Kritik annehmen und sein Produkt entsprechend anpassen, immer wieder.

Hotelshop.one exklusives Shopping im Hotelzimmer

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Hotelshop.one doch kurz unseren Lesern vor!
Hotelshop.one bietet Hotelgästen exklusives Shopping im Hotelzimmer. Über einen QR Code gelangt der Gast in eine individuelle Shoppingwelt des Hotels. Hier findet er Produkt, die er innerhalb von 15 Minuten an der Rezeption abholen kann. Dazu zählen vor allem Artikel, die gerne vergessen werden, wie Kopfhörer, Smartphone-Ladegeräte, Stecker, usw.
Aber auch die komplette Zimmerausstattung kann gekauft und nach Hause geleifert werden lassen. Hat der Gast beispielweise traumhaft gut geschlafen, lässt er sich die Matratze nach Haus liefern. Das Hotelzimmer, die Lobby usw. werden zum Showroom.

Wie ist die Idee zu Hotelshop.one entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Hotelshop.one ist die konsequente Weiterentwicklung der padaja Hotel Terminals, die hier auch bereits vorgestellt wurden. Wir haben bemerkt, dass das Shopping im Hotel funktioniert aber einfacher gemacht werden muss. Der Gast fühlt sich auf seinem eigenen Gerät wohler, weshalb wir eine Lösung über QR Codes entwickelt haben.
Unser Gründerteam besteht schon mehrere Jahre, wir haben unser Geschäftsmodell immer wieder hinterfragt und angepasst und haben nun eine Lösung entwickelt, die am Markt sehr gut ankommt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Da wir uns schon längere Zeit mit der Hotelbranche und der Digitalisierung beschäftigen lagen die Hürden vor allem in der Entwicklung des Shops an sich. Wir erstellen für jedes Hotel einen individuellen Shop im eigenen Design und mit eigenen Produktwelten. Größte Herausforderung war es, die Einrichtung und Programmierung eines Hotelshops einfach und kostendeckend hinzubekommen.
Inzwischen haben wir einen Investor an Bord und konnten unsere erste Finanzierungsrunde abschließen.

Wer ist die Zielgruppe von Hotelshop.one?
Hotelshop.one hat zwei Zielgruppen – einerseits Hotels, die sich in der Digitalisierung befinden und nach neuen Einnahmequellen suchen. Mit komplett individuellen Shops, die auch regionale Produkte rund um das Hotel einbinden, bietet das Hotel seinen Gästen einen besonderen Service und steigert den Gewinn pro Gast.
Die zweite Zielgruppe sind Hotelgäste – diese haben die Möglichkeit im Hotelzimmer zu shoppen und sich Produkte, die Sie bisher nicht erhalten können, z.B. die Hotelmatratze, nach Hause liefern zu lassen.

Wie funktioniert Hotelshop.one?
Das Hotel platziert von uns gestaltete Werbemittel im Hotelzimmer, der Lobby, der Bar oder direkt auf kaufbaren Gegenständen, wie z.B. dem Tisch oder Sessel in der Lobby. Der Gast scannt die darauf enthaltenen QR Codes und gelangt direkt zum Produkt oder in den Hotelshop.
Hier schließt er seine Bestellung ab und erhält je nach Produkt die Möglichkeit, dieses direkt an der Rezeption abzuholen oder bekommt dieses nach Hause geliefert. Das Hotel verdient bei jedem Verkauf über eine Provision mit.

Wo liegen die Vorteile für Hotels?
Hotel eröffnen mit einem Hotelshop eine neue Einnahmequelle ohne eigenen Aufwand und steigern damit den Gewinn pro Gast. Dadurch können Digitalisierungsprojekte im Hotel refinanziert werden. Sollte ein Hotel bereits eine digitale Gästemappe im Einsatz haben, kann unsere Lösung auch problemlos in andere System integriert werden.

Hotelshop.one, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Derzeit sind wir in drei Hotels und haben weitere Hotelketten, die sich für Hotelshop.one entschieden haben. In fünf Jahren wollen wir bereits als Standard in großen Hotelketten wie Mercure, Hilton, Best Western usw. platziert sein. Aber auch einzelne Häuser und Design-Hotels sind für uns sehr spannend.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Wir haben Geschäftsmodelle entwickelt, die keiner Verstanden hat, bei denen Markt nicht bereit war dafür Geld zu bezahlen. Allerdings haben wir immer wieder Anpassungen vorgenommen, Ideen verworfen und neu begonnen. Wichtig hierbei ist, dass das Team niemals aufgibt, nie hinschmeißt und das man auch einsehen muss, wenn man auf dem falschen Weg ist.
Früh genug mit Szenekennern und zukünftigen Kunden sprechen, Kritik annehmen und sein Produkt entsprechend anpassen, immer wieder.

Wir bedanken uns bei Patrick Deseyve für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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