„Frauengeschichten“: Warum Diversity mehr sein sollte als Beruf und Familie

Der TV-Produzent, Autor und Gastgeber der NDR Talk Show Hubertus Meyer-Burckhardt präsentiert am Donnerstag, 10. Oktober, auf der herCAREER in München sein Buch „Frauengeschichten“

Der ehemalige Top-Manager teilt im Austausch mit dem Publikum seine Beobachtungen, was herausragende Frauen ausmacht und welche Fortschritte es in Sachen Gleichberechtigung gibt

Bei Themen wie Diversity oder Vereinbarung von Beruf und Familie kommen individuelle Lebensentwürfe zu kurz, findet der Film- und TV-Produzent, Journalist und ehemalige Manager Hubertus Meyer-Burckhardt. Der Autor und Moderator, der unter anderem als Gastgeber der „NDR Talk Show“ bekannt ist, liest am Donnerstag, 10. Oktober, auf der herCAREER in München aus seinem Buch „Frauengeschichten“. 

„Starke Frauen macht das aus, was einen starken Mann auch ausmacht: Autonomie. Für mich ist das jemand, der sich eine gewisse Mühe gegeben hat, den eigenen Lebensweg zu finden“, erklärt Hubertus Meyer-Burckhardt. Veronica Ferres, Elke Heidenreich, Marianne Sägebrecht oder Ulrike Murmann, die erste Pröpstin in der Kirchengeschichte Hamburgs – viele der Frauen, über die er in seinem Buch „Frauenschichten – Was ich von starken Frauen gelernt habe“ schreibt, kennt er persönlich gut. Ihn interessiert an ihnen insbesondere, dass sie alle auf Eigenständigkeit Wert legten und unabhängig im Denken seien.

In der Radiosendung „Meyer-Burckhardts Frauengeschichten“, an die sich sein Buch anlehnt, stellt der Autor und Moderator seit 2014 einmal pro Monat auf NDR INFO eine bemerkenswerte Frau vor.

Er wählt dafür hauptsächlich prominente, aber nicht nur berühmte Frauen. „Es sind Frauen, die in ihrem Fach eine Spur hinterlassen haben“, erklärt der Hubertus Meyer-Burckhardt und nennt die Hirnforscherin Prof. Birgit Liss und Insa Thiele-Eich, die als Astronautin auf die Raumstation ISS fliegen wird, als Beispiele. 

„Gleichberechtigung heißt, dass geschlechtsspezifische Kriterien keine Rolle spielen dürften. Für mich ist das selbstverständlich“, so Meyer-Burckhardt, der persönlich schon vor 30 Jahren in der Werbungbranche eine Chefin hatte und auch heute in seinem Umfeld mit vielen Frauen zusammenarbeitet. Viele Medienunternehmen wie Gruner + Jahr, der Bauer Verlag, der RBB, der Mitteldeutsche Rundfunk würden heute von einer Frau geführt. In Sachen Gleichberechtigung im Top-Management sei zwar „noch Luft nach oben“, aber es stimmte nicht, dass nichts passiert sei. „Jahrhunderte oder Jahrtausende wurden Frauen dominiert und jetzt haben sie die Aura einer nahezu furchteinflößenden Person. Männer müssen sich jetzt ein bisschen umkucken und das gefällt mir ganz gut“, betont Hubertus Meyer-Burckhardt.

Die Diskussion um Diversity habe allerdings eine gewisse Industrie hervorgebracht, die oft etwas fantasielos sei. „Es heißt immer, man müsse Beruf und Familie vereinen, so als ob es überhaupt kein Glück geben könne ohne Familie. Das hat fast schon etwas Spießbürgerliches“, findet der Gastgeber der „NDR Talk Show“. „Es gibt auch glückliche Lebensentwürfe für Kinderlose und Singles. Was unser Paar-Bild angeht, sind wir immer noch von Amor und Psyche oder Romeo und Julia geprägt. In einer pluralen Welt muss es möglich sein, auch anders zu leben.“

Gerade produziert Hubertus Meyer-Burckhardt seinen 33. Film. Da gehe es zu wie in einem Handwerksbetrieb – und man könne nicht einfach mal nach Hause gehen und im Homeoffice arbeiten. „Es gibt Berufe, die sind nicht familientauglich. Die sind einfach eine Berufung.“

Auf der herCAREER präsentiert Hubertus Meyer-Burckhardt beim Authors-MeetUp am Donnerstag, 10. Oktober 2019, von 12.45 bis 13.25 Uhr sein Buch „Frauengeschichten“.

Darin versammelt der Autor zehn herausragende Gespräche mit erfolgreichen Frauen, für die das Leben eine „ungesicherte Unfallstelle“ ist – ein offener Raum für Neues, in dem Unvorhergesehenes entstehen kann. 

Bild: Hubertus Meyer-Burckhardt Foto: Achim van Gerven Photography

Quelle Jane Uhlig PR
 

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