Niemals aufgeben, mehr auf sich als auf andere hören

iCapio der innovative Angelköder bietet dem Angler neue Möglichkeiten beim Angeln.

Stellen Sie sich und das Startup iCapio doch kurz vor!

Mein Name ist Christopher. Im Hauptberuf bin ich promovierter Apotheker, im Nebenberuf leidenschaftlicher Angler und Gründer von iCapio. Capio heißt „Ich fange“ und das ist zugleich meine Mission. Es geht um eines der schönsten Hobbies überhaupt, das Angeln. Angeln ist für mich: Zeit in der Natur zu verbringen und sie intensiv zu erleben. Gerne auch mit Freunden. Beim Angeln will man abschalten, Spaß und auch Erfolg haben. Doppelt schön ist es, wenn der Angeltag gleichzeitig Fangtag ist. Als Gründer von iCapio will ich allen Anglern helfen, noch mehr Freude und Erfolg beim Angeln zu haben.

Was das Besondere an iCapio ist? Wir entwickeln innovative Angelköder, die dem Angler neue Möglichkeiten bieten. Wir stellen sie her und vertreiben sie. iCapio ist der erste einzeldosierte Angelköder, der auf echtem Fisch basiert und der gleichzeitig mit jedem andern Angelköder kombinierbar ist.

Wie ist die Idee zu iCapio entstanden?

Beim Angeln, wo sonst? Ich habe mit den herkömmlichen Kunstködern aus Plastik oder Gummi nicht gut gefangen. Man muss wissen: Es gibt Angeltage, da stößt der am besten ausgestattete Angelkoffer an seine Grenzen: wenn das Wasser zu trüb ist, so dass die Fische die Köder nicht sehen, oder die Fische gerade keine Lust auf Blech oder Plastik haben. 

In einem Angelurlaub hatte ich eine Woche schlechtes Wetter und trübes Wasser. Alle meine Angelköder sahen zwar gut aus, fingen in der trüben Brühe aber keine Fische. Als Wissenschaftler fand ich heraus, dass die meisten Fische sehr gut riechen können, aber kurzsichtig sind. Dennoch schmeißen wir Angelköder aus Plastik, Gummi und Blech nach unseren Zielfischen. Natürlich fangen die auch gut und ich angele selber auch nahezu immer mit diesen Ködern. Aber ich wollte gerne zusätzlich den Geruchssinn der Fische reizen. Hier gab es bisher kein überzeugendes Produkt. Da wusste ich: ich mache es selber – und habe iCapio entwickelt. iCapio gibt dem Raubfisch, was er kennt und liebt, den Geruch und Geschmack von echtem Beutefisch. Hauptbestandteil von iCapio ist echter Fisch. iCapio ist der weltweit erste einzeldosierte Angelköder, der mit jedem anderen Angelköder kombinierbar ist.

Welche Vision steckt hinter iCapio?

Wir leben in einer Zeit, in der wir uns immer mehr stressen lassen. Man kommt nur schwer zur Ruhe, es gibt neue Krankheiten wie Burnout und vielen Menschen fällt es schwer abzuschalten, da man durch Smartphone, Soziale Netzwerke und digitale Angebote permanent „busy“ ist. Beim Angeln kann man das alles vergessen und wirklich abschalten. Noch mehr Spaß macht das Angeln, wenn man seinen Spieltrieb ausleben kann und gleichzeitig Erfolgserlebnisse hat. Als Angler muss man sich bisher entscheiden, ob man mit Naturködern – z.B. Würmern – oder mit Kunstködern aus beispielsweise Plastik angeln möchte. iCapio bietet hier neue Möglichkeiten und ermöglicht erstmalig, beides zusammen zu kombinieren. Die größte Schwachstelle der Kunstköder ist bislang, dass diese nur den Sehsinn und das Seitenlinienorgang (nimmt Druckwellen war) der Fische reizt. Mit iCapio wird nun auch der Geruchssinn der Fische gereizt.

iCapio bietet so dem Angler neue Möglichkeiten beim Angeln. Es ist eine Möglichkeit für den Angler, das Beste aus seinem Angeltag zu machen. Ich weiß wie es ist, wenn man sich Zeit für ein Angelwochende oder einen Angelurlaub freigeschaufelt hat. Dann möchte man auch Fische fangen und auf alle möglichen Situationen vorbereitet sein. Hier ist iCapio als ganz neue Ködergeneration eine neue „Waffe“ in jedem Angelkoffer.


