Sprecht mit zukünftigen Kunden

HOMESHADOWS ist ein Anwesenheitssimulator, der direkte Anwesenheit bei Dunkelheit simuliert und somit Einbrecher vor einem Einbruch abschrecken soll

Stellen Sie sich und Ihr Startup doch kurz vor!

Wir sind Gerd Wolfinger und Roland Huber aus Wien. Gerd beschäftigt sich seit Anfang seines beruflichen Werdeganges mit Entwicklung und Qualitätssicherung im technischen Bereich. Roland ist seit etwa 15 Jahren überwiegend im Bereich Marktforschung tätig. 

In den letzten vier Jahren haben wir HOMESHADOWS entwickelt und zur Serienfertigung gebracht. HOMESHADOWS ist ein Anwesenheitssimulator, der direkte Anwesenheit bei Dunkelheit simuliert und somit Einbrecher vor einem Einbruch abschrecken soll. Bewegen sich Schatten, geht man intuitiv davon aus, dass jemand zu Hause ist und die meisten Einbrecher meiden bewohnte Häuser.

Wie ist Ihre Idee entstanden?

Die Idee kam Gerd aufgrund eines persönlichen Erlebnisses. Bei Gerd wurde eingebrochen. Es wurde zwar nicht viel gestohlen, aber die Einbrecher waren in seinen eigenen vier Wänden. Jedes Mal, wenn man nach Hause kommt, denkt man automatisch daran, dass fremde Personen im eigenen Zuhause waren. Ein ungutes Gefühl.

Gerd hat sich dann überlegt, wie man Anwesenheit vortäuschen kann. Die Geräte die es schon gab, haben ihn nicht überzeugt, daher hat er selbst über eine effektive Lösung nachgedacht und HOMESHADOWS entwickelt.

Welche Vision steckt hinter Ihrem Produkt?

Unsere Vision ist es, die Einbruchsversuche und Einbrüche durch diese neue Art der Einbruchsprävention zu verringern. Die meisten Einbrecher meiden bewohnte Häuser und Wohnungen. Mit HOMESHADOWS wirken die Häuser und Wohnungen bei Dunkelheit bewohnt. Durch HOMESHADOWS entsteht für Einbrecher somit ein großes Unsicherheitspotenzial – und auch Einbrecher versuchen Risiken zu vermeiden. Dadurch hoffen wir auch dabei helfen zu können, die die Anzahl der Personen, die nach einem Einbruch mit psychischen Folgen zu kämpfen haben, zu verringern, und hoffen daher einen kleinen Beitrag für eine „bessere“ Welt zu schaffen.

Wer ist Ihre Zielgruppe?

Unsere Zielgruppe sind alle Personen, die ihr Zuhause – bei Abwesenheit oder aber auch zusätzlich bei Anwesenheit – bewohnt aussehen lassen wollen, um Einbrecher abzuschrecken. 

HOMESHADOWS ist somit für jeden geeignet – für Wohnungs-, Haus-, und Ferienhausbesitzer und besonders auch für ältere und alleinstehende Personen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben? 

Wir haben HOMESHADOWS aus eigener Kraft und ohne externe Finanzierungen zur Serienreife gebracht und auch bereits über unsere eigene Homepage verkaufen können. Jetzt war es an der Zeit einen Gang hochzuschalten und einen erfahrenen, gut vernetzten und finanzkräftigen Partner zu finden, um HOMESHADOWS einem breiten Publikum zu einem wesentlich attraktiveren Preis anbieten zu können. Dafür bietet „Die Höhle der Löwen“ unserer Ansicht nach die besten Voraussetzungen.

