Nimm keinen Rat von Menschen an, die nicht da sind, wo du hin möchtest,

Mit dem implacheck Kostenrechner faire Preise für Implantate berechnen

Stellen Sie sich und das Startup implacheck doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind implacheck®, ein junges Startup aus Herne, und stellen seit Mai 2019 die Welt der Implantologie auf den Kopf. Dahinter steckt ein kleines, geniales Team – bestehend aus Dr. med. dent. Stefan Helka, Katharina Helka, Peter Berkowski, Andreas Wutschka und Jochen Hollemann –, das versucht, Kostentransparenz in den Implantatmarkt zu bringen und Patienten mit kompetenten Implantologen in ihrer Nähe zu vernetzen. Die Besonderheit unserer Onlineplattform liegt darin, dass jeder sie von zu Hause aus selbst nutzen und sich so unverbindlich über die Kosten eines Zahnersatzes sowie Zahnzusatzversicherungen informieren und Kontakt zu Experten suchen kann.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Die Implantologie war schon immer meine große Leidenschaft. Seit 2014 behandle ich Patienten in meiner eigenen Praxis und setze jährlich circa 550 Implantate. Als Facharzt für Oralchirurgie liegt es mir daher besonders am Herzen, Deutschland für dentale Implantologie fit zu machen. Hierfür habe ich meinen eigenen Youtube-Kanal Implatalk ins Leben gerufen, der wöchentlich zu diesem Gebiet der Zahnmedizin informiert. Beim Auswerten dieser und anderer Marketingmaßnahmen ist mir aufgefallen, dass viele Menschen online nach den anfallenden Kosten für eine implantologische Versorgung suchen, hierfür aber noch keine adäquate Lösung existiert. Hinzu kommt, dass ein undurchsichtiger Markt es Verbrauchern erschwert, korrekte Informationen zu finden.

Außenstehende können darüber hinaus oft nicht einschätzen, wie faire Bedingungen für eine hochwertige Versorgung aussehen, wodurch welche Kosten entstehen oder wer sich als behandelnder Arzt eignet. Aus diesen Gründen haben meine Co-Founder und ich uns dazu entschlossen, implacheck zu launchen.

Welche Vision steckt hinter implacheck?

Jeder, der eine implantologische Behandlung wünscht, sollte sie zu fairen Bedingungen und von geeigneten Experten bekommen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den Implantatmarkt transparenter zu gestalten und sowohl Zahnärzten als auch Verbrauchern einen reellen Mehrwert zu bieten. 

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Unser Produkt implacheck agiert in seiner jetzigen Form als Health-Fin-Insuretech-Company, die sowohl im medizinischen Bereich als auch im Versicherungs- und Finanzsektor tätig ist. Diese Kombination verschiedener Gebiete gestaltete sich vor allem zu Beginn schwierig. Am Anfang erfolgte die Finanzierung durch Eigenkapital. In der zweiten Runde konnten wir auf die finanzielle Hilfe von Business Angels zurückgreifen. Einer von ihnen unterstützt uns sogar als strategischer Partner im IT-Bereich, während ein Weiterer wichtige Kontakte zu Versicherungen und Zahnärzten besitzt, die wir für unser Wachstum nutzen können. 

Wer ist die Zielgruppe von implacheck?

Mit implacheck wollen wir Menschen erreichen, die sich für das Thema Zahnersatz interessieren und selbst ein oder mehrere Implantate benötigen. Ihnen bietet die Plattform Informationen, Beratung sowie Orientierungshilfe, um gegebenenfalls kostspielige Fehler zu vermeiden. Das betrifft vor allem Zusatzversicherungen. Daneben richtet sich implacheck an Zahnärzte sowie Oral- und Kieferchirurgen mit hoher fachlicher Qualifikation im Bereich Implantologie. Um sicherzustellen, dass vermittelte Patienten ein entsprechendes Niveau bei der Behandlung erhalten, haben wir eigene Standards für Praxen und Implantologen geschaffen. Nicht zuletzt wollen wir dadurch auch die Marke „implacheck“ stärken.