Wer ist die Zielgruppe von iCapio?

Alle Raubfischangler jeden Alters, die das bestmögliche aus Ihrem Angeltag herausholen wollen. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Freunden und Bekannten habe ich oft erzählt, dass ich einen neuen Angelköder entwickelt habe. Sobald Sie das Konzept verstanden hatten, motivierten sie mich immer wieder, in die „Höhle der Löwen“ zu gehen

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Die Ideen zum Pitch habe ich vor allem beim Musik hören, Joggen und Angeln gesammelt. Da ich iCapio im Nebenberuf betreibe und Vater einer jungen Familie bin, war hier wenig Zeit und es musste eher nebenbei laufen.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, das es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Es ist eine super Chance und wirklich einmalig. Eine solche Präsenz mit seinem Unternehmen und seinem Produkt zur Topsendezeit in einer der interessantesten und beliebtesten deutschen TV-Shows zu erlangen, ist wirklich sehr besonders. Das setzt auch Kräfte frei, die man braucht, um sich auf den nächsten Level der Firmengeschichte vorzubereiten. Die Möglichkeiten, für einen Gründer, so schnell so viele Menschen zu erreichen, ist wohl konkurrenzlos. Ich habe die Motivation genutzt, um neue Produkte zu entwickeln und weitere Köder anzubieten. Hier ist extrem viel passiert in den letzten Monaten, wesentlich mehr, als es ohne die Ausstrahlung gewesen wäre. Auch die vielen Kontakte, Gespräche und Erfahrungen anderer bringen einen weiter.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf iCapio aufmerksam werden?

Ich habe mich und das Unternehmen neu aufgestellt und das Produktportfolio sinnvoll erweitern können. Die Chance gleichzeitig einen Investoren und eine derartige Medienpräsenz zu erlangen ist einzigartig, und setzt neue Kräfte und Kapazitäten frei.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Einerseits hatte ich Georg Kofler im Fokus, zumal ich Unterstützung im Social Media Bereich gesucht habe, sowie im Marketing und Vertrieb. Andererseits ist der größte Angelmarkt mit ca. 55-60 Millionen Anglern in den USA. Hier hat Herr Maschmeyer bereits bewiesen, dass er Startups dort hinbringen kann. Ich wusste allerdings, dass es wohl keinen Angler unter den Löwen gibt und zudem ist iCapio der erste Angelköder der je in der Höhle der Löwen war, weshalb ich mir nicht sicher war, ob überhaupt ein Löwe anbeißt.

iCapio, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich hoffe, dass iCapio jetzt einer breiteren Masse an Anglern bekannt wird und es mehr Anwendung findet. Das Feedback der Angler war bisher  und ist mir auch zukünftig sehr wichtig. Die Erfahrungen, Wünsche und Bedürfnisse der Angler mit iCapio will ich nutzen, um iCapio weiter zu entwickeln. Neue Produkte werden folgen. Ich habe beispielsweise den ersten Gummifisch entwickelt, der im Inneren mit einem Loch ausgestattet ist, um darin die iCapio-Aktivköderkapsel aufzunehmen. Der Effekt ist klar und einmalig: der eigentliche Gummiköder riecht nun plötzlich nach Fisch. Das gab´s bisher noch nicht! Die Testphase läuft gerade, die bisherigen Ergebnisse sind super. Die neuen Gummifische bringen weitere tolle Features mit sich, so dass man hier gespannt sein kann.

In 5 Jahren sehe ich mich mit einer etablierten Marke iCapio in Deutschland, habe auch den Sprung in das Land der Angler, die USA bereits geschafft und dort eine Marke aufgebaut.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Niemals aufgeben, mehr auf sich als auf andere hören. Zweitens: Ich bin fest davon überzeugt, man kann seine Vision auch im Nebenberuf verwirklichen. Das erfordert viel Disziplin und besonderes Engangement. Aber wenn ein Gründer eine gute Idee hat und davon überzeugt ist, sollte er gründen. Es geht beides: Hauptberuf und im Nebenberuf Gründer sein. Drittens: Die Menschen um sich herum nie vergessen und den Blick für das Wesentliche im Leben, die Familie und Leben, nicht verlieren.

Bildquelle VOX TVNOW / Bernd-Michael Maurer

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Wir bedanken uns bei Christopher Rupp für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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