Sonntag, April 11, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Hope- I am what I am: Modische Bademode für an Brustkrebs erkrankte Frauen aus recycelten Stoffen

Stellen Sie sich und das Startup Hope – I am what I am doch kurz unseren Lesern vor!

Hallo, ich bin Madalena, 48 Jahre alt und 2015 an Brustkrebs erkrankt und 2017 erneut an einem Rezidiv. Mit den angebotenen Styles in den Sanitätshäusern fühlte ich mich nicht wohl, ich fand diese unmodern, aus viel zu viel Stoff und auch sehr schwer. Schon da hatte ich die Idee etwas zu verändern. Ich erzählte es meinen Freundinnen. Eine davon hat eine Schwester, die Modedesignerin ist. 

Zusammen konnten wir diese Idee umsetzen. Uns liegt es sehr am Herzen, dass sich jede an Brustkrebs erkrankte Frau auf der Reha, im Urlaub, am Strand oder auch an anderen Orten, wo Frauen attraktive Bademode tragen, schön und wohl fühlt. Was uns auch sehr wichtig ist, dass unsere Kundin weiß, dass die von uns entworfene Bademode aus umweltfreundlichem Recyclingmaterial besteht und in Europa hergestellt wird, das heißt „Made in EU“ ist. 

Außerdem möchten wir auch erwähnen, dass die Hope-I-am what-I-am – Bademode nicht nur für Brustkrebs erkrankte Frauen designt wurde, sondern auch für alle Frauen denen unser Design gefällt und die ein Zeichen in Sachen Nachhaltigkeit setzen möchten.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Wir wollten eine Veränderung in diesem Bereich und modische und nachhaltige Bademoden vertreiben. Jede Frau die an Brustkrebs erkrankt, soll sich mit unserer Bademode unbeschwert ausleben können, das heißt die Hope-I-am what-I-am – Kundin kann sich zum Beispiel auf der Reha, im Urlaub, am Strand und auch überall dort wo Frauen mit ihrem Badeanzug oder Bikini verweilen, schön und wohl fühlen. 

Was war bei der Gründung von Hope – I am what I am die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung war es durch die eingeschränkten Möglichkeiten in der Pandemie einen Lieferanten via Internet und Telefon in Europa zu guten und fairen Arbeitsbedingungen zu finden. Dieser musste auch bereit sein, Stoffe aus umweltfreundlichen Recyclingmaterial zu verwenden und mit kleinen Stückzahlen zu unserer Zufriedenheit zu produzieren.  

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ja, man kann sicher mit einer Idee starten, auch wenn noch nicht alles perfekt ist. Es ist nur wichtig, dass das Produkt bzw. die Idee am Ende der Startphase ein Finish erhält welches die zukünftigen Kunden zufriedenstellt. Eine gute Möglichkeit für die Startphase ist es, per Crowdfunding die Idee den Kunden vorzustellen und gleichzeitig Mittel zu generieren, die es möglich machen das Produkt final zu produzieren.

Welche Vision steckt hinter Hope – I am what I am?

Unsere Vision ist, bei jeder Frau, dass heißt bei jeder Kundin, die sich schön und wohl in ihrer neuen Bademode fühlen möchte, den Eindruck zu hinterlassen, dass sie jetzt den Badeanzug oder den Bikini gefunden hat, der ihr ein Stück weit die Lebensqualität und Lebensfreude zurückgibt, die sie vor Ihren Eingriff hatte.

Wir möchten ebenfalls, dass unsere Bademode von allen Frauen getragen werden kann, so kann auch die Freundin der Freundin sich ein Badeanzug oder Bikini bei Hope I am what I am kaufen. In unsere Vision war aber auch von Anfang an der Umweltgedanke sehr wichtig. Wir haben also auch sehr viel Wert daraufgelegt, dass unsere Bademode aus umweltfreundlichem, recycelten und nachhaltigen Materialien hergestellt wird. Die Bikinis und Badeanzüge werden darüber hinaus in Europa produziert, das heißt wir sind auch stolz darauf die Hope-I-am what-I-am – Kollektion zu fairen Bedingungen in Europa herzustellen.

Ganz nach dem Motto „Hope-I-am what-I-am“ 

Wer ist die Zielgruppe von Hope – I am what I am?

Unsere Zielgruppe sind eigentlich alle Frauen, aber besonders die Frauen, die sich einer Mastektomie (Teilmastektomie) unterziehen mussten. Ihnen das Selbstwertgefühl zurückzugeben. 

Was ist das Besondere an der Bademode?

Der Stoff der Hope-I-am what-I-am Bademoden wird aus umweltfreundlichem Recyclingmaterial und zu fairen Arbeitsbedingungen in der EU mit verkürzten Transportwegen hergestellt. Das ist unser kleiner Gesamtbeitrag zur Umwelt. 

Einige unserer Bikinihosen sind reversible, sie bieten der Kundin somit 2 Styles. Zusätzlich bieten wir einen Rock mit integrierter Bikinihose. Außerdem ist es möglich, einen farblich abgestimmten passenden Mund-Nasen-Schutz zu erhalten.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Durch die Selbstbetroffenheit von mir, Madalena, und die langjährige Erfahrung als Designerin von Antoinette sind wir authentisch und man kann sich mit uns identifizieren. Unser Focus liegt in erster Linie am Wohlbefinden unserer Kundinnen und in der Qualität unserer Bademode. Außerdem ist unser Design nicht das typische Sanitätshausdesign, denn wir sind der Meinung, dass die derzeitige Bademode die Frauen die sich einer Mastektomie (Teilmastektomie) unterziehen mussten unmodern unbequem und aus viel zu viel Stoff besteht.  

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

  • Authentisch bleiben
  • „Auf und Ab“ gehören zum Gründer*innen-Leben dazu.
  • Suche dir eine*n Mitstreiter*in – zusammen ist man stärker und man kann sich besser ergänzen.

Link zum Crowdfunding

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Madalena Viegas und Antoinette Fumey für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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