Hilfe für Einzelhandel: So gelingt der Umstieg auf den E-Commerce

Der erste Schock der Händler nach Eintritt der Corona-Krise hat sich gelegt. Wer handlungsfähig bleiben will agiert. Um ihr Unternehmen aufzufangen, müssen besonders Einzelhändler umdenken und ihre Komfortzone verlassen. So haben einige bereits die Kommunikation zu ihren Kunden verstärkt, andere schnüren Überraschungspakete, stellen Gutscheine aus oder widmen sich der Königsdisziplin: dem Umstieg auf den E-Commerce. 

Doch wie beginnt man mit dem Online-Handel, wenn man von Null auf Hundert starten möchte? Und was benötigt ein Händler eigentlich, um zu beginnen?

Henrik Gurtmann Head of Operations beim digitalen Fulfillment-Netzwerk und Start-up YouSellWeSend weiß mehr:

“Voraussetzungen, um im Online-Handel durchzustarten, sind zuallererst ein Shopsystem, beispielsweise Shopify oder WooCommerce sowie ein Fulfillmentdienstleister. Letzterer übernimmt die Lagerung, Verpackung und den Versand der bestellten Waren und sollte sich für eine zuverlässige Abwicklung per Schnittstellen mit dem Shopsystem des Händlers, sämtlichen Online-Marktplätzen und KEP-Dienstleistern verbinden können. Darüber hinaus lohnt es sich, vorher genau zu schauen, ob und wenn ja, welche Retourenprozesse der Fulfillmentdienstleister anbietet. Je nach Händler-Sortiment können dabei unterschiedliche Anforderungen anfallen”.

Gurtmann empfiehlt daher auf Fulfillmentdienstleister zu setzen, die bereits die passenden Voraussetzungen mitbringen: hohe Flexibilität, digitale Strukturen und standardisierte Prozesse.

Auf die Frage, ob er Angst habe, dass die Fulfillmentdienstleistung von YouSellWeSend durch eine Quarantäne-Maßnahme beeinträchtigt werden könnte, reagiert Gurtmann gelassen:

“Unser Unternehmen hat ein großes Netzwerk aus Partner-Standorten aufgebaut, welches wir mit unserer eigenen Fulfillment-Software steuern. Kundenaufträge werden von uns innerhalb des Netzwerkes auf die Läger verteilt und zu einheitlichen Bedingungen und Konditionen abgewickelt. Sollte es also in einem der Läger zu einer Quarantäne-Maßnahme kommen, könnte die Ware problemlos in eines der Partnerläger transferiert werden”. 

Sind alle Produkte im Online-Shop eingepflegt und ist der Fulfillmentdienstleister mit den passenden Voraussetzungen gefunden, so empfiehlt es sich, die Reichweite des Shops zu erhöhen, damit dieser online von potenziellen Kunden gefunden wird. Dies kann beispielsweise durch SEO-Maßnahmen geschehen, also dem gezielten Einsetzen von aussagekräftigen Schlagworten.

Zudem kann ein kostenfreier Google myBusiness Account angelegt werden. Besteht bereits ein Account des stationären Geschäfts, kann dieser angepasst und mit dem Hinweis versehen werden, dass die Ware nun auch online erhältlich ist. Ein weiterer Weg mehr Aufmerksamkeit zu generieren ist der Weg über soziale Netzwerke, wie Pinterest, Instagram oder Facebook. Sollte trotz Krise doch noch etwas Budget vorhanden sein, so können Anzeigen bei Google oder in den sozialen Medien geschaltet werden. 

Quelle 4elements Group/ YouSellWeSend

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