Sie entscheiden über Sieg oder Niederlage!

iCarrier App rund um Problemlösungen im Alltag

Stellen Sie sich und die App iCarrier doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Name ist René Schmidt, ich bin 34 Jahre alt, bin verheiratet, glücklicher Vater einer kleinen Tochter und wir leben in Feucht im wunderschönen Franken. Ich bin gelernter Kaufmann, hauptberuflich in der Logistik tätig und bin nebenberuflich im Bereich der Alltagsdienstleistungen selbständig. Privat interessiere ich mich sehr für Technik & neue Medien und habe auch sonst ein sehr breit gefächertes Allgemeinwissen. Erholung von unserer schnelllebigen Welt suche ich regelmäßig in der Natur bzw. in den Bergen. Ansonsten bin ich ein sehr humorvoller, ehrgeiziger und direkter Mensch.

iCarrier wird eine App in der es um Hilfestellung rund um Problemlösungen im Alltag geht. Man kann einerseits gratis Kleinanzeigen mit einem Hilfegesuch erstellen und günstig Unterstützung von seinen Mitmenschen finden oder man wird selbst tätig und unterstützt die Menschen bei ihren Anliegen und kann sich somit im Alltag einen kleinen Nebenverdienst erwerben.

Wie ist die Idee zu iCarrier entstanden und warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?
Der Grundgedanke zur App ist eigentlich sehr banal entstanden. Ich lag eines Sonntagabends mit meiner Familie am Sofa und plötzlich hatten Alle Lust auf Essen von einer bekannten Fastfoodkette. Das Problem war jedoch, dass weder meine Frau noch ich Lust hatten dort hin zu fahren. Da sagte ich zu meiner Frau, dass wenn uns jemand das Essen jetzt bringen würde, zahle ich ihm 10€ dafür. Es hätte sicher genügend Menschen gegeben die es getan hätten, aber wie jemanden finden? Ich habe mein Glück mit einem Post in einer öffentlichen Gruppe bei Facebook versucht, aber wie das endete kann man sich ja vorstellen. Da kam mir zum ersten Mal der Gedanke wieso es denn keine App für solche Anliegen gibt.

In den darauf folgenden Wochen begegneten mir immer wieder Situationen in denen ich bzw. meine Frau Unterstützung von jemanden gebraucht hätten. Meine Frau wollte z.B. unbedingt die Kinderschuhe aus einem Discounterprospekt für den Kindergarten. Da wir beide aber arbeiten mussten und die Aktionsware erfahrungsgemäß am Abend schon vergriffen ist, hätten wir kurzfristig jemand gebraucht der uns diese mitbringt. Es sind ja genügend Menschen morgens vor Ort, aber wie jemanden ausfindig machen der uns die Ware mitbringt?

Zu guter Letzt ist am Sonntag darauf mein Auto nicht angesprungen und ich musste Montags nach München. Da die Werkstätten zu hatten und ich nicht Mitglied in einem Automobilclub bin wusste ich nicht was ich tun soll. Ich überlegte wie ich schnell und günstig einen Privatmann finde der mir helfen kann und versuchte mein Glück bei Ebay Kleinanzeigen (ggf. in einer Kleinanzeigenapp), inserierte in der Rubrik Dienstleistungen und musste schnell feststellen, dass diese zu 90% aus Verkaufsanzeigen statt aus Dienstleistungsanzeigen besteht. Da sich der erste Interessent erst am Dienstag meldete, musste ich mit dem Zug fahren.

Parallel hierzu hatte ich in meinem Nebenerwerb das Problem regelmäßig passende Gelegenheitsjobs zu finden. Es gibt zwar Apps für einzelne Nischen wie Haushaltshilfen oder Pflegepersonal, aber nichts was den Dienstleistungsmarkt von A-Z abdeckt. Und wie bereits erwähnt, in großen Kleinanzeigenapps sind unter der Rubrik Dienstleistungen fast nur Verkaufsanzeigen, und da gehen die Dienstleistungsgesuche vollkommen unter. Und genau da schloss sich für mich der Kreis und mir wurde klar, dass hier Handlungsbedarf herrscht. Je mehr ich über das Konzept nachdachte, desto mehr wurde mir bewusst wie groß das Potential und der Markt einer solchen Plattform ist. Da ich nicht glauben konnte, dass es eine App in dieser Form noch nicht gibt, recherchierte ich nochmal gründlich und wurde auch fündig. Es existieren bereits ähnliche erfolgreich etablierte Formate, jedoch nicht in Deutschland sondern auf dem amerikanischen Markt. Somit beschloss ich iCarrier zu gründen.

