Donnerstag, Dezember 8, 2022

Sprecht wann immer es möglich ist über eure Idee und haltet sie nicht geheim. 

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Die Gründer von ichó, dem smarten Therapieball für neurologische Erkrankungen, wie Demenz, Schlaganfall, Parkinson, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup  ichó doch kurz vor!

Wir sind Alkje, Mario und Steffen von ichó, dem smarten Therapieball für neurologische Erkrankungen, wie Demenz, Schlaganfall, Parkinson, MS oder Autismus. Der ichó Therapieball reagiert auf Bewegungen mit farbigem Licht, Vibration und Musik. Beispielsweise spielt ichó die Lieblingsmusik ab, wenn er geschüttelt wird, oder startet Rätsel, wenn man ihn streichelt. Ichó und die Förderspiele regen ideal die Lernprozesse im Gehirn an und verbessern so die Motorik und Kognition des Nutzers.

Wie ist die Idee zu  ichó entstanden?

Unsere Großeltern waren an Demenz erkrankt, das war eine sehr intensive und herausfordernde Zeit für die ganze Familie. Gleichzeitig entstand der Wunsch einen neuen Weg zu finden, Kommunikation da aufzubauen, wo sie abbaut, um seine Oma oder seinen Opa nicht zu verlieren

Welche Vision steckt hinter  ichó?

Der Zugang zu therapeutischen Leistungen wird immer schwerer. Mit ichó wollen wir jedem Patienten eine bestmögliche therapeutische Versorgung bieten. Individuell, unbegrenzt und einfach zuhause anwendbar.

Wer ist die Zielgruppe von  ichó?

Begonnen haben wir mit ichó für Demenz. Heute können alle Patienten mit neurologischen Erkrankungen ichó nutzen. Das geht vom Autismus bis zur Zerebralparese, überall wo die Kognition und Motorik gefördert werden muss.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

DHDL hat viel für die deutsche Startup Kultur geleistet. Uns wurde bereits häufig angeraten sich zu bewerben, da wir ein Thema bearbeiten, das hochrelevant für unsere Gesellschaft ist und Betroffenen wie Angehörigen viel helfen kann. Erst jetzt fühlten wir uns aber bereit für diesen Schritt.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Die Sendung selbst sowie die Löwen sind uns Gründern von Anfang an bekannt, dennoch haben wir nochmal genau den Background jedes Löwen recherchiert.
Da wir schon sehr häufig auch vor Investoren gepitcht haben, haben wir Routine in der Pitchvorbereitung. Allerdings war die Sendung doch nochmal eine ganz besondere und hoch emotionale Situation, auf die man sich einfach nicht vorbereiten kann. 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Erstmal ist es eine tolle Bestätigung, dass wir mit unserem Produkt auf dem richtigen Weg sind und vor allem eine Lösung vorstellen, die auf großes öffentliches Interesse stößt. Wir freuen uns sehr, in diese Liga einreihen und diese Erfahrung gemacht haben zu dürfen.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf ichó aufmerksam werden?

Für eine echte Einschätzung ist es heute noch zu früh. Rückblickend sind viele kleine Teilschritte ausschlaggebend für die Richtung, die wir einschlagen. Jeder Pitch hilft uns unsere Vision zu schärfen, jeder Kunde hilft uns unser Produkt besser zu machen.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Grundsätzlich waren wir auf alle Investoren vorbereitet. Aufgrund des hohen technischen Charakters war Carsten Maschmeyer für uns natürlich naheliegend. 

 ichó, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Die Probleme aufgrund des demographischen Wandels werden sich in den nächsten 5 und 10 Jahren erheblich zuspitzen. Das sieht man am Pflege- und auch Therapeutennotstand heute sehr deutlich. Hier wollen wir mit ichó unterstützen, sodass ichó in 5 Jahren eine etablierte Gesundheitsleistung ist, die aktiv den Patienten in ihrem Therapieprozess unterstützt und das über die Grenzen Deutschlands hinaus.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Fangt an. Jeden Tag, auch wenn es anfangs nur eine Stunde eurer Zeit ist. Versucht eure Idee zu kommunizieren, so schärft ihr auch euer eigenes Verständnis.

Sprecht wann immer es möglich ist über eure Idee und haltet sie nicht geheim. Keine Angst, keiner wird sie stehlen aber nur wer anfängt über sein Produkt zu sprechen, trifft auf die Menschen, die einen weiterbringen.

Gründet nicht allein. Die Herausforderungen sind größer als ihr denkt, der Weg ist schwerer als gedacht, das Tal der Tränen länger als erwartet. Dein Team, deine Mitgründer, das sind die Leute, die ein Startup tragen. Das beste Produkt scheitert am schlechten Team, die schlechteste Produktidee wird durch das beste Team zum Unicorn.

Bild: V.l.: Steffen Preuß, Alkje Stuhlmann, Mario Kascholke und Eleftherios Efthimiadis präsentieren mir „ichó“ einen Trainingsball für Demenzkranke. Unterstützung bekommen sie von Martin Rütter (ganz l.), dessen Mutter schwer an Demenz erkrankt war. Sie erhoffen sich ein Investment von 1.500.000 Euro für 15 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen.  Foto: RTL / Frank W. Hempel

ichó ist am 03.Oktober 2022 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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