Immer positiv bleiben, egal wie stürmisch es gerade sein mag

Berliner Startup IMANOX bringt mixed-reality in die Eventbranche

Stellen Sie sich Ihr Startup Unternehmen IMANOX doch kurz unseren Lesern vor!
Wir haben die IMANOX GmbH im Januar dieses Jahres gegründet. Wir, das sind Manuel Kolmet, Informatiker, und ich, Johannes Darrmann, Wirtschaftsjurist. Zusammen mit unserem Team und ausgewählten Partnern haben wir das intelligente Fotosystem FX.one entwickelt. FX.one gibt Nutzern, beispielsweise Gästen auf Veranstaltungen oder an anderen Orten die Möglichkeit, Fotos von sich in jeder nur denkbaren virtuellen Szenerie zu erstellen und so eine einzigartige Erinnerung mit nach Hause zu nehmen.

Das Design, die Hardware und die Software des FX.one haben wir selbst entwickelt und bringen automatische Fotosysteme damit auf ein neues Level. Besonders stolz sind wir darauf, dass unsere Software des FX.one ganz ohne den fehleranfälligen Greenscreen die Nutzer freistellt. Zudem arbeiten wir beim FX.one mit einer intelligenten Beleuchtungsanlage, die jeweils zur Szenerie die passenden Lichtverhältnisse schafft und den User auch dadurch optimal in die virtuelle Welt einbettet. Die Farb- und Größenanpassung der Nutzer werden für jeden Hintergrund individuell von unserem Algorithmus angepasst. So können die Nutzer – ähnlich wie in Photoshop – in mehrere Ebenen des Bildes in 3D eingebunden werden.

Die Hintergrundszenerien können, je nach Belieben des Veranstalters, designt und mit Markenbotschaften individualisiert werden. IMANOX verbindet somit Entertainment und Erlebniskommunikation auf interaktive und persönliche Art.

Wie ist die Idee zu IMANOX entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Ich habe neben dem Abitur im Europapark Rust gearbeitet. In den Pausen haben mich immer wieder Parkbesucher gefragt, ob ich ein Foto von ihnen vor unterschiedlichsten Hintergründen machen könnte. Es wurden nach und nach immer mehr Personen und die Fotowünsche immer individueller. Da wurde ich neugierig und habe angefangen die Besucher nach ihren Kriterien für das optimale Foto zu fragen. Schon schnell kristallisierten sich drei wesentliche Faktoren heraus: Die Menschen wollen sich vor der Kamera wohlfühlen, gut in Szene gesetzt werden und am wichtigsten ist es ihnen, vor außergewöhnlichen Hintergrundszenerien fotografiert zu werden.

Da es hierfür noch keine automatische Lösung gab, habe ich es zum Anlass genommen, die Grundidee eines solchen Fotosystems zu entwickeln – da war ich gerade 18. Ich selbst habe dann erst einmal Wirtschaftsrecht studiert und mir Unterstützung gesucht, gerade um die sehr technologischen Ideen und Features dieses Fotosystems zu verwirklichen. Mit Manuel habe ich genau den richtigen Partner gefunden. Er ist nicht nur ein sehr guter Entwickler, sondern entwickelt IMANOX durch eigene technische Ideen und Visionen um ein Vielfaches weiter als die anfängliche Idee.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
IMANOX will gesund wachsen. Eine große Herausforderung besteht darin Entwicklungsprozesse nicht zu überstürzen, sondern eine gesunde Basis zu schaffen, auch wenn dies meist etwas mehr Arbeitsinput bedeutet. In Bezug auf die Produktentwicklung, war vor allem der Entwicklungsaufwand der Software höher, als zunächst angenommen. Es hätte viele Ausfahrten mit niedrigerer Bild- und Prozessqualität gegeben, diese haben wir zum Glück nicht genommen, sondern an unserem Anspruch festgehalten. Das zeigt sich heute in der Qualität des FX.one Fotosystems.
Unsere Gründung wurde durch das Exist Gründerstipendium gefördert. Ausschlaggebend für die Förderung war der hohe technologische Anspruch, den wir mit Erfolg umgesetzt haben. Anfang Oktober 2017 haben wir nun unsere Anschlussfinanzierung erhalten und starten in den Markt.

