Habt keine Angst, Funktionsweisen und Look and Feel zu verändern

heycar Online-Plattform für geprüfte Gebrauchtwagen aller Klassen

Stellen Sie sich und das Startup heycar doch kurz unseren Lesern vor!
heycar ist die neue Online-Plattform für geprüfte Gebrauchtwagen aller Klassen direkt von ausgewählten Händlern in Deutschland. Kaufinteressierte finden bei uns ausschließlich Gebrauchtwagen, die höchstens acht Jahre alt sind und maximal 150.000 km Laufleistung aufweisen. Für uns stehen die Interessen unserer User im Vordergrund und wir bieten ihnen eine nutzerfreundliche Alternative zu den anderen Gebrauchtwagenplattformen. Auf heycar finden sie intuitiv, schnell und einfach genau den Gebrauchten, der zu ihnen passt. heycar ist außerdem frei von Werbung, beim Design haben wir uns auf einen zeitgemäßen Look, Schlichtheit und Übersichtlichkeit konzentriert. Wir sind jetzt sieben Monate am Markt und decken bereits knapp die Hälfte unseres Zielmarktes ab. Das heißt, dass die User bei uns bereits mehr als 230.000 Fahrzeuge von über 600 Händlergruppen verteilt auf mehr als 2.000 Standorte finden.

Wie ist die Idee zu heycar entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die digitale Recherche nach Gebrauchtwagen auf den gängigen Plattformen spielt im Gebrauchtwagenmarkt eine immer größere Rolle. Nach unserer Schätzung beginnt der Kaufprozess bei über 40 Prozent aller Gebrauchtwagenkäufe heute schon im Internet, Tendenz stark steigend. Laut des Magazins „Autohaus” stellen Gebrauchtwagenbörsen 33 Prozent des Umsatzes der Gebrauchtwagenhändler sicher. Gleichzeitig fehlt es den Kunden aber an Vertrauen in die dargestellten Autos, in die Verkäufer bzw. Händler und am Ende in die Plattform, so dass die Suche mühsam bleibt und ein wirkliches Kaufinteresse nur sehr langsam entsteht. Hier gibt es aus Kundensicht viel zu verbessern.

Gleichzeitig sehen sich die Händler mit vielen Anfragen konfrontiert, hinter denen noch lange keine wirkliche Kaufabsicht steht. Das kostet sie viel Zeit und Mühe, die sie lieber auf wirkliche Kaufinteressenten verwenden würden. Dieses Spannungsfeld hat heycar erkannt und zusammen mit VW Financial Services und BCG Digital Ventures eine Plattform geschaffen, die Kunden und Händler enger zusammenbringt und den Auswahl- und Kaufprozess viel effizienter und angenehmer macht.

Das Gründerteam bringt recht unterschiedliche Hintergründe mit: Während Oliver (unser CFO) bereits eine lange Karriere in der Automobilbranche, genauer gesagt bei Automobil-Banken, hinter sich hat, war Daniel (unser Chief Commercial Officer) jahrelang Strategieberater und Gründer im Modeumfeld und ist letztendlich über BCG Digital Ventures zu heycar gestoßen. Ich als CEO war jahrelang in der Medienbranche und im Online- Bezahlumfeld in Führungspositionen tätig und kam zum Schluß von Delivery Hero, wo ich Geschäftsführer der Tochterfirma 9Cookies war.

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
heycar ist eine hundertprozentige Tochterfirma der Volkswagen Financial Services AG und wurde unterstützt durch BCG Digital Ventures innerhalb kürzester Zeit konzipiert und an den Markt gebracht. Mit einem so starken Investor im Hintergrund können wir uns zunächst einmal in Ruhe auf den Aufbau unseres Geschäfts konzentrieren und müssen nicht alle vier bis fünf Monate neues Kapital akquirieren.
Die größte Herausforderung ist es nun, die nötige Bekanntheit im Markt zu bekommen, da die beiden existierenden Duopolisten jahrelang unangefochten in den Köpfen der Kunden die einzigen relevanten Anlaufstationen waren. Dafür haben wir dieses Jahr einerseits eine große Marketingkampagne gelauncht, werden auf der anderen Seite aber eben auch alles tun, um mit Qualität und maximaler Kundenorientierung bei unseren Kunden Relevanz aufzubauen, die sich eben auch herumspricht.

Welche Vision steckt hinter heycar?
heycar will der „Caring Leader” für Autosuchende sein. Und zwar in Partnerschaft mit dem  Handel. Wir machen das Finden des passenden Fahrzeugs so einfach wie möglich.
Dabei sind wir agil und experimentierfreudig: heycar entwickelt sich zum „Technological Leader”. Wir arbeiten permanent daran, digitale Produkte und Technologien noch besser nutzbar zu machen.

Wer ist die Zielgruppe von heycar?
Unser Angebot richtet sich sowohl an Autokäufer, die viel Zeit in eine differenzierte Suche investieren, weil sie sich nicht entscheiden können, als auch an solche, die sehr pragmatisch vorgehen und sich schnell entscheiden. Wem Qualität und Vertrauen in die angebotenen Fahrzeuge und in die teilnehmenden Händler wichtig ist, ist bei heycar auf jeden Fall genau richtig.

Wie funktioniert heycar?
Mit unserer sehr differenzierten und übersichtlichen Suche bieten wir unseren Usern die Möglichkeit, genau das Auto zu finden, das alle ihre Kriterien erfüllt und wirklich zu ihnen passt. Sie können sich außerdem auf seriöