Glaubt an eure Idee, denn es gibt einen Grund, warum ihr gegründet habt!

Ich will ein Pony: Individualisierbares Online-Tagebuch rund um die Schwangerschaft und das Baby

Stellen Sie sich und das Startup Ich will ein Pony doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Mann Philipp und ich haben Ich will ein Pony im letzten Jahr als Familienunternehmen gegründet.

Wir bieten werdenden und frisch gebackenen Eltern ein liebevoll gestaltetes und individualisierbares Online-Tagebuch als Begleiter für ihre Gedanken rund um die Schwangerschaft und die Zeit mit Baby an. Das Babytagebuch kann mit Fotos und Texten befüllt und mit den Liebsten geteilt und werden. Vom Spielplatz aus mit dem Handy mal eben einen Schnappschuss für die Oma hochladen geht genauso einfach wie aus dem Tagebuch ein Fotobuch zu erstellen. Damit bin ich auch schon bei unserem Lieblingsfeature: Das Babytagebuch ist automatisiert als hochwertiges Fotobuch mit allen Texten und Fotos druckbar. Denn alle Eltern wünschen sich ein Fotobuch, aber keiner hat Zeit dafür!

Von der Idee her sind wir die Patentante, der man seine Fotokiste in die Hand drückt, damit sie alles ordnet, beschriftet und ein Fotoalbum daraus bastelt. Nur in digital

Wie ist die Idee zu Ich will ein Pony entstanden?
Dazu inspiriert hat uns unser Sohn, dem wir eines Tages zeigen möchten, wie viel Glück er uns bringt. Heutzutage knipst man Hunderte von Fotos, aber sie verschwinden auf Handys, Festplatten und Kameras. Wenn man sich daran erinnern möchte, wann das Kind beim Backen ohne Wimpernzucken in eine Zitrone gebissen hat, findet man den Schnappschuss nicht mehr.

Wir haben nach einer Möglichkeit gesucht, unsere Bilder an einem geschützten Ort zu speichern und mit Erinnerungstexten zu versehen, in denen man zurückblättern kann. Außerdem wollten wir unser „Abenteuer Baby“ mit der Familie teilen, die nicht um die Ecke wohnt – und wir sind kein Fan davon, Kinderfotos in die Sozialen Medien zu stellen. Da Philipp Webentwickler ist und ich mich beruflich viel mit Kommunikation beschäftige, haben wir unsere Expertise zusammengeschmissen und ein Babytagebuch geschaffen, das unsere Ansprüche vereint. Das bieten wir nun auch anderen Eltern an.

Welche Vision steckt hinter Ich will ein Pony?
Wir wünschen uns, dass möglichst viele Eltern ihre Erinnerungen mit Ich will ein Pony für ihre Kinder verwahren können. Es ist nicht selbstverständlich, dass Eltern ihren Kindern Geschichten von früher erzählen können. Eltern werden krank, Fotos können verloren gehen, Festplatten kaputt. Wenn im Alter von sechs Jahren die sogenannte Kindheitsamnesie einsetzt, die das unbewusste Erinnern verdrängt, bleibt von den ersten Lebensjahren nichts Konkretes zurück. Das ist schade, denn Erinnerungen sind das Wertvollste, das wir besitzen. Sie sind unsere Vergangenheit, sie machen aus, wer wir sind. Mit unserem Online-Tagebuch füllt sich die Schatzkiste der Erinnerungen wie von selbst und bleibt mit samt dem Fotobuch für immer. Für uns fühlt sich Ich will ein Pony mehr nach einer Mission, als nach einer Vision an.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Als wir uns aufgrund der sich häufenden Nachfragen beschlossen haben, das Babytagebuch als Produkt herauszubringen, haben wir lange über unserer Botschaft gebrütet. Für uns selbst waren die Gründe für die Nutzung unseres eigenen Babytagebuchs vielseitig: Wir sind beide fotobegeistert, ich bin schreibverrückt, und unsere Familien wollen hautnah dabei sein, wenn unser Kleiner etwas Neues erlebt – aber was ist der Mehrwert für andere? Vom Datenspeicher zum privaten Blog kamen wir darauf, dass sich im Kern alles darum dreht, Erinnerungen zu verwahren.

