In Sachen Finanzen und Vision direkt von Anfang an richtig groß denken

Hüperfocus Agentur für digitales Marketing und zeitgenössisches Design

Stellen Sie sich und das Startup Hüperfocus doch kurz unseren Lesern vor!
Hüperfocus ist eine Agentur für digitales Marketing und zeitgenössisches Design mit Schwerpunkt auf Technologie und Nachhaltigkeit.

Wie ist die Idee zu Hüperfocus entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Wir kennen uns schon ewig und kommen aus der gleichen Kleinstadt. Nach Stationen in Stuttgart, Köln, Berlin und Düsseldorf wohnen wir seit 2016 wieder in derselben Stadt und es war sofort klar, dass wir hier etwas Gemeinsames auf die Beine stellen. Fabian hat Kommunikationsdesign studiert und für verschiedene Mittelständler und Agenturen gearbeitet – Lara hat Journalistik studiert und für eine Menge großer Agenturen und Kunden als Werbekonzepterin und Social Media Managerin gearbeitet – wir ergänzen uns also super.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Wir haben vor der Gründung etwa ein Jahr geplant. Die Fragen nach Geschäftsidee und -modell waren schnell beantwortet, schwerer haben wir uns mit der tatsächlichen Gründung getan. Welche Rechtsform macht für uns Sinn und welche Kriterien müssen wir erfüllen, um einen Gründerkredit zu kriegen? Das Thema Business Plan hat uns ziemlich nervös gemacht und wir haben im näheren Umfeld schon einige Unternehmen scheitern sehen, deshalb haben uns von Beginn an eine Unternehmensberaterin, einen Anwalt und einen Steuerberater mit ins Boot geholt. Aus heutiger Sicht hätten wir wohl keine Hilfe gebraucht und wurden nicht immer optimal beraten – den Kredit über die KfW haben wir aber dennoch bekommen.

Welche Vision steckt hinter Hüperfocus?
Wir versuchen, Werbung den negativen Beigeschmack zu nehmen. Werbung soll nicht mehr als Täuschung und Lüge wahrgenommen und bewusst aus dem Alltag verdrängt werden (Stichwort Ad-Blocker), sondern als Entscheidungshilfe und als Mehrwert gesehen werden. Das versuchen wir mit informationsgetriebener Kommunikation und einer hochwertigen Umsetzung zu erreichen.

Wer ist die Zielgruppe von Hüperfocus?
Unsere Zielgruppen sind natürlich Unternehmen und Institutionen – was uns aber viel wichtiger ist, ist die Zielgruppe, die wir für unsere Kunden ansprechen. Hier konzentrieren wir uns vor allem auf die Generation Y aufwärts, die die Welt ohne das Internet zwar noch kennt, aber ihre gesamte Kommunikation und ihr Konsumverhalten inzwischen digital verlagert hat. Die Generationen ab 1980 sind deutlich aufgeklärter als ihre Vorgänger, haben eine bestimmte Erwartungshaltung gegenüber Marken und suchen sich bewusst selbst aus, was sie kaufen, statt einfach nur blind einer Werbung zu folgen. Hier gilt es viele Dinge, die in der Ansprache zu beachten sind und die von den meisten Unternehmen aktuell leider noch gänzlich ignoriert werden.

Welchen Service bieten Sie an?
Wir sind durch unsere breitgefächerte Ausbildung und Erfahrung 360° Talente in den Bereichen Kommunikation und Design und können ein sehr breites Spektrum an Services anbieten. Neben innovativen Ideen und Strategien für Kommunikation können wir mit einem gut aufgestellten Netzwerk fast die gesamte Produktion von Inhalten und die Verwaltung aller Kanäle übernehmen – Online Marketing, Social Media, PR, Newsletter Marketing, Websites – aber eben auch Foto, Video, 3D, VR, AR, und Gestaltung in digital und Print. Unsere Spezialisierung liegt also weniger im Service an sich, als in der angesprochenen Zielgruppe.

Was unterscheidet Sie von anderen Agenturen?
Wir haben einige der größten Schlachtschiff-Agenturen Deutschlands von innen gesehen und kennen die starren Strukturen, in denen dort gearbeitet wird. Jeder Kunde wird nach dem gleichen Muster „abgefertigt“ und Kommunikation wird zur Massenware – mutige und ausgefallene Aktionen sind kaum denkbar, weil das Image des ganzen Unternehmens auf dem Spiel steht. Wir haben die gleiche Erfahrung wie die meisten Agenturpeople, aber ganz andere Möglichkeiten, neuartige Sachen auszuprobieren und mal etwas zu wagen – und nur so entsteht etwas, die im Gedächtnis bleibt.

Hüperfocus, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Im besten Fall sind wir in fünf Jahren eine Boutique-Agentur mit maximal 10 Leuten, die Unternehmen, Start-Ups und Institutionen punktuell mit Zeitgeist-Kampagnen unterstützt. Wichtiger als Umsatz, Mitarbeiterzahl und die großen Kundennamen ist uns aber, dass wir uns und unseren Prinzipien treu bleiben und keinen Sell-Out zugunsten von Prestige betreiben, wie wir es bei anderen jungen und vermeintlich hippen Agenturen derzeit der Fall ist.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Wenn wir unser ein Jahr jüngeres Ich noch mal beraten dürften, würden wir sie vor selbsterklärten Experten und dem blinden Vertrauen auf deren Empfehlungen warnen und ihnen den nötigen Mut zusprechen, die eigene Idee durchzusetzen und in Sachen Finanzen und Vision direkt von Anfang an richtig groß zu denken.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Lara Muhn für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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