Wenn man es schafft, in die engere Auswahl von „Die Höhle der Löwen“ zu gelangen und dann auch noch einen guten Pitch durchführt, dann ist dies eine Riesenchance, seine Idee bekannt zu machen. Mit „Die Höhle der Löwen“ kann man sein Produkt einem Millionenpublikum präsentieren und hat damit exzellente Chancen, dieses erfolgreich im Markt zu platzieren. Man sieht zuerst anhand des Pitches die Reaktionen der potentiellen Investoren und nach Ausstrahlung der Sendung in sehr kurzer Zeit wie die mediale Welt und der Markt die Idee bzw. das Produkt aufnimmt. Normalerweise ist dies nur mit hohem Kapitaleinsatz und Werbeaufwand über Jahre hinweg möglich. Mit „Die Höhle der Löwen“ kann dies unmittelbar gelingen.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Wir haben uns zahlreiche „Die Höhle der Löwen“ Folgen angesehen. Das ist die beste Vorbereitung, um ein Gefühl für die Sendung und die potentiellen Investoren und deren  möglichen Fragen zu bekommen. Viel Unterstützung bezüglich der Vorbereitung erhielten wir auch von den sehr kompetenten Sendungsmitarbeiter/innen.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, das es in die Sendung „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Wir betrachten es schon als eine Art Privileg, dass wir es in die Sendung „Die Höhle der Löwen“ geschafft haben. In die engere Auswahl für den Pitch kommt man ja nur dann, wenn „Die Höhle der Löwen“-Redaktion die Idee bzw. das Produkt als spannend und interessant erachtet. Als wir dann die Zusage erhielten, wollten wir den Pitch natürlich bestmöglich durchführen. Da dies unser erster Pitch war, stellte dies für uns natürlich eine besondere Herausforderung dar. 

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen“ viele Interessenten und auch Medien auf HomeShadows aufmerksam werden?

Für uns war dieser Schritt extrem wichtig. Unser Ziel ist es, HOMESHADOWS zu einem globalen Produkt zu machen. Diese Art von direkter Anwesenheitssimulation durch Schattenbildung ist neu. Es wurden uns dafür auch die entsprechenden Patente erteilt. Jedoch ist man als Startup anfangs gänzlich unbekannt und nur eines unter zahlreichen anderen Startups. Um herauszustechen und erfolgreich zu sein muss man unserer Ansicht nach als Basis ein besonderes und einzigartiges Produkt aufweisen.

Dies ist aber nur der erste Schritt. Es müssen auch viele Interessenten und Medien wissen, dass es dieses Produkt überhaupt gibt. Mit der Ausstrahlung in der Sendung „Die Höhle der Löwen“ ist genau dies gewährleistet. Hinzu kommt, dass man ab einem bestimmten Zeitpunkt auch starke Partner und Investoren benötigt und hierfür ist der Pitch in „Die Höhle der Löwen“ eine ideale Plattform. Unabhängig davon, ob ein Deal zustande kommt oder nicht, wird dieser Pitch von zahlreichen anderen Investoren gesehen und es können sich neue Chancen ergeben. 

Besser kann man sein Produkt als Startup ohne riesigen Kapital- und Werbeeinsatz nicht präsentieren, als in solch einer Gründershow. Aufgrund der Investoren-, Medien- und Publikumsresonanz erfährt man in sehr kurzer Zeit, ob die eigene Idee gut angenommen wird oder eben auch nicht. Im Erfolgsfall ist dies ein entscheidender Schritt, HOMESHADOWS als globales Produkt etablieren zu können.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Ralf Dümmel ist unser Wunschlöwe. Er verfügt über die Infrastruktur und das Netzwerk, um HOMESHADOWS möglichst vielen Menschen in kurzer Zeit anbieten zu können. 

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser unternehmerisches Ziel ist es, HOMESHADOWS möglichst vielen Menschen verfügbar zu machen und eine globale Marke aufzubauen. Außerdem haben wir bereits weitere Ideen für neue Produktlinien, die wir bis dahin zusätzlich umsetzen könnten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben

Fragt euch: Was kann mein Produkt/ meine Dienstleistung was die anderen nicht können und wer soll es kaufen?

Sprecht mit den möglichen zukünftigen Kunden und fragt euch, ob es einen ausreichend großen Markt für das Produkt/ die Dienstleistung zu dem angestrebten Preis gibt

Baut eine sehr schlanke Kostenstruktur auf und passt auf, dass euch die finanzielle Luft nicht auf halber Strecke ausgeht und ihr aufgeben müsst.

Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Gerd Wolfinger und Roland Huber für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Schreibe einen Kommentar

X
X