Homepage-Baukästen für Startups – ein Vergleich

Die eigene Homepage zu erstellen, markiert einen wichtigen Schritt im Gründungsprozess. Die Firmen-Page macht Unternehmen erst greifbar für Menschen, die sich im digitalen Raum über Produkte, Dienstleistungen oder die Firma selbst informieren möchten. Sie ermöglicht aber auch potenziellen Kunden, mit dem Betrieb in Kontakt zu kommen, ohne dass diese dessen Namen oder Geschäftskonzept kennen. Wenn der Kunde beispielsweise über eine Suchmaschine nach einem bestimmten Produkt sucht und dabei auf die Firmen-Homepage stößt, bedeutet das einen großen Vorteil. Die eigene Website verstärkt also allgemein die Präsenz eines Unternehmens – speziell im digitalen Raum – und ermöglicht es, Online-Marketing zu betreiben

Eine Homepage selbst zu erstellen, gestaltet sich allerdings mitunter schwierig, da es Gründern oft an Know-how in diesem Bereich fehlt. Heutzutage gibt es allerdings glücklicherweise eine Vielzahl von Tools in Form von Homepage-Baukästen, die Laien Hilfestellung leisten. Solche bestechen durch eine ganze Reihe von Vorteilen, die sie Usern bieten: 

  • Einfache Bedienung
  • Umfangreiche Design-Vorlagen 
  • Nach Branchen vorgefertigte Seiten, Texte und Fotos
  • Die Erstellung einer Website selbst dauert nur wenige Minuten
  • Keinerlei Vorkenntnisse erforderlich
  • Automatische Datensicherung

Startups können also enorm profitieren, wenn sie einen entsprechenden Provider nutzen. 

Bevor man einen Anbieter auswählt, sollte man sich allerdings einen Überblick über die verschiedenen Baukästen verschaffen. In Funktionsweise und -umfang unterscheiden diese sich nämlich mitunter stark. Im Folgenden finden Interessierte daher eine Liste, die Stärken sowie Schwächen einiger Hosting-Provider zusammenfasst. 

Anbieter für Homepage-Baukästen: 

WIX: 

Im Mittelpunkt von WIX stehen extrem geschmackvolle und vielseitige Designs, die Unternehmen in vielen verschiedenen Branchen ansprechen sollen. Rund 300 kostenlose Vorlagen für Fotografie, Restaurants etc. bietet der Provider an. Gleichzeitig gehört das Programm zu den einfachsten, benutzerfreundlichsten Website-Baukästen. Der Editor funktioniert komplett über „Drag and Drop“ und ist absolut intuitiv zu bedienen. WIX verfügt außerdem über einen eigenen Online-Shop-Bereich mit mehreren Zahlungsoptionen. 

Ein Nachteil ist allerdings, dass die Versand- sowie Steueroptionen begrenzt sind und der eCommerce-Bereich nicht sämtliche EU-Vorschriften erfüllt. WIX ist daher in erster Linie für kleinere Unternehmen interessant, die innerhalb der Grenzen des Binnenmarktes agieren. Für die Software verlangt WIX 4 bis 20 Euro pro Monat. 

GoDaddy: 

Der Anbieter GoDaddy ist besonders für Anfänger geeignet. Ein umfassender Assistent unterstützt User beim ersten Erstellen der Website. Neben einer Sparte fürs Shared Webhosting offeriert dieser Anbieter eine separate Produktlinie zum Business-Hosting. Diese Angebote sind speziell auf den Bereich E-Commerce und Online-Marketing zugeschnitten. Privatnutzer sollten allerdings die herkömmlichen Shared-Webhosting-Pakete nutzen, mit denen man einfache Webseiten und Blogs einrichten kann. Für Firmen, die die Business-Pakete verwenden, fallen mitunter Kosten von über 200 Euro pro Jahr an – dieser Anbieter ist also vergleichsweise teuer, dafür verfügen die Pakete aber über einen großen Funktionsumfang. 

Jimdo: 

Jimdo gehört zu den größten deutschen Homepage-Baukästen. Es ist extrem leicht zu bedienen und bietet eine große Bandbreite von ansprechenden Designs, die sich allerdings nicht ganz so flexibel an variierende Branchen oder Professionen anpassen lassen, wie etwa bei WIX. Dank mobiler App kann man dafür allerdings auch unterwegs mit dem Programm arbeiten. Außerdem verfügt es über mehrere SEO-Optionen, eine integrierte Blogging-Funktion sowie einen Online-Shop. Zu haben ist Jimdo für 4 bis 20 Euro im Monat. 

Eine Alternative zu herkömmlichen Homepage-Baukästen bilden CMS-Systeme wie WordPress, die Benutzern viele Arbeitsschritte abnehmen, die im Laufe der Arbeiten an der Website anfallen. Solche sind also in erster Linie für Menschen geeignet, die sich nicht direkt mit dem Erstellen und Verwalten der Website befassen möchten. Beim Finden des geeigneten Systems kann ein Webhoster mit fundiertem Fachwissen unterstützen

Letztlich müssen Startups selbst bestimmen, welcher Provider sich am besten für sie eignet, indem sie ihre individuellen Bedürfnisse ausloten. 

Insbesondere in der Anfangsphase der Gründung sollte allerdings im Vordergrund stehen, eine schnelle Lösung zu finden. Schließlich kann man nie früh genug anfangen, Präsenz im digitalen Raum zu zeigen. 

Autor: Simon Riedel

Nach dem Abschluss seines Grafikdesign-Studiums in Berlin arbeitete Simon Riedel als freiberuflicher Webdesigner und -entwickler. Hier sammelte er über die Jahre einiges an Erfahrung, weshalb er sich 2012 dazu entschied auch im redaktionellen Bereich mitzuwirken. Seitdem arbeitet er als Autor, berät zusätzlich Unternehmen und Selbstständige zu verschiedenen Webthemen und steht Ihnen bei der Entwicklung des eigenen Onlineauftritts zur Seite.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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