Sobald es richtig losgeht sollte sich das Team, die Geschäftspartner und das Umfeld im Generellen so zusammengefunden haben

Mit imiji wird das Verwalten von Hochzeitsfotos einfach

Stellen Sie sich und das Startup imiji doch kurz unseren Lesern vor!
imiji ist ein Bildportal, Foto-App und Fotomanagement-Tool, welches Brautpaaren ermöglicht alle Bilder ihrer Hochzeit an einer Stelle zu sammeln, zu verwalten, mit ihren Gästen zu teilen und die Bilder weiterzuverwenden.
Dabei verfolgen wir vier Prämissen:
Praktisch – dem Brautpaar wird viel Arbeit abgenommen;
Einfach – weil imiji von jedem Gerät aus bequem erreichbar ist;
Sicher – weil sich Brautpaar und Gäste in einem privaten Netzwerk aufhalten und natürlich Spaß – denn die Nutzung von imiji erzeugt ein Gemeinschaftsgefühl und fordert zur gemeinsamen Aktivität auf.

Wie ist die Idee zu imiji entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
imiji ist eine typische Idee, die sich aus der Arbeitspraxis heraus ergeben hat: als langjähriger und erfahrener Hochzeitsfotograf kenne ich die Stärken und Schwächen der Produkte und Dienstleistungen, welche gängiger Weise bekannt sind. mir und meinen Kunden zur Verfügung stehen. Speziell im Hochzeits- und Eventbereich gab es keine Lösung die meine Wünsche und die meiner Kunden perfekt miteinander verbunden hätte – und genau hier setzt imiji an.

Die Frage nach dem Gründerteam ist in unserem Fall sehr interessant, denn dies war bereits eine der großen Herausforderungen, die sich mir in der Gründungsphase stellte. Da ich selber als Fotograf kaum IT-Kenntnisse mitbrachte musste ich ein Team zusammenstellen, das in der Lage ist meine Ideen und Visionen umzusetzen. Innerhalb kürzester Zeit wurde so aus einer Ein-Mann-Idee ein schlagkräftiges Team von acht Leuten, welches ein funktionierendes Produkt am Markt eingeführt hat nun weiterentwickelt. Ein heftiger Ritt, auf den wir alle sehr stolz sind.
Mein Dank gilt in diesem Zusammenhang übrigens dem Cyberforum Karlsruhe, die uns in Ihrem Inkubator, dem Cyberlab die letzten 7 Monate optimal betreut haben.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Da ich schon lange Jahre mit einem Fotostudio selbstständig war, wusste ich natürlich schon welche Herausforderungen im Generellen auf mich zukommen würden. Wie ich vorher schon gesagt habe, war es für mich persönlich die größte Aufgabe – vor der ich auch meinen größten Respekt hatte – eine Idee umzusetzen, obwohl ich völlig branchenfremd bin. Daher folgte ich einer sehr strengen Bottom-Up-Strategie, um jederzeit die Reißleine ziehen zu können. Ich hatte ja nicht nur mit imiji etwas zu gewinnen, sondern auch mit meiner bisherigen Selbstständigkeit mit meinem Fotostudio etwas zu verlieren, speziell vor dem Hintergrund der Verantwortung die ich für meine Mitarbeiter hatte und habe.

imiji wurde in der gesamten Proof-Of-Concept-Phase und in der Markteinführung eigenfinanziert. Mir war es wichtig eine solide Basis zu schaffen und zu beweisen, dass das Geschäftsmodell tragfähig ist. Klar, war das ein höheres Eigenrisiko aber dafür fühlen sich die ersten Umsätze umso besser an. Nun stehen wir an der nächsten Kreuzung und können entscheiden wohin die Reise geht. Eine Option wäre es das Entwicklungstempo anzuziehen und mehr ins Marketing zu investieren. Dazu führen wir schon die ersten Gespräche mit möglichen Investoren.

Wer ist die Zielgruppe von imiji?
In unserem Fall lässt sich die Frage ganz einfach beantworten: Brautpaare und ihre Gäste. Gelingt es uns die Nutzer mit unseren Ideen zu begeistern, so kann man sich imiji natürlich auf jeder Art von Event vorstellen. Das Konzept ist schon im „Kofferraum“ aber unser erstes Ziel ist es die erfolgreichste Hochzeits-App und Portal in diesem Bereich zu werden.

Wie funktioniert imiji?
Ganz einfach! Ein Brautpaar legt ein Album bei imiji an und lädt die Gäste direkt darauf ein. Das kann per Mail oder einem QR-Code sein. Die Gäste „verbinden“ sich so direkt mit dem Album und können zum Beispiel direkt von Ihren Smartphones aus die Bilder in das gewünschte Album hochladen. In Echtzeit und in der Originalqualität der Kamera! Weil ich als Gast aktiv teilnehmen kann, kann ich auch sofort die Bilder von anderen sehen und zudem Bilder liken, in Kürze auch kommentieren und sogar ein eigenes Best-Of-Album erstellen kann, motiviert mich die Teilnahme umso mehr. Und selbst wenn ich andere Gäste nicht kenne, so bin ich dennoch mit ihnen verbunden und kann mich austauschen.

In diesem Kontext kann man imiji als eine moderne Einwegkamera bezeichnen. Und der riesige Vorteil für das Brautpaar? Sie müssen sich nachträglich nicht um das mühselige Zusammensuchen der Bilder kümmern, sondern ihre Gäste machen das alleine, proaktiv und mit viel Spaß dabei.

Wie ist das Feedback?
Ohh, hier darf man nicht ins Schwärmen kommen aber es ist gewaltig. Wir haben im Vorfeld sehr viele Umfragen, Gespräche und auch Tests durchgeführt, so dass wir eigentlich immer sehr nah am Kunden entwickelt haben. Im Januar haben wir uns dann auf Hochzeitsmessen in Hannover, Dortmund, München und Münster direkt dem Kunden „gestellt“ um den letzten Beweis zu erbringen – nämlich der Frage ob die Kunden imiji auch kaufen werden. Und ja, wir waren sehr erfolgreich und die Kunden total begeistert!

imiji, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Kann man so weit in die Zukunft sehen? Ich denke der Blick bis zum Horizont und der Glaube an eine gute Idee lässt einen die richtigen Schritte machen. Der Weg ist aber klar, wir möchten imiji zur erfolgreichsten Wedding-App in Europa ausbauen und dann die Anwendung auch für andere Events und Lebensbereiche ausbauen. Dies wird eine große Aufgabe und ich denke dann werden die fünf Jahre auch ganz schnell vorbei gehen…

Zum Schluss: Welche drei Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Es sind im Großen und Ganzen die Tipps die man immer wieder lesen kann aber aus meiner Erfahrung würde ich noch anfügen, dass man eine Idee so lange alleine verfolgen sollte bis man sich sicher ist mit wem man sich zusammentun möchte, welche Aufgaben dann übernommen werden sollen und welche Erwartungshaltung damit verbunden ist. Denn sobald es richtig losgeht sollte sich das Team, die Geschäftspartner und das Umfeld im Generellen so zusammengefunden haben, um sich dann auf die wichtigen Aufgaben konzentrieren zu können. Sehr schnell übernimmt man Verantwortung für Kunden, Geldgeber, seine Mitarbeiter und auch für sich selbst.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Christian Kuckert für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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