Nutzt eine Bühne, wenn ihr die Möglichkeit dazu habt!

Baue den Impact Hub Ruhr mit uns: Unterstütze den Coworking Space in Essen

Stellen Sie sich und den Coworking Space Impact Hub Ruhr doch kurz unseren Lesern vor!
Der Impact Hub Ruhr ist in Essen, direkt am Hauptbahnhof und wurde vor einem Jahr von Ulrike Trenz, Benedikt Brester und mir gegründet, mittlerweile ist Franziska Krasnici noch mit im Team. Wir gehören zum weltweiten Impact Hub Netzwerk, was bedeutet, dass sowohl wir, als auch unsere Mitglieder global vernetzt sind. Im gesamten Impact Hub Netzwerk gibt es einen Fokus auf Social Entrepreneurship und Nachhaltigkeitsthemen, den wir bei unseren Veranstaltungen und Programmen immer mitdenken.

Wir möchten nachhaltige und social Startups im Ruhrgebiet fördern und für diese Szene eine Anlaufstelle bieten. Dabei schließen wir aber natürlich niemanden aus. Bei uns sitzen u.a. auch Freelancer, Angestellte, Studierende und andere Gründer*innen. Zudem bieten wir Workshops an, z.B. zu Themen wie Design Thinking, Business Model Innovation, UX Design und anderen Kreativmethoden. Wir organisieren und veranstalten u.a. Hackathons zu Themen wie GreenTech, EduTech und Klimaschutz und natürlich kann man auch unsere Räumlichkeiten für Veranstaltungen und eigene Workshops mieten.

Wie ist die Idee zum Impact Hub Ruhr entstanden?
Wir drei kennen uns über eine gemeinsame Freundin. Ulrike hat schon vorher zwei Jahre im Impact Hub Zürich gearbeitet und Benedikt irgendwann mit der Idee angesteckt. Ich war gerade auf der Suche nach einer neuen Aufgabe, als Benedikt mir von dem Plan einen Impact Hub im Ruhrgebiet zu gründen erzählt hat. Wir haben als Team gut zusammengepasst, uns zum richtigen Zeitpunkt getroffen und sind dann los gelaufen. Hier im Ruhrgebiet gibt es viele Unternehmen und die Startup-Szene wächst, in anderen Impact Hubs funktioniert die Zusammenarbeit zwischen diesen Partnern wunderbar. Das Ruhrgebiet hat in unseren Augen optimale Bedingungen und deshalb haben wir uns 2016 dazu entschieden einen Impact Hub im Ruhrgebiet zu eröffnen.

Welche Vision steckt hinter dem Impact Hub Ruhr?
Wir möchten das Ruhrgebiet zu einer Region machen, die für soziale Innovation und nachhaltiges Unternehmertum steht und das auch in unser globales Netzwerk spiegeln. Das schaffen wir natürlich nicht alleine, sondern möchten ganz viele Akteure, wie das Social Impact Lab oder Unternehmen und Verbände vor Ort mit einbeziehen und gemeinsam wirken. Konkret schaffen wir Angebote für Gründer*innen, bei denen sie sich vernetzen können, wo sie Wissen und Methoden für ihr Unternehmen erlernen und natürlich optimale Arbeitsbedigungen vorfinden. Zudem möchten wir auch die schon bestehenden Unternehmen mit ins Boot holen und sie auf neuen Wegen mit innovativen Methoden, Workshops und besonderen Veranstaltungen begleiten und beraten.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen?
Die größte Herausforderung ist natürlich den Laden erstmal ans Laufen zu kriegen. Also in der Region bekannt zu werden, zu erklären was Coworking ist und was der Mehrwert ist. Dann haben wir unser Angebot für Unternehmen auch immer wieder angepasst und verbessert, weil wir mit unserem ursprünglichen Angebot nicht die richtigen Abnehmer gefunden haben. Zudem ist das Geld natürlich immer knapp, damit muss man umgehen können.

Warum haben Sie sich für eine Crowdfundig Finanzierung entschieden?
Wir binden unsere Community immer mit ein, wenn es um die Gestaltungen der Räume geht oder bei Veranstaltungen und Workshops, bei denen sie ihr Wissen und ihre Expertise weitergeben können. Wir kommunizieren immer sehr offen, an welcher Stelle wir gerade stehen und was unsere Pläne sind. Und da wir die Finanzierung zur Einrichtung der neuen Räume nicht alleine stemmen können, setzen wir dort auch auf die Unterstützung der Community und Crowd. Das hat bisher auch gut geklappt.

Am ersten Tag haben wir direkt das erste Ziel von 5000€ geknackt und momentan haben wir die Hälfte der 25 000€, die wir benötigen, eingesammelt. Jetzt haben wir noch bis zum 22.06. und möchten in der Zeit noch weitere Unterstützer*innen aktivieren.

