die Zielgruppe von improveMID?

Jedes Unternehmen, das sich für die mentale Gesundheit seiner Mitarbeitenden einsetzen möchte. Einen Fokus legen wir auf mittelständische Unternehmen, die vom Fachkräftemangel besonders betroffen sind, wie bspw. aus der Medizin- oder IT-Branche.

Wie funktioniert improveMID? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir möchten es Unternehmen ermöglichen, die Belastungen für die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz zu analysieren und zu verbessern. Dazu haben wir ein Tool entwickelt, das zunächst die Belastungen der Mitarbeitenden mithilfe einer Befragung erfasst. Unsere Analyse-Algorithmen zeigen dann auf, welche Belastungen vorliegen, wie diese miteinander zusammenhängen und wie sie sich auf zentrale Kennzahlen, wie Leistungsfähigkeit oder Bindung an das Unternehmen auswirken. Unser System ist hierbei DSGVO-konform und erhebt Daten auf Teamebene sowie auf Unternehmensebene.

Von der Konkurrenz unterscheidet uns unser Fragebogen, der sich intelligent an den Mitarbeitenden anpasst sowie die tiefgreifende Analyse, die dem Unternehmen in prägnanten Dashboards einen Überblick über Belastungen und Ressourcen gibt. So werden Unternehmen handlungsfähig und wissen, welche Maßnahmen eingeleitet werden müssen zur Stärkung der mentalen Gesundheit.

improveMID, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wünschen uns, dass sich in Zukunft alle Unternehmen für die mentale Gesundheit ihrer Mitarbeitenden einsetzen. Nicht nur, weil es bereits eine gesetzliche Vorschrift ist, sondern auch weil es Unternehmen sozial und wirtschaftlich erheblich weiterbringt. Wir freuen uns, wenn wir möglichst viele Unternehmen mithilfe unseres Tools dabei unterstützen können. 

In 5 Jahren werden wir über 300 Firmen dabei geholfen haben, die mentale Gesundheit signifikant zu verbessern. Dazu werden wir ein starkes Team aufgebaut haben, das gemeinsam mit uns für das Thema brennt. Dabei wollen wir immer innovativ bleiben, unser Produkt stetig verbessern, um die Analyse von mentaler Gesundheit so einfach wie möglich zu machen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Nutzt Netzwerke und traut euch um Support zu bitten. Die meisten Menschen freuen sich ein Impact-starkes Projekt unterstützen zu können.

Lasst euch nicht von Personen, die eure Story, eure Vision und eure Expertise nicht kennen, verunsichern oder reinreden. Überlegt euch, wessen Meinung wirklich zählt. Definiert für euch welche Personen euch beraten und welche nicht.

Seid bold und mutig! Wir haben uns vor allem am Anfang schwergetan, selbstbewusst davon zu erzählen wer wir sind und was wir machen. Ihr habt es drauf und das dürft & sollt ihr zeigen!

Wir bedanken uns bei Diana Kovaleva, Marion Riedel und Ina Haug für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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