Außerdem begrenzen wir unsere Lizenzen, sodass eine gewisse Exklusivität gegeben ist. Pro 100.000 Einwohner vergeben wir nur eine, um sicherzustellen, dass unsere Partnerpraxen sich nicht gegenseitig Konkurrenz machen. Dafür haben potenzielle Partner die Möglichkeit, aus drei Mitgliedspaketen zu wählen. Diese beinhalten neben einem Listing und der damit einhergehenden Expertenpositionierung weitere Vorteile. So haben wir beispielsweise Kooperationspartner, die unseren Mitgliedern Vorteilspreise im Einkauf von Praxismaterialien gewähren. Außerdem bieten wir in unserem Premiumpaket einen umfassenden Marketingservice, der unsere Partner dabei unterstützt, sich erfolgreich auf dem Implantatmarkt zu präsentieren. 

Wie funktioniert implacheck? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Herzstück von implacheck ist ein einzigartiger Kostenrechner, der darauf ausgelegt ist, einen fairen Preis für Implantate zu berechnen. Dahinter steckt ein ausgeklügelter Algorithmus, der – basierend auf der medizinischen Ausgangssituation des Nutzers – alle denkbaren Möglichkeiten bei der Implantatversorgung darstellen und berechnen kann. Wo Kunden bisher auf das Erstellen eines Heil- und Kostenplans warten mussten, sorgt implacheck also sofort für Klarheit. Nach nur wenigen Klicks liefert das Tool detaillierte Informationen über die zu erwartenden Kosten, eine mögliche Finanzierungsrate, eine Liste mit kompetenten Implantologen in der Nähe sowie einen sogenannten Implacode.

Bei Terminbuchung über die Plattform kann dieser angegeben werden, wodurch der Spezialist erste Informationen zur Mundsituation und zur gewünschten Behandlung erhält. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, den Auswertungsreport auch per E-Mail zu bekommen. Künftig sind Erweiterungen um zusätzliche Funktionen geplant. So sollen neben Fachinterviews mit unseren Experten auch allgemeine Informationen rund um Zahnimplantate das Nutzererlebnis komplettieren

implacheck, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir glauben, dass implacheck in den nächsten fünf Jahren zum führenden Portal für Patienteninformation und für die Vermittlung von Spezialisten im Bereich Implantologie im DACH-Raum werden kann. Ziel ist der Aufbau von 500 bis 800 Partnerpraxen in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wir hoffen, das Siegel „implacheck-Praxis“ steht schon in wenigen Jahren für anerkannte Qualität und Kostentransparenz bei Zahnimplantaten. Klar ist aber auch, dass die Kostenfrage von Zahnersatz nicht nur im deutschsprachigen Raum eine große Rolle spielt, sondern in ganz Europa sowie dem Rest der Welt. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Nimm keinen Rat von Menschen an, die nicht da sind, wo du hin möchtest, und die den Weg, der vor dir liegt, nicht selbst erfolgreich gemeistert haben. Häufig kommt dabei nichts Gutes heraus. Wenn deine Idee revolutionär ist, werden sie am Anfang nur wenige verstehen. Manche werden sie sogar belächeln. Damit musst du nicht nur umgehen können, sondern deine Überzeugung gegen äußere Widerstände auch verteidigen. 

Gründe nur, wenn du bereit bist, All-in zu gehen – zumindest in den ersten Jahren. Einstellung und Arbeitsmoral sind die wichtigsten Bausteine des Erfolgs. „Hard work beats talent if talent doesn’t work hard“, wie schon Tim Notke und Kevin Durant bekräftigten. Wenn ein zweiwöchiger Skiurlaub wichtiger ist als das eigene Startup, dann wird sich der Erfolg nicht einstellen. Während du in St. Moritz noch beim Après-Ski sitzt, hat 3.000 Kilometer weiter vielleicht schon ein Konkurrent die Lösung des Problems gefunden, das dein Start-up zu enträtseln versucht. 

Teste jede Hypothese so schnell wie möglich, ohne zu viele Ressourcen in die Entwicklung eines perfekten Produkts zu stecken. Der Markt entscheidet, ob etwas gekauft wird, also sollte jeder Gründer so früh wie möglich Feedback vom Markt einholen. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Stefan Helka für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Schreibe einen Kommentar