Seid mutig und habt keine Angst eigenes Geld zu investieren

Heute im Interview: Die beiden Gründer von hocaboo –BOOSTING HOTELS and CAREERS

Garry Levin (CEO, 1. v. r.) und Felix Mischke (CCO, 4. v. r.) kennen sich bereits seit der Schulzeit und bringen jetzt mit ihrem Unternehmen die internationale Hotellerie in Bewegung. Neben den beiden stehen auch noch Thomas Wurzinger (COO, 6. v. l.) und Julius Nischk (CTO, 3. v. l.) an der Spitze des Unternehmens.

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen hocaboo doch kurz  unseren Lesern vor!
Felix: Hinter hocaboo steht ein junges Unternehmen aus Berlin dass es sich zur Aufgabe gemacht die Hotellerie zu verändern. Neben Mathematikern, Personalberatern und Hoteliers arbeiten bei uns Menschen die mit der Branche eng verbunden sind. Zu zwölft haben wir eine moderne Jobplattform für Hotels und Arbeitnehmer geschaffen.

Wie ist die Idee zu hocaboo entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Garry: Die Inspiration zu hocaboo kam mir vor ca. einem Jahr. Da besuchte ich ein Alumni-Treffen meiner alten Hotelfachschule. Viele der Ex-Kommilitonen redeten nur von ihrer Karriere und wenn nicht, konnte keiner die Augen vom Handy lassen. So kam die Idee: Eine internationale Jobplattform für die Hotellerie als App.
Felix: Das Team war dann sehr schnell beisammen. Thomas (COO, Anm. d. R.) und Julius (CTO, Anm. d. R.) waren von Beginn an dabei und ein fester Bestandteil von hocaboo.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Garry: Da Felix (Gründer und CCO, Anm. d. R.) und ich keine Entwickler sind mussten wir sehr früh Menschen dafür Bezahlen uns bei der Umsetzung der Idee zu helfen. Der finanzielle Aspekt war daher für uns immer eine große Herausforderung aber auch Motivation zu gleich. Ein solches Produkt letztlich gebootstrapped auf die Beine stellen zu können ist dann eine schöne Bestätigung!
Felix: Mittlerweile haben wir aber mit Mike Zehden (Unternehmer, Anm. d. R.) und Michael Mücke (ehem. Accor-Vorstand, Anm. d. R.) zwei erstklassige Experten und Geldgeber an Bord. Die gemeinsame Zusammenarbeit ist bereichernd und von gestandenen Unternehmern lernen zu dürfen ein Segen.

Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Garry: Deutlich besser als erwartet! Mittlerweile nutzen über 250 internationale Hotels unser Produkt. Man darf nicht vergessen dass wir erst seit März 2016 auf dem Markt sind,nun aber schon Kunden in Dubai, Österreich oder der Dominikanischen Republik bei der Personalsuche unterstützen. Quantität ist aber nur ein Merkmal. Die Qualität unserer Kunden ist mit dem Adlon in Berlin, dem Mandarin Oriental in London oder dem Ritz-Carlton in Bahrain ebenfalls gegeben. Bald kommt bestimmt noch das Grand Budapest Hotel dazu! (lacht)

Wer ist die Zielgruppe von hocaboo?
Felix: Die Zielgruppe umfasst zwei unterschiedliche Parteien: Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Also, Hotels die weltweit auf der Suche nach nationalen und internationalen Berufseinsteigern sowie qualifizierten Fach -und Führungskräften sind und alle Menschen die in der Hotellerie und Gastronomie arbeiten.

Wie funktioniert hocaboo?
Garry: Denkbar einfach. Bei uns lernen sich Unternehmen und Talente dank Algorithmus kennen. Wir sehen uns als „booster“ für die Branche und wollen den Recruitingprozess der Zukunft gestalten. Da dieser bald völlig auf Smartphones stattfinden wird, galt für uns immer „mobile first“….
Felix: …vielleicht sogar „mobile only“. Man kann gespannt sein wie die kommende Generation von Wearables sich für die beruflichen Zunftplanung einsetzen lässt. Derzeit sind wir einfach darüber glücklich dass sehr viele Menschen unser System intuitiv nutzen. Das UX-Team hat hier einen tollen Job gemacht!

Welche Vorteile haben Hotels und wo liegen die Vorteile für die Kandidaten?
Garry: Hotels erleben dank uns zum ersten Mal das Gefühl, nur für das zu bezahlen was man auch nutzt. Pay-Per-Match ist eine Weltneuheit und die Zukunft des Recruitings. Neben dem klaren Kostenvorteil bieten wir auch das bessere Produkt im Vergleichzum herkömmlichen „Post and Pray“. Hotels erhalten für jeden Job die passenden Kandidaten in einer „Short list“ -völlig automatisiert. Mit hocaboo zu arbeiten ist für Hotels einfach effizienter.
Felix: Kandidaten hingegen können Ihre Karriere mit dem Smartphone planen und direkt inder App mit passenden Arbeitnehmern chatten. Uns geht es darum Menschen mit einander zu verbinden und den klassischen Bewerbungsprozess und das Gefüge dahinter zu zerstören.

Hocaboo, wo geht der Weg hin? Wo sehen wir Sie in fünf Jahren?
Garry: Wir haben eine ziemlich genau Vorstellung von dem perfekten Recruitingtool und werden sicherlich die nächsten Jahre damit verbringen uns dem zu nähern. Letztlich finden Sie uns aber immer da wo Menschen aufeinander treffen. Für uns gibt es nichts spannenderes.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Garry: Seid mutig und habt keine Angst eigenes Geld zu investieren. Die allgemeinkulturelle Sicherheitsmentalität ist eine gigantische Hürde für die Entfaltung neuer und innovativer Unternehmen in diesem Land.
Felix: „Loslassen können“ ist wohl auch ein guter Tipp. Am schwierigsten trennt man sich von den eigenen Überzeugungen aber wenn eine Strategie nicht aufgeht muss man dies schnell erkennen und entsprechend reagieren. Falscher Stolz zerstört langfristig wohl jedes Geschäft.

Wir bedanken uns bei Felix und Garry für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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