HPI-Studententeam erhält bis zu 100.000 Euro für eigene Start-up-Idee

Mit einem Programm, das automatisch Fehler in Software findet, hat das Studententeam „Feram“ die Jury überzeugt und den vierten Businessplan-Wettbewerb des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) gewonnen, der erstmals in Kooperation mit dem HPI Seed Fund organisiert wurde. Am Mittag des 13. Septembers erhielten die Studenten Adrian Sieber (24) und Benjamin Karran (28) Startkapital und Sachunterstützung im Wert von bis zu 100.000 Euro zur Umsetzung ihrer Geschäftsidee.

Das Gründer-Duo pitchte ein nutzerfreundliches und offenes Programm, das automatisch Fehler in Software finden und beheben kann. „Viele Fehler, die heutzutage in Software auftreten, kosten Unternehmen Geld, Zeit und Nerven, obwohl das durch eine automatisierte Fehlererkennung und -behebung verhindert werden könnte“ so Adrian Sieber. Der Vorteil von Feram gegenüber anderer Software läge dabei in einer einfachen Integration. „Wir werden den Preis dazu nutzen, weitere Module im Programm zu implementieren und erste Kunden zu gewinnen, damit Feram bekannt wird,“ so Benjamin Karran. Beide Gründer haben IT-Systems Engineering am HPI studiert.

Insgesamt hatten sich 27 HPI verbundene Gründerteams an dem Wettbewerb beteiligt. Drei hatten es nach mehreren Ausscheidungsrunden bis ins Finale geschafft.

„Trotz der sehr guten Angebote für IT-Fachkräften in allen Branchen, haben viele Studenten Lust und den Mut, sich an eigenen Geschäftsideen zu versuchen und selbständig zu machen. Uns ist es ein Bedürfnis, erfolgsversprechende Ideen zu unterstützen“, so HPI-Institutsdirektor und Jurymitglied Professor Christoph Meinel. Gemeinsam mit Yair Re’em, Managing Partner von Hasso Plattner Ventures, beglückwünschte Meinel die Gewinner und überreichte einen symbolischen Scheck über 100.000 Euro.

Die Kombination aus praxisnaher universitärer Ausbildung und eingebundener Entrepreneurship-Förderung am HPI ist einzigartig und lässt die jungen Talente in Potsdam doppelt profitieren: https://hpi.de/studium/entrepreneurship.html

Andere Geschäftsideen, die es in die Finalrunde schafften:

Patya-analytics: Die Geschäftsidee von Corinne Petroschke (26), Jonas Kemper(27) und Elisabeth Reitmayr (28) ist eine Software zur Datenaufbereitung, die sich speziell an Unternehmensberater richtet. Ihr erstes Produkt heißt PrepJet und ist ein Excel Add-In, das die häufigsten Aufbereitungsschritte vereinfacht und beschleunigt. „Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass Unternehmensberater sehr viel Zeit für die Datenaufbereitung verwenden. Viele der dafür nötigen repetitiven Tätigkeiten lassen sich aber automatisieren“ so HPI-Student Jonas Kemper.

Wemingo: Das Gründer-Trio von wemingo setzt sich aus dem HPI-Absolventen und Informatiker Johannes Schirrmeister (27), dem Betriebswirtschaftler Moritz Kaminski (28) und dem Psychologen Pavle Zagorscak (28) zusammen. Ihr Angebot richtet sich potentiell an mehr als 3 Millionen Deutsche, die an einer sozialen Phobie leiden und eine übertriebene Angst davor haben, sich vor anderen zu blamieren oder negativ bewertet zu werden. Häufig treten Schwierigkeiten, beim Essen, Schreiben, Sprechen oder auch Urinieren in Gegenwart von anderen auf. „Nur ein Bruchteil aller psychischen Störungen wird heutzutage behandelt. Mit WeMingo entwickeln wir das erste OnlineAngebot für spezifische soziale Phobien und helfen damit Menschen, die von der aktuellen Gesundheitsversorgung nicht erreicht werden“, so Johannes Schirrmeister.

Foto: KAY HERSCHELMANN

Quelle Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH

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