Wo sehen Sie die Vorteile gegenüber anderen Finanzierungsmöglichkeiten?
Die Vorteile sind u.a. dass man unabhängig von Banken oder Investoren ist. Man muss keine Prozente seines Unternehmens abgeben und kann innerhalb kurzer Zeit das Geld einsammeln. Ein weiterer wichtiger Punkt für uns ist die Aufmerksamkeit, die so eine Crowdfunding Kampagne mit sich bringt. Wir haben natürlich unser gesamtes Netzwerk und die Presse aktiviert und darum gebeten, die Kampagne zu teilen. Das ist für uns auch ein großer Mehrwert.

Was erhalten Unterstützer?
Unser Angebot an „Dankeschöns“ ist sehr vielfältig. Da gibt es T-Shirts und Taschen, aber auch einen Monat Coworken zum Sonderpreis von 50€. Wir bieten Tickets für unseren Design Thinking Kurs oder das Startup Bootcamp an. Dann haben wir noch ein paar Specials, wie eine Weihnachtsfeier bei uns im Space, inklusive Kegelbahn oder einen Cocktailabend mit dem Gründerteam. Ich glaube da findet jeder ein schönes Dankeschön. Einfach mal hier schauen: https://www.startnext.com/impacthubruhr

Was werden Sie nach erfolgreicher Finanzierung umsetzen?
Wir haben neben unserem Pilot Space, in dem wir jetzt schon ein Jahr drin sind, seit April einen weiteren 150m² großen Space für Workshops, Veranstaltungen und Coworking im Haus der Technik. Im Herbst kommt nochmal ein Space hinzu in dem Meetingräume, Telefonkabinen und ein großer Veranstaltungsraum eingerichtet werden. Davon geht dann auch die Kegelbahn ab.

Das Geld aus der Crowdfunding Kampagne nutzen wir, um diese neuen Räume weiter auszustatten. Wir brauchen noch eine Küche, sowie weitere technische Ausstattung und weitere Bürostühle und -tische, um genügend Arbeitsplätze einrichten zu können. Außerdem haben wir mit unserer Innenarchitektin Penelope Buchwald sehr coole individuelle Einbauten geplant, wie z.B. Meetingraumboxen oder die Telefonzellen, für die wir Handwerker beauftragen und Material kaufen müssen. Je mehr Geld wir bei der Kampagne einsammeln können, desto schöner und kreativer können wir die neuen Räume einrichten und für alle zu einem Lieblingsort machen.

Welche Vorteile bietet Impact Hub Ruhr? Was unterscheidet Sie von anderen Coworking Spaces?
Wie schon vorher gesagt gehören wir zu einem weltweiten Netzwerk und unsere Mitglieder können dadurch an 100 Standorten weltweit arbeiten und auch dort immer wieder in eine Community eintauchen. Wir verknüpfen sie weltweit mit Startups und Unternehmen, die in den anderen Impact Hubs sitzen und schaffen so überregionale Kooperationen. Außerdem bieten wir Programme und Förderungen für unsere Mitglieder. Wir haben z.B. eine Partnerschaft mit der Boston Consulting Group, die alle 3 Monate zu uns kommt und unsere Mitglieder berät, zudem bieten wir ein Startup Bootcamp an und immer wieder Workshops oder kleinere „Weiterbildungen“ in denen man Einblicke in neue Themenbereiche bekommt.

Wir kuratieren unsere Community und bringen die richtigen Leute zusammen, damit sich neue Projekte entwickeln können. Mit unserer Lage, direkt am Essener Hauptbahnhof, sind wir außerdem total zentral und super aus dem ganzen Ruhrgebiet erreichbar.

Impact Hub Ruhr, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In fünf Jahren möchten wir nicht nur in Essen einen Impact Hub bespielen, sondern auch in 2 andere Ruhrgebietsstädte expandieren. Zudem möchten wir unsere Community noch weiter vergrößern und in Zusammenarbeit mit anderen Partnern Accelerator Programme anbieten. In fünf Jahren wird sich die Gründerszene im Ruhrgebiet noch weiter entwickelt haben und mit ihr auch die Startups, die sich im Bereich Nachhaltigkeit bewegen. Die möchten wir natürlich unterstützen und bei uns sitzen haben, um das Ruhrgebiet gemeinsam zu einer Region zu machen, die für nachhaltiges Unternehmertum steht.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Vernetzt euch und geht auf Veranstaltung, wo ihr andere Gründer*innen und für euch und euer Business interessante Menschen trefft.

Nutzt eine Bühne, wenn ihr die Möglichkeit dazu habt. Geht auf Panels, Diskussionen, Messen etc. und stellt euch und eure Idee vor. Auch wenn es vielleicht am Anfang Überwindung kostet, nachdem man das ein paar Mal gemacht hat ist es nicht mehr schlimm.

Und räumt noch genug Zeit für Familie und Freunde ein. Macht schöne Sachen neben der Arbeit, damit ihr eure Batterien wieder aufladen könnt und auf andere Gedanken kommt. Achtet auf euch!

Fotograf Carsten Deckert

Wir bedanken uns bei Janna Prager für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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