Bleib dir treu, glaube an deine Vision!

Der Gründer von der Holzfeuerküche war in der StartUp Show 2 Minuten 2 Millionen wie es nach der Show weiterging erzählt er im Interview

Wie ist die Idee zur Holzfeuerküche entstanden?
2004 veranstaltete ich gemeinsam mit einem Optiker und Brillenmacher ein Fest mit dem Motto „feurig & scharf“, feurig waren meine Feuerstellen und das Essen und scharf, sowohl im Outfit wie auch in der Präsentation, waren die Brillen samt ihrer TrägerInnen. Für die ca. 100 Gäste hatte ich keine Holzfeuer- bzw. Grillstelle, die für den geplanten Bedarf groß genug war. So überlegte ich mir erstmals diese Feuerstelle, die ich nach dem Fest weiterentwickelte. Daraus wurde die Holzfeuerküche, heute eine eingetragene Marke.

Von der Idee bis zum Start was waren die größten Herausforderungen?
Den richtigen Produktnamen zu finden, für ein Ding, eine Outdoorküche, die es bislang in dieser Art nicht gab, ich hab immer wieder mit meinen engsten Freunden und Beratern gesprochen und plötzlich war er da. Es hat einfach gesprochen in meinem Oberstübchen, ich konnte mir förmlich selbst zuhören „ Holz-Feuer-Küche“, so einfach, sonnenklar dachte ich und ging sofort ins Netz und siehe da, der Begriff war nicht besetzt, kam einfach so nicht vor, also hab ich „Holzfeuerküche“ gleich schützen lassen.

Die technischen Detailentwicklungen, gemeinsam mit Schlosser, Herdschlosser, Tischler, Steinmetz, die thermischen Entkoppelungen in den neuralgischen Zonen, die Dehnungen, Luftführungen, da war schon viel zu entwickeln und zu investieren.
Und der heiße Stein, der nicht mehr reißt!

Wer ist die Zielgruppe von der Holzfeuerküche?
Das sind Menschen, die Bezug zu Holzfeuer haben, die gerne kochen und gern Gäste bewirten, was besonderes bieten wollen, Menschen die gesellig sind, gerne feiern und Qualität lieben, auf allen Ebenen. Und die sich Zeitnehmen, Genießer. Auch das Geldbörsl sitzt locker, die meisten meiner Kunden wollen dann Sondereditionen, wenn schon denn schon.

Was ist das Besondere an der Holzfeuerküche?
Der kommunikative Charakter, eine zeitgemäße Form, sich rund ums Feuer zu versammeln, gemeinsam kochen, essen und trinken. Die Grenzen zwischen Koch-Köchin und Gästen heben sich auf. Sie ist natürlich qualitativ hochwertig gefertigt, auf Langlebigkeit, ein fast oberösterreichisches Produkt, zwei niederösterreichische Partner-Handwerker sind dabei. Die Holzfeuerküche ist stromunabhängig, dient zum Kochen, Braten, Garen, Backen und auch zum Wärmen mit einem Wirkungsgrad bis zu 85%. Also auch ein vollwertiges Heizgerät, für drinnen und draußen, in jedem Klima einsetzbar.

Sie waren mit der Holzfeuerküche in 2 Minuten 2 Millionen die Startup Show. Wie haben Sie sich auf die Show vorbereitet?
Ich hab einfach den Text für die zwei Minuten immer wieder zusammengekürzt, regelmäßig von Freunden und meiner Partnerin feed back eingeholt, bis es gepasst hat, das war erst am Abend vor der Sendungsaufzeichnung.

Wie ist das Medien Echo nach der Show?
Zahlreiche Freunde, Bekannte, Kunden, Geschäftspartner und unbekannte neue Menschen und interessierte haben mir positives durchwegs begeistertes Feedback gegeben.

Wie ist das Feedback der Kunden nach dem Auftritt in der Startup Sendung 2 Minuten 2 Millionen? Wie hat sich die Nachfrage entwickelt?
Ich habe tatsächlich spontan einige Neukunden bekommen, wobei „einige“ bei der Preislage meines Premiumproduktes viel ist. Wie schon in den vergangenen Jahren kommts meinen Kunden, wenn sie die Qualität und das Flair der Möglichkeiten der Holzfeuerküche erfassen, dann nicht mehr so sehr auf den Preis an, vielmehr entscheiden sie sich dann für die eine oder andere Zusatzoption und das Ding kostet dann halt ein, zwei, drei Tausender mehr. „Wenn schon denn schon“ hör‘ ich dann zum Beispiel, mein kreatives Herz schlägt dann natürlich höher, das spürt man dann später im Produkt!

Also die potentiellen Kunden und auch da habe ich einige Angebote gestellt, sind durch die Bank sehr begeistert. Wieviele Kaufentscheidungen hier noch folgen, kann ich jetzt zweieinhalb Wochen nach der Sendung nicht sagen. Eine Investition von 8.000.- bis16.000.- Euro für eine Outdoorküche wird doch nicht immer über Nacht entschieden. Und ich habe auch noch einige Termine mit Interessenten vor mir, die ich in meine Schau-u. Showküche eingeladen habe. Da erleben sie dann die Holzfeuerküche und wenn das Interesse groß genug ist und das Geldbörsl locker sitzt, fällt in der Regel hier die Entscheidung. Es ist ungefähr so wie mit einem neuen Auto, ein Cabrio vielleicht, das willst du doch auch ausprobieren, oder?

Welchen Investor hatten Sie im Auge?
Hillinger und Haselsteiner. Zwar ist es zu keinem Investment im üblichen Sinn gekommen aber Herrn Dr. Haselsteiner’s persönlich bestellte Holzfeuerküche liefere ich Anfang Mai auf die Insel Brac‘. In Leo Hillinger’s Weinlounge koche ich im August zwei Tage.

Würden Sie anderen Startup Unternehmen die Teilnahme an der Sendung empfehlen?
Auf jeden Fall.

Holzfeuerküche, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Das ist die große Überraschung, das macht das Leben spannend, in fünf Jahren sehe ich die Holzfeuerküche an den schönsten Plätzen, an Steilküsten mit Blick aufs Meer, auf Bergspitzen, in Schneelandschaften, von Skandinavien bis Südafrika.Ich glaube, „sie“ wird alle meine Visionen kennenlernen. Auch Kanada, …überall gibt’s Kunden und Liebhaber für die Holzfeuerküche.
Eine lebt schon in Uruguay.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Überprüfe deine Vision und wenn sie aus dem Herzen kommt, dann lebe sie, erkenne Hindernisse am Weg, verwandle sie zum Hilfreichen und bleib dir treu, glaube an deine Vision.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Kurt Gellner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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