Wir investieren selbst in unser Startup – hauptsächlich durch Arbeitskraft und sind nicht fremdfinanziert. Der Großteil aller Frankfurter Gründungen, die nach fünf Jahren noch am Markt bestehen, ist organisch gewachsen, ohne Fremdkapital. Das macht uns Mut!

Wer ist die Zielgruppe von Ich will ein Pony?
Moderne Eltern, Schwangere und Co-Schwangere (die aufgeregten Papas!). Vor der Geburt verspüren viele Mütter das Bedürfnis, die besondere Zeit in ihrem Leben zu dokumentieren. Nach der Geburt sind es häufig die Väter, die die Rolle des Familienfotografen übernehmen. Ich will ein Pony ermöglicht aber auch Großeltern, Geschwistern und Freunden, diese Aufgabe zu übernehmen, wenn die Eltern sich das wünschen. Dadurch, dass man ein Fotoalbum automatisch erzeugen kann, ist das Tagebuch aber auch für Familien mit älteren Kindern interessant.

Wie funktioniert  Ich will ein Pony? Welche Vorteile bietet Ich will ein Pony? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Bei uns bucht man seinen Babyblog im Abo, wahlweise pro Monat oder fürs Jahr. Man erhält damit einen eigenen, geschützten Blog, in den man über Smartphone, Tablet, PC oder Mac seine Fotos und Texte einstellen kann. Textlänge und Bilderanzahl pro Eintrag sind unbegrenzt.

Hat man genug Beiträge zusammen, kann man jederzeit ein Fotobuch daraus drucken. Es ist mit einem Klick automatisiert vorausgefüllt. Bei Bedarf kann man es anpassen: Bilder entfernen, umsortieren oder Texte im Nachhinein verändern, das ist alles möglich. Das Fotobuch kann man mit oder ohne Texte drucken. Die Web-App kümmert sich mit Hilfe künstlicher Intelligenz um das Layout, so dass der Kunde sich nicht mit einer Fotobuch-Software herumschlagen muss, bei der ständig irgendwelche Linien verrutschen. Der Kunde wählt lediglich das schönste Layout für jede Seite aus. Alternativ druckt er es so, wie es bei der automatisierten Erstellung vorgeschlagen wird – je nachdem, wie viel Zeit er hineinstecken möchte.

Im Gegensatz zu anderen Produkten ist Ich will ein Pony kein Babytracker. Unser Fokus liegt nicht auf der Erfassung von Daten, wie etwa dem wöchentlichen Messen des Schwangerschaftsbauchs oder der letzten Untersuchungsergebnissen vom Kinderarzt. Wir konzentrieren uns auf die Geschichten, die unsere Kunden in Text und Bildern erzählen möchten.

Ich will ein Pony, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir möchten in gesundem Maße wachsen und uns dabei das Persönliche unserer Marke erhalten. Wir wollen für alle Eltern, die ihr Kind nicht auf Social Media zeigen wollen, die bekannte Alternative sein.

Abgesehen davon haben wir noch jede Menge Ideen für Features. Jedes Gespräch mit unseren Kunden bringt eine Handvoll neue. Den engen Kontakt zu unseren Kunden möchten wir uns bewahren, denn der Dialog ist spannend und bereichernd. Es ist wie neue Freunde kennenlernen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Glaubt an eure Idee, denn es gibt einen Grund, warum ihr gegründet habt!

Unbedingt ausprobieren, auch wenn Eltern und Freundeskreis einen Schreck kriegen, weil ihr den sicheren Hafen des Angestelltseins verlasst! Ihr werdet so viel lernen, wenn ihr einfach beginnt.

Erhaltet euch auch nach der Gründung den Mut, Neues zu wagen! Die Gründung ist nicht der abschließende Schritt auf unsicherem Terrain, sondern der Erste …

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Imme und Philipp Scheit  für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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