Illulia individuelle Kinderportraits und Familienportraits nach Fotovorlage

Illulia verwandelt Schnappschüsse in Kunstwerke

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Illulia doch kurz vor!
Mein Name ist Christine Sehm und ich bin Designerin und Illustratorin und lebe mit meiner Familie in Berlin Mitte. Hauptberuflich bin selbstständige Grafikerin im Bereich Brand Design. Nach vielen Jahren in der Festanstellung in den Kreativagenturen der Werbebranche genieße ich es nun, selbstständig arbeiten zu können.
Seit meinem Studium „Kommunikationsdesign und Illustration“ in Hamburg zeichne ich gerne Kinder mit Bleistift, Buntstift und Tusche. Für Familie und Freunde entstanden auf Anfrage immer häufiger individuelle Zeichnungen. Letztes Jahr habe ich dann meinen Shop Illulia eröffnet (www.illulia.de) und biete individuelle Kinderportraits und Familienportraits nach Fotovorlage an.
Meine Kunden senden mir vorab Fotos zu. Die Zeichnung wird mit Bleistift gezeichnet und anschließend mit Tusche und Buntstift oder digital coloriert. Nach Freigabe seitens des Kunden erfolgt der Druck auf einem hochwertigen Fine Art Papier und wird – wenn gewünscht – auch mit einem passenden Bilderrahmen versandt.

Wie ist die Idee zu Illulia entstanden?
Einen Shop für Kinderportraits zu eröffnen, war eine spontane Idee. Angeregt durch eine Freundin, die meine zahlreichen Zeichnungen von Kindern sah und sagte: „Wenn ich das könnte, was Du kannst, hätte ich schon längst einen Shop errichtet.“

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung ist für mich das Marketing für Illulia. Eine Zeichnung ist immer etwas sehr Persönliches und Privates und diese zu vermarkten, fiel mir zu Beginn sehr schwer. Meine Zeichnungen wie ein Produkt zu behandeln, dass dargeboten, beworben und verkauft wird, daran musste ich mich zunächst gewöhnen. Das positive Kundenfeedback hat mich jedoch überzeugt und inzwischen macht es mir sehr viel Spaß, auch neue Kunden zu gewinnen.
Als Grafikerin konnte ich meinen Shop selbst einrichten und hatte glücklicherweise nur geringe Kosten. Illulia ist für mich eine Leidenschaft und ein Nebenverdienst zu meiner selbständigen Tätigkeit

Wer ist die Zielgruppe von Illulia?
In erster Linie sind es Eltern und Paten, die den Wunsch haben, einen besonderen Moment ihres Kindes festzuhalten. Mehr noch als ein Foto bietet eine Zeichnung eine besondere Wertschätzung und zeigt einen charakteristischen Ausdruck als bleibende Erinnerung an ein bestimmtes Alter. Ich hatte aber auch schon Bestellungen von Erwachsenen, die Ihre Eltern portraitieren ließen und umgekehrt Erwachsene, die sich selbst zeichnen ließen als Geschenk für Ihre Eltern.

Wie lange dauert es von der Bestellung bis das fertige Werk beim Kunden ist?
Zunächst bespreche ich mit dem Kunden die Fotos, die zur Wahl stehen. Anschließend wird die fertige Zeichnung dem Kunden digital zur Freigabe zugesendet und daraufhin gedruckt. Insgesamt dauert es etwa 14 Tage bis das fertige Bild beim Kunden mit der Post ankommt.

Wie ist das bisherige Kundenfeedback?
Sehr positiv, worüber ich mich jedes Mal freue. Ich verschicke eine Arbeit zur Freigabe erst, wenn mir diese auch selbst richtig gut gefällt. Manchmal gelingt dies auf Anhieb und manchmal gibt es mehrere Anläufe. Umso mehr bestätigt mich am Ende dann das positive Feedback für meine Arbeit.
Nicht nur die Eltern, auch die Kinder freuen sich, sich selbst auf den Bildern zu entdecken. Sie sind sehr stolz darauf und spüren die Wertschätzung. Eine Kundin schrieb mir, dass Ihre Kinder immer wieder fasziniert vor dem Familienportrait stehen und es betrachten, neue Details entdecken und beschreiben, was sie sehen.

Illulia, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In fünf Jahren sehe ich mich idealerweise mit vielen weiteren Portrait-Aufträgen, die ich gut allein bewerkstelligen kann. Ich möchte mich auf jede Zeichnung individuell einstellen können und mir dafür Zeit nehmen. Toll wäre es, ein eigenes Atelier zu haben.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Geduld ist immer ein guter Begleiter. Manche Dinge brauchen einfach Zeit. Wenn man etwas gründet, darf man nicht davon ausgehen, dass alles sofort passiert und erfolgreich ist. Wichtig ist es, einen langen Atem zu haben. Für manche Dinge muss man einfach ins kalte Wasser springen und loslegen, andere sollten wohl überlegt sein und genügend Zeit dafür eingeplant werden. Wie in der Festanstellung gibt es in der Selbstständigkeit Hochs und Tiefs. Erst im Nachhinein versteht man, dass man an den schwierigen Kunden oder Aufträgen am meisten gelernt hat und sich weiterentwickeln konnte. Und das spornt wiederum an, einfach weiterzumachen. Die Freiheit, die man in der Selbständigkeit hat, ist es in jedem Fall ein unschätzbarer Wert und das größte Gut, dass einem auf dem Weg begleitet.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Christine Sehm für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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