Findet eine Antwort auf die Frage, was euch dazu motiviert, morgens aus dem Bett zu steigen

imachs ist eine Plattform, die ihre User anhand von Fähigkeiten vernetzt

Stellen Sie sich und das Startup imachs kurz unseren Lesern vor!

imachs ist eine Plattform, die ihre User anhand von Fähigkeiten vernetzt. Zuerst wählt man seine Fähigkeiten aus. Danach erhält man passende Hilferufe von anderen Usern, die sich in der Nähe befinden. imachs steht als kostenlose App für Android und iOS zur Verfügung. Bald soll es auch eine Webversion geben.

Wir sind drei im Team: Rachid Mahdi und Amine Cherrered, zwei Freunde aus Colmar (Frankreich), und ich, ein Freiburger.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Die Idee ist es wert, aus der Schublade befreit zu werden.

Welche Vision steckt hinter imachs?

Jeder ist gut in etwas. Und wer gut in etwas ist, hilft in der Regel auch gerne damit. imachs macht das Nachhilfefragen und das Hilfeanbieten so einfach wie nur irgend möglich. Unsere Plattform trägt dazu dabei, dass die Gesellschaft sich näher kommt.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Technisch gesehen funktioniert imachs überall auf der Welt. Dabei setzt imachs aber eine gewisse Userzahl in einem bestimmten Radius voraus. Die haben wir in Freiburg erreicht: Derzeit gibt es dort ca. 1.500 User. Wer dort mit imachs nach Hilfe fragt, erhält sie auch. Überraschenderweise haben wir schon ein paar User in Neu-Delhi. Ein paar hundert müssten es sein, dann lässt sich auch dort eine Hiferuf absetzen. Für die Skalierung liegt noch einiges an Arbeit vor uns. Das Marketing wird immer unsere größte Herausforderung bleiben.

Bisher gehen wir das Projekt alleine an, wobei unsere Netzwerkpartnerinnen und -partner natürlich eine sehr große Rolle spielen.

Wer ist die Zielgruppe von imachs?

Alter, Geschlecht, Nasenlänge spielen keine Rolle – jeder kann imachs nutzen. Entsprechend verteilen sich unsere User. Was sich zur jetzigen Phase abzeichnet: Aktive Usergruppen sind allen voran Studenten und ältere Menschen.

Wie funktioniert imachs? Wo liegen die Vorteile?

Man kann sich imachs wie ein schwarzes Brett vorstellen. Mit dem Unterschied, dass nicht alles angepinnt wird. Wir filtern nach zwei Kriterien: Fähigkeit und Standort. Ich sehe nur, was zu mir passt. Das hat viele Vorteile gegenüber anderen Plattformen.

Erstens, unsere Plattform passt sich dynamisch an den User an, und nicht der User an die Plattform. Deshalb geht es bei imachs übersichtlich zu, was der Usability zugutekommt.

Zweitens, wir konzentrieren uns auf Fähigkeiten. Wir versuchen nicht eine Art „lokales Facebook“ zu sein, wo es auch um tausend andere Sachen geht, wie Warenkauf, Tausch, Veranstaltungen, Diskussionen, Bilder mit Glückskeksweisheiten drauf und so weiter. Es werden außerdem alle Fähigkeiten in einer einzigen Plattform abgedeckt. Eine Mehrfachanmeldung auf mehreren, themenspezifischen Plattformen – nur Handwerk, nur Sprachtandems, nur Dasunddas – ist nicht notwendig.

Und drittens, im Gegensatz zu Nachbarschaftsapps funktioniert imachs überall, auch von unterwegs.

Wie ist das Feedback?

Die Rückmeldungen hinsichtlich des Gesamtkonzepts sind sehr positiv. Vor kurzem wurden wir bei einem Startup-Pitch für die Region Südlicher Oberrhein als Publikumsliebling ausgezeichnet. Aber klar, Baustellen haben wir. Digitale Medien sind nie fertig. 

imachs, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Es wäre toll, wenn imachs in fünf Jahren überall genutzt wird. Wirklich überall.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ich habe nur einen Tipp: Findet eine Antwort auf die Frage, was euch dazu motiviert, morgens aus dem Bett zu steigen. Ohne das sind alle anderen Tipps nur Blabla.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Dominic Lammert für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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