AdTech-Unternehmen aus Berlin bricht Rekorde

HYGH verbindet Werbetreibende und Anbieter digitaler Werbedisplays

Stellen Sie sich und Ihr Startup HYGH doch kurz unseren Lesern vor!

Vincent Müller: HYGH verbindet Anbieter von öffentlichen Werbedisplays auf einer Peer-to-Peer Plattform mit Werbungstreibenden. Wir wollen es jedem ermöglichen, unabhängig von Werbekompetenz oder Unternehmensgröße Werbetreibender auf digitalen Displays im öffentlichen Raum zu werden. Unsere einfach zu bedienende App verwandelt jeden digitalen Bildschirm, ob Displays am New Yorker Times Square, in Berlin oder Hongkong, in eine hochflexible Werbefläche für unsere Kunden. Unser Ziel ist nichts anderes als die Demokratisierung des DOOH-Marktes.

Was haben Sie zuvor gemacht und wie ist die Idee zu HYGH entstanden?


Fritz Frey: Die Idee für unser Startup entsprang in erster Linie der Frustration über den Außenwerbemarkt. Als uns von den Etablierten Playern gesagt wurde, 50.000 Euro seien notwendig, um eine Kampagne durchführen zu können (hinzu käme eine 3 bis 4-monatige Vorlaufzeit), waren wir mehr als irritiert. Deshalb haben wir HYGH gegründet, um orts- und zeitspezifische Kampagnen kostengünstig buchen zu können, die in Echtzeit bearbeitet und an aktuelle Ereignisse angepasst werden. Das gab es in der Werbewelt bisher nicht und stellt in unseren Augen daher eine regelrechte Revolution dar. 

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen?

Antonius: Wir befinden uns momentan in der Pilotphase und der Weg bis hierhin war natürlich ein hartes Stück Arbeit. Von der Geburt der Idee, der Umsetzungsphase mit einer Reihe an technischen Herausforderungen, bis hin zu der Suche nach Investoren, haben wir einen intensiven, aber sehr erfolgreichen Weg hinter uns. Die bisherigen Kundenkontakte und Events, auf denen wir unser Produkt vorstellen durften verliefen äußerst positiv, weshalb wir kontinuierlich frischen Außenwind von extern für unsere weitere Unternehmensentwicklung mitnehmen können.

Wie hoch ist Ihr Umsatz und wie haben Sie sich bisher finanziert?

Fritz Frey: Erste Zahlen zum Umsatz wird es im kommenden Jahr geben – da bitten wir noch um ein wenig Geduld. Aktuell finanzieren wir unsere globale Expansion durch den Verkauf von Umsatzbeteiligungen in Form von HYGH SECURITY TOKEN basierend auf der Blockchain-Technologie. Hierfür haben wir einen STO (Security Token Offering) angesetzt. Dieser entspricht den Bestimmungen der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC (Security and Exchange Commission), die für ihre strenge Aufsicht bekannt ist. In Form einer Umsatzbeteiligung teilen wir 9% auf alle HYGH SECURITY TOKEN Holder auf. Aktuell ist der PreSale abgeschlossen und wir bieten Investoren die Möglichkeit eine Umsatzbeteiligung zu erwerben. Wir haben bereits eine Reihe an starken Partnern, aber auch für weitere Investoren wird es sich lohnen uns in unserer ersten starken Wachstumsphase zu begleiten.  

Wer ist die Zielgruppe von HYGH?

Antonius: Insbesondere der Bereich Online Werbung hat in den letzten 1-2 Jahren einen wahnsinnigen Sprung gemacht. Der Außenwerbemarkt allerdings weist alte und verstaubte Strukturen auf. Die angebotenen Leistungen sind entweder unflexibel oder teuer. Kleine und mittelständische Unternehmen mit regionalem Bezug haben beispielsweise gar keine Möglichkeit Außenwerbung zu schalten. Das wollen wir ändern. Bei HYGH haben quasi alle die Möglichkeit mit kleineren Budgets einzelne Bildschirme zu buchen, also ihre Marktlage sukzessive zu verbessern. Der Werbemarkt soll für jeden zugänglich sein. 

Was sind Ihre kurzfristigen Ziele? 

Vincent Müller: Kurzfristig widmen wir uns der erfolgreichen Umsetzung des STO-Projekts. Darüber hinaus konzentrieren wir uns voll und ganz auf den Launch unseres Pilot-Programms am 31.08, bei dem wir unser System mit ausgewählten Werbetreibenden in Berlin testen werden. Nach erfolgreichen Tests planen wir die Expansion in weitere deutsche Städte (Köln, München, Hamburg und Frankfurt), bevor wir mit der globalen Expansion beginnen. Wir möchten Großes bewegen und rufen alle Interessenten auf, die Teil der Revolution in der Außenwerbung werden wollen, sich unserem STO kurzfristig anzuschließen, um an diesem riesigen Markt mitzuverdienen

Herr Müller, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Vincent Müller: Es ist unser erklärtes Ziel in 5 Jahren HYGH als die international führende Digital-Out-Of-Home Plattform zu etablieren. Wir beabsichtigen uns in den nächsten Jahren ein globales Bildschirmnetzwerk aufzubauen von welchem all unsere Kunden profitieren können. Unsere Werbung soll in Zukunft der Standard in der Industrie sein. Das Back-end des Internets der öffentlichen Bildschirme zu werden ist dabei die langfristige Vision. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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