Welche Vision steckt hinter iCarrier?
Meine Vision ist es, dass mit iCarrier jeder Mensch schnell, unkompliziert und kostengünstig, kompetente Hilfe für jegliche Probleme & Anliegen im Alltag finden kann.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Diese Frage lässt sich sehr einfach beantworten, da ich mich aktuell in dieser Phase befinde. Thema Netzwerk! Ich möchte dieses Vorhaben per Crowdfunding finanzieren und genau hierin liegt auch die größte Herausforderung. Ein Konzept aufstellen, Kosten erörtern, Design und Funktionen der App ausarbeiten, ein Crowdfundingprojekt auf die Beine stellen etc., das Alles lässt sich mit dem nötigen Knowhow, Kontinuität und dem verbundenen Zeitaufwand entsprechend umsetzen. Aber was ich vollkommen unterschätzt habe, ist die Öffentlichkeitsarbeit um das Projekt publik zu machen! Natürlich ist jeder der so einen Schritt geht vollkommen euphorisch von seiner Idee überzeugt und sich zu 100% sicher, dass es ein Selbstläufer wird, jedoch muss ich an dieser Stelle jeden sofort auf den Boden der Tatsachen holen.

Es ist knallharte und sehr zeitintensive Arbeit! Ich bin mit meinem Projekt in der 2. Augustwoche 2017 in die Startphase gegangen. Es hat über eine Woche und etliche Posts in diversen Gruppen gedauert bis ich die ersten 5 „Gefällt mir“ auf der iCarrier-Facebookseite hatte. Da wurde mir klar was auf mich zukommt. Seitdem investiere täglich meine komplette Freizeit in das Thema, was auch belohnt wurde. Heute, Ende August bekomme ich regelmäßig tolles Feedback zu meinem Projekt und ich habe knapp 100 Likes. Klar, das ist nicht viel und noch lange nicht das was ich anstrebe, aber es ist ein exponentieller Anstieg erkennbar und somit auch ein messbarer Erfolg der investierten Zeit. Aber es ist natürlich noch ein weiter und arbeitsintensiver Weg bis ans Ziel, den ich um meine Idee zu verwirklichen aber gerne gehe!

Warum haben Sie sich für eine Crowdfunding Kampagne entschieden?
Crowdfunding ist meiner Meinung nach die moderne und zeitgemäße Art, Ideen von Jungunternehmern und zu Startups zu verwirklichen. Daneben bietet es einige Vorteile gegenüber den klassischen Finanzierungsmodellen.

iCarrier App AlltagWo sehen Sie die Vorteile gegenüber anderen Finanzierungen?
Einen großen Vorteil in Crowdfunding sehe ich darin, dass man sich bei erfolgreicher Finanzierung bereits vor dem Start des Unternehmens einen großen Bekanntheitsgrad aufgebaut hat und somit im Bereich Marketing nicht bei Null anfangen muss. Auch Kosten für Marktforschung kann man sich sparen, denn wenn die Idee niemanden interessiert und überzeugt bzw. keiner das daraus resultierende Produkt nutzen will, wird es auch keiner mit seinem eigenen Geld finanzieren. Des weiteren können die zukünftigen Verbraucher/Nutzer das Endergebnis mitgestalten. Man kann das Feedback der Unterstützer in das Produkt mit einfließen lassen und somit ein benutzerorientiertes Resultat erzielen.

Was werden Sie nach erfolgreicher Finanzierung umsetzen?
Ich werde die App nach meinem Konzept und Designvorstellungen programmieren lassen. Zeitgleich werden erste Marketingkampagnen geschaltet und ein vorerst kleines kompetentes Team zur Einführung, Instandhaltung und Weiterentwicklung von iCarrier zusammengestellt. Daraufhin folgt die Markteinführung.

Wer ist die Zielgruppe von iCarrier?
Die Zielgruppe sind schlichtweg wir alle, da jeder Mensch mal Unterstützung benötigt oder andersherum Hilfestellung bieten kann.

Wie funktioniert die App?
Ich möchte mit iCarrier eine App für iOS & Android entwickeln, mit der man bezahlbare Hilfe für jegliche Probleme und Anliegen im Alltag finden kann. Die Funktionsweise soll dabei ganz simpel sein. Einfach eine Kleinanzeige erstellen in der geschildert wird was für eine Art von Dienstleistung erbracht werden soll, wann & wo es erledigt werden soll und was man bereit ist dafür zu zahlen. Wenn die Anzeige online ist, erhalten alle Carrier im Umkreis eine Pushnachricht mit dem Inserat, somit kann auch kurzfristig Hilfe für spontane Probleme gefunden werden. Natürlich wird es aber auch eine ganz normale Standartsuchmaske in der App geben. Alle Interessenten können sich jetzt auf das Gesuch bewerben und ggf. auch einen anderen Preis vorschlagen. Nachdem der Hilfesuchende die Profile und Bewertungen der Bewerber durchgelesen hat, sucht er sich einen geeigneten Kandidaten aus und gibt ihm den Zuspruch.

Der Carrier wird nun darüber benachrichtigt und muss jetzt bestätigen, dass er sich um das Anliegen zu dem festgelegten Preis kümmert. Ist dies geschehen wird eine kleine prozentuale Vermittlungsgebühr vom Helfer an iCarrier fällig. Dies ist einerseits notwendig um das spätere Team dahinter und weiter anfallende Betriebskosten zu finanzieren, andererseits beugt es Spaßbietern vor und schützt somit den Hilfesuchenden. Außerdem möchte ich iCarrier werbefrei halten, ich denke wir wissen alle wie störend Werbeeinblendungen in Apps sind. Ist dies geschehen, wird die Chatfunktion freigeschaltet und man kann alle weiteren Details miteinander besprechen.

Sie werden sich nun denken Alles schön und gut, aber wer sind denn diese Carrier? Diese Carrier sind sie, ich und alle unsere Mitmenschen. Jeder User der sich registriert und legitimiert hat, kann als Carrier tätig werden und mit seinem individuellen Knowhow seinen Mitmenschen helfen. Egal ob Schüler oder Erwachsener, Laie oder Fachmann, Kleinunternehmer oder große Firma, jeder kann sich so mit seinem Können noch ein paar Euro nebenbei dazu verdienen.

Die Beispiele am Anfang waren natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein des Marktes, der hierbei bedient werden kann. Die Möglichkeiten sind schier unendlich. Egal ob Einkaufen gehen, sonstige Besorgungen, Streichen, Tapezieren, Sachen aus anderen Ländern oder aus anderen Städten mitbringen, Transporte, Mitfahrgelegenheiten, Handwerksarbeiten, Reparaturen, Umzüge, Gartenarbeiten, Haushaltshilfe, Hilfe am PC, Nachhilfe, Babysitter, Steuerhilfe, privater Friseur, sonstige private Beauty-Dienstleistungen, usw. Im Endeffekt kann bei iCarrier jede erdenkliche Art von Dienstleistung die einem in den Sinn kommt bedient werden. Und das schöne dabei ist, jeder kann helfen!

iCarrier, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Nachdem sich die App in Deutschland etabliert und mehrere Jahre stabil am Markt behauptet hat, sehe ich iCarrier als mittelständisches Unternehmen, das durch moderne Strukturen, attraktive Arbeitsbedingungen und fairen Konditionen seine Mitarbeiter und Kunden überzeugt. Außerdem möchte ich iCarrier auf die komplette DACH-Region ausdehnen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Es wird kein Zuckerschlecken! Also nicht von Hindernissen auf dem Weg aufhalten lassen, sondern das Ziel im Auge behalten, das Hindernis überwinden und weiter!
Suchen sie das persönliche Gespräch mit potentiellen zukünftigen Verbrauchern/Kunden und lassen sie deren Feedback und Verbesserungsvorschläge in das Vorhaben mit einfliesen. Sie entscheiden über Sieg oder Niederlage!
Egal wie gut die Idee ist, auf keinen Fall den Faktor Networking & Öffentlichkeitsarbeit unterschätzen! Hier ist Vorbereitung und Ausdauer angesagt!

Link zur Crowdfunding Kampagne

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei René Schmidt für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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