Wer ist die Zielgruppe von IMANOX?
Zu unserer Hauptzielgruppe gehören Veranstalter und Agenturen, die Gästen bspw. auf Events die Möglichkeit geben wollen, ein außergewöhnliches Erinnerungsfoto zu machen. Sie selbst können so ihre Marke interaktiv kommunizieren. Zum anderen vermieten und/oder verkaufen wir FX.one an Unternehmen, die Standorte mit einer hohen Besucherfluktuation haben, an denen die Erlebniskommunikation essentiell für die Gewinnung weiterer Besucher ist. Damit meine ich zum Beispiel Freizeitparks, Konzerthallen und Stadien, aber auch Zoos, Museen, Kinos, Einkaufszentren, Produktionsstätten und viele weitere Orte.

Wie funktioniert das Fotosystem FX.one?
IMANOX erarbeitet im Vorfeld des Einsatzes ein Konzept für individuelle Hintergründe mit den Kunden. Diese werden dann erstellt und in den Algorithmus eingearbeitet. Die Gäste, z.B. auf einer Premiere von Star Wars, wählen ihren Lieblingshintergrund am Touchscreen aus und positionieren sich während des Countdowns im Fotosystem. Die Gäste werden so Teil der Szenerie. Anschließend können sie das Bild mit Filtern versehen, es sich als Email senden, in sozialen Netzwerken teilen und hochwertige Prints direkt am FX.one ausdrucken und mit nach Hause nehmen.
Der große Vorteil ist, dass das Erlebnis der Gäste hierbei im Fokus steht. Die Marke wird nativ transportiert. Der Veranstalter der Premiere bietet seinen Gästen ein außergewöhnliches Erlebnis und profitiert gleichzeitig von den geteilten Bildern in seiner Markensprache und mit seinen Botschaften.

FX.one erzeugt so eine Symbiose von natürlicher Markenkommunikation mit einem Erlebnis, das gerne geteilt wird.

Welche Vorteile bietet IMANOX? Was ist Ihr USP?
Neben dem Design und der leistungsfähigen Hardware, ist die Software im Bereich der Fotosysteme einzigartig. Sie fügt die Nutzer optimal realistisch in die Hintergründe ein, wodurch das Bild eine Wirkung erhält, die sonst nur durch einen professionellen Bildbearbeiter erreicht würde. So kann der Gast nicht nur vor einer klassischen bedruckten Pressewand stehen, sondern kann in viele verschiedene Szenerien eintauchen.

IMANOX hat einen Weg entwickelt, die Personen mit 3D Sensortechnik freizustellen. Normalerweise ist dafür ein großer, grellgrüner Stoff, der altbekannte Greenscreen, nötig. Die Software erlaubt es die Leinwand hinter den Nutzern, anstatt in dem störenden und fehleranfälligen Grün, in jeder beliebigen Farbe und mit jeder gewünschten Botschaft zu individualisieren. Zudem gibt es keine Bildfehler oder Grünabstrahlungen mehr, die beim Greenscreen unweigerlich bekannt sind. FX.one schafft durch native Markeneinbindung für den Kunden eine wesentlich größere organische Reichweite der geteilten Erinnerungsfotos. Es macht praktisch die Gäste zu freiwilligen Markenbotschaftern. Die Nutzer teilen ihr Bild nur, wenn es Ihnen wirklich gefällt.

IMANOX, wo geht der Weg hin? Wo seht ihr euch in fünf Jahren?
Das FX.one ist gerade erst auf den Markt gekommen. Momentan konzentrieren wir uns auf Berlin und die erste Resonanz unserer Kunden ist durchweg positiv. Gleichzeitig entdecken wir immer wieder neue Anwendungsfelder für das System und entwickeln es konstant weiter.

Es ist schwierig jetzt schon zu sagen, wo wir in 5 Jahren stehen, aber wenn ich mir etwas wünschen kann, dann wäre es, dass sich IMANOX und das FX.one System nicht nur in Deutschland zu der Lösung für Interaktive Markenkommunikation etabliert hat, sondern auch in Europa und vielleicht sogar darüber hinaus.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps geben Sie angehenden Gründern mit auf den Weg?
Der wichtigste Tipp ist immer positiv zu bleiben, egal wie stürmisch es gerade sein mag.
Zum anderen ist es wichtig, Themen frühzeitig in die Pipeline zu bringen und zu kommunizieren, selbst wenn sie erst zu einem späteren Zeitpunkt relevant werden. Das Unterbewusstsein sammelt in der Zeit periphere Informationen und fügt sie zu dem angesprochenen Thema hinzu.
Abschließend kann ich jedem empfehlen sich Mitgründer zu suchen, die einen sowohl fachlich als auch persönlich ergänzen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Johannes A. Darrmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

KOSTENLOSER NEWSLETTER

Erhalten Sie regelmäßig die neuesten Updates der internationalen Startup-Szene!

Hier finden Sie unsere Datenschutzerklärung

X