Durchhaltevermögen emotional und finanziell

HYTO System ist das erste sterilisierbare WC Sitz System

Stellen Sie sich und das Startup HYTO kurz unseren Lesern vor!
Hyto kommt von HYgienische TOilette und wir sind Dr. Karl Watschinger (Allgemeinmediziner, 43 Jahre) und DI-FH Peter Mayr (Techniker, 47 Jahre).

Mit unserem Kredo „SAUBER – SICHER – ZERTIFIZIERT“ bieten wir:

Sauberkeit durch Zugänglichkeit: Deckel und Brille kann mit wenigen Handgriffen getrennt abgenommen werden und der Scharnierbereich sowie Ecken, Spalte und Kanten von Brille und Deckel sind frei zugänglich.
Sicherheit durch Stabilität: Unser Edelstahlscharnier mit durchgehender Scharnierwelle bietet extrem festen Halt auf der Keramik
Zukunftsweisend durch Zertifizierung: Gefertigt aus Melamin widersteht unser HYTO San feuchter Hitzeeinwirkung und kann somit in einem Industriespülgerät aufbereitet werden. Unser HYTO System ist das erste sterilisierbare WC Sitz System.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?
Wenn man einen guten Gedanken hat, an den man glaubt – und auch andere, fremde Personen dies tun – sollten die Basics passen. Unser initialer Startschuss war die Würdigung unserer Erfindung durch eine Innovationsförderung vom Land Salzburg.

Welche Vision steckt hinter HYTO?
Gerade vor einer Woche wurde von der Presse wieder über Multiresistente Keime im Krankenhaus Bereich berichtet und Salmonellen oder Kolibakterien Befall sind auch leider keine Seltenheit. Getrieben von dem Gedanken, die Hygiene am WC zu verbessern (letztendlich sind 3 der 7 ESKAPE Bakterien Bewohner des menschlichen Darms), entwickelten wir ein absolut einfaches System zur Reinigung.

Nur Scharnier und Deckel und Brille (ohne Druckknöpfe, Schieber oder anderen Teilen) getrennt abnehmbar bietet eben genau dies.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Es war schwer, die alteingesessenen Hersteller zu überzeugen, dass es eine neuartige Erfindung auf dem WC Sitz Sektor gibt. Immerhin liegt die letzte technische Neuerung mit dem Soft Close bereits über 20 Jahre zurück. Mit Hartnäckigkeit und immer verfeinerten Prototypen wurde Überzeugungsarbeit geleistet. Dies wurde auch nur möglich, da wir die Entwicklung selbst vorangetrieben haben und dies auch alles selbst finanziert haben.

Wer ist die Zielgruppe von HYTO?
Jeder Mensch muss idealerweise öfters am Tag das „Stille Örtchen“ aufsuchen. Somit scheint der Markt kaum Endend wollend. Aus der Klinik-Ecke kommend, richtet sich unser System vor allem an den Krankenhaus und Pflegebereich. Hier punkten wir eben mit der Möglichkeit der Sterilisierbarkeit. Das Hotel- und Beherbergungswesen liebt die Stabilität durch unser Scharnier und leichte Tauschbarkeit bei Bruch.

Betrachtet man nun den Endkunden, so profitiert dieser von allen diesen Vorteilen.

Wie funktioniert HYTO? Wo liegen die Vorteile?
Eine Interaktion von Deckel und Brille verschränkt die einzelnen Teile und bringt somit Festigkeit und Stabilität. Die Brille wird von einer Seite auf Zapfen des Scharniers aufgeschoben und der Deckel, eingeharkt von der anderen Seite des Scharniers, übergreift die Brille und blockiert deren Auf- und Abschieberichtung.

Wie ist das Feedback?
Beim Endkunden ist es schwierig, das Thema auf das WC zu lenken. Ist es doch ein eher intimes Thema.

Praxisbewanderte Personen aus dem Hotel oder Klinikumfeld erkennen sofort die Vorteile und sind schlicht weg begeistert.

HYTO, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir sind erst am Anfang unserer Geschichte und es gibt so viel zu tun.

Wenn wir während eines Aufenthalts in einem Hotel plötzlich unseren WC Sitz vorfinden, haben wir es geschafft!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Das Wichtigste ist der Schutz des Gedanken. Geld regiert die Welt und die großen Produzenten teilen ungern. Ohne entsprechenden Schutzanspruch wird man schnell kopiert und vom Markt verdrängt, noch bevor man überhaupt selbst in den Verkauf gehen kann. Große Firmen haben mit deren finanziellen Polster und ihrem Bekanntheitsgrad einfach starke Argumente.

Durchhaltevermögen emotional wie finanziell ist wohl kaum minder wichtig. Wenn man es richtig betreiben will, so sollte auch eine lange Zeit (1-2 Jahre) ohne Einkommen möglich sein. Und dies neben den notwendigen Investitionen in Prototypen und Fertigungsmaschinen.

Beim dritten Punkt schwanken wir zwischen den richtigen Zeitpunkt zu finden, um auf den Markt zu gehen und der eigenen Fähigkeiten. Sollte man nicht in wesentlichen Punkten einer technischen Entwicklung bewandert sein und auf „Externe“ angewiesen sein, so sehen wir dies als schwierig. Man selber hat mehr Liebe zum Detail und das entsprechende Herzblut um wirklich die beste Lösung zu finden.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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