Offen und unvoreingenommen an neue Situationen und Aufgaben herangehen

IceDrake Baby- & Kindermode in Bio Qualität

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen IceDrake doch kurz unseren Lesern vor!
Ganz einfach gesagt stellt IceDrake Baby- & Kindermode in Bio Qualität her. Ökologische Textilien für Kinder gibt es bereits viele, jedoch sind diese meist nicht konsequent umgesetzt, oder oftmals sehr teuer … und genau da setzen wir an. Wir produzieren unsere Bekleidung nach den strengen ökologischen und sozialen Richtlinien des Global Organic Textile Standard (GOTS). Dadurch können wir gewährleisten, dass bei unserer Kleidung vom Anbau der Bio Baumwolle, bis hin zum fertigen Kleidungsstück inklusive der Drucke, auf gesundheitsschädliche Chemikalien verzichtet wird und auch die beteiligten Menschen von der Arbeit leben können. Unser Geschäftskonzept basiert auf dem reinen Vertrieb über unseren eigenen Online-Shop, sowie über Online-Marktplätze. Das spart Handelsmarge, wodurch wir unseren Kunden bezahlbare Preise für unsere Baby- & Kindermode in Bio Qualität bieten können. Unsere Kollektion werden wir Stück für Stück erweitern, anstatt ständig neue Kollektionen zu produzieren. Viele Kinder möchten ihr Lieblingsteil auch in der nächsten Größe noch anziehen, was bei den üblichen großen Wettbewerbern durch deren schnelle Kollektionswechsel nicht mehr möglich ist. Bei uns gibt es das Lieblingsteil auch noch in der nächsten Größe zu kaufen.
Mit unserer Marke IceDrake sind wir seit Mai 2016 online … wir, das sind Jeanette & Jens Fischer. Außer Geschäftspartnern, sind wir auch seit langer Zeit ein Paar und Eltern einer Tochter.

Wie ist die Idee zu IceDrake entstanden?
Als Eltern eines neugeborenen Erdenbürgers ist man gerade im ersten Jahr ständig am Einkaufen von Kinderklamotten. Hinzu kam, dass zu dieser Zeit die Medien voll waren von den Unfällen in den Textilfabriken in Bangladesch und etliche Testberichte von Schadstoffbelastungen in Kindertextilien veröffentlicht wurden. So waren auch wir sehr sensibilisiert für dieses Thema, denn es betraf uns ja direkt und wir fingen an uns für Biotextilien, vorerst im Kinderbereich, zu interessieren. Auf der Suche nach Bio Kinderbekleidung haben wir uns immer wieder gefragt: „Warum ist Bio Kinderkleidung im Vergleich zu konventioneller Kinderkleidung so teuer.“
Da wir beide nicht aus dem Textilbereich kommen, mussten wir Wochenlang recherchieren. Nach dieser intensiven Recherche kamen wir auf neue Lösungswege, wie man den Kunden bezahlbare, hochqualitative Bio-Kleidung anbieten kann, welche unter vernünftigen Bedingungen produziert wurde und das alles auch noch transparent über ein Siegel (GOTS) belegbar ist. So entstand dann die Geschäftsidee zu IceDrake.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Der Wunsch nach selbstbestimmtem Arbeiten war bei uns schon seit längerem vorhanden. Durch das Problem mit den teuren Bio Kindersachen sind wir auf die Idee mit dem Online Label gekommen und sahen die Möglichkeit uns Selbständig zu machen als realistisch. Außerdem finden wir es unheimlich spannend ein Produkt zu entwickeln und zu vermarkten, das zur Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung beiträgt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Spontan fallen uns da 3 große Herausforderungen ein … zum einen ist da der Aufbau unserer Selbständigkeit neben Beruf und Kind, wodurch Zeit einfach immer Mangelware ist. Egal, welches Thema man angeht, einfach mal konzentriert längere Zeit an einem Thema arbeiten ist fast unmöglich. Hinzu kommt, dass man in Wirklichkeit noch viel Länger an einem Thema sitzt, da man sich meist nach einer Unterbrechung erst mal wieder rein finden muss ins Thema. Das braucht schon ziemlich viel Geduld, Beharrlichkeit und teilweise auch Gelassenheit.
Die zweite große Herausforderung war die Auswahl des Textil-Zertifikates. Wir waren überrascht und Anfangs auch leicht überfordert von der riesigen Menge an unterschiedlichen Textilsiegeln. Wenn man sich mit diesen im Detail beschäftigt, wird einem leider nur zu gut klar, warum der Endverbraucher in diesem Siegel-Dschungel sich kaum zu Recht finden kann. Am Ende kam für uns eigentlich nur ein einziges Textil-Siegel in Frage – GOTS. Hier sind faire, ökologische und nachhaltige Produktionsbedingungen in einem Siegel vereint und dies wird auch von unabhängigen Stellen überprüft und zertifiziert.
Und „last but not least“ wäre da das ganze Thema der Herstellung. Angefangen von der Kollektionsentwicklung über die Lieferantensuche bis hin zur Produktion. Da wir uns zu 100% aus eigenen Mitteln finanzierten, haben wir uns von Anfang an bei vielen Themen sehr enge finanzielle Grenzen gesetzt. Bei der Lieferantensuche gab es vor allem Verständigungsprobleme, da die meisten Lieferanten oftmals schlechtes bis gar kein Englisch sprachen, wir aber im Gegenzug auch kein Türkisch. Die Mindestabnahmemenge war auch immer ein Thema, da wir erst mal an kleinere Mengen interessiert waren, um unser finanzielles Risiko so gering wie möglich zu halten. Hinzu kam dann die Phase der Produktion, was glauben wir insgesamt die größte Herausforderung mit sehr viel Schlafmangel war. Denn wer glaubt, dass die Kleidung genau so produziert wird, wie es gewünscht ist, der irrt. Es brauchte zig Durchläufe mit Musterproben bis die Textilien auch wirklich all unseren Anforderungen entsprach.

Wer ist die Zielgruppe von IceDrake?
Unsere Kern-Zielgruppe sind Mütter, aber auch die Väter. Großeltern und Tanten/Onkels zählen ebenso zu unserer Zielgruppe. Diese haben Kinder, Enkelkind oder Nichten/Neffen im Alter von ½ Jahr bis momentan 5 Jahren. Unsere Zielgruppe möchte mit gutem Gewissen Kinderkleidung einkaufen und sich darauf verlassen, dass diese ohne schädliche Chemikalien produziert wurde. Unsere Zielgruppe informiert sich vorwiegend online über Baby und Kinderthemen und kauft auch online ein.

Was ist das Besondere an der Mode?
Unser Slogan ist ja „ tierisch cool und kompromisslos gut“.
Dies bezieht sich zum einen auf das Design der Motive, denn hier sind wir anders als die gängigen Hersteller von Bio Kinderkleidung. Desweiteren ist IceDrake eine reine Online-Marke, die ausschließlich über den eigenen Online-Shop sowie andere Online Marktplätze erhältlich ist. Der Verzicht auf weitere Zwischenhändler spart Handelsmarge, wodurch wir unseren Kunden ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten können. Die Kinderkleidung wird nach dem GOTS Standard produziert, was einer der höchsten Textilstandards ist. Hinzu kommt, dass wir Stück für Stück unserer Kollektion erweitern werden anstatt ständig neue Kollektionswechsel anzubieten. Das hat den Vorteil, dass das Lieblingsstück, auch nach der Saison, noch in der nächsten Größe verfügbar ist.
In einem Satz gesagt:
IceDrake produziert GOTS zertifizierte, qualitativ hochwertige Kinderkleidung aus Bio Baumwolle, gepaart mit witzigen Tier-Motiven und einem Preis, der für jedermann bezahlbar ist … einfach „tierisch cool und kompromisslos gut“.

Wo wird die Mode produziert?
Unsere Waren werden aktuell in der Türkei produziert. Wir haben uns dafür entschieden, weil die Türkei eines der größten Anbauländer für Bio-Baumwolle ist und eine sehr erfahrene und professionelle Textilindustrie hat. Der Anbau der Bio-Baumwolle, sowie auch die komplette Verarbeitung geschehen zentral in der Türkei, so fallen nur möglichst kurze Transportwege an, wodurch die Umwelt zusätzlich geschont wird. Auch in Zukunft werden wir an Produktionsstandorten in Europa festhalten.

IceDrake, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In 5 Jahren werden wir ein Unternehmen sein, was gesund und nachhaltig wächst. Unsere Marke IceDrake wird dann eine bekannte Marke bei Eltern und Großeltern und ein Unternehmen sein, das in engem Kontakt mit seinen Kunden steht. Wir werden unser Angebot umfangreich erweitern, wobei wir unsere Kunden stark mit einbeziehen. IceDrake wird dann auch in vielen weiteren Ländern vertreten sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Offen und unvoreingenommen an neue Situationen und Aufgaben herangehen.
Entscheidungen treffen, später zu seinen Entscheidungen stehen und notfalls die Verantwortung dafür übernehmen. Fehlentscheidungen wird man nicht vermeiden können, wichtig ist nur, wie man damit umgeht und was man daraus lernt.
Auszeiten nehmen, spazieren gehen, Sport machen, damit Körper und Geist gesund bleiben. Die Gedanken einfach mal schweifen lassen, denn so entstehen oftmals andere Blickwinkel und neue Ideen.

 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Jeanette & Jens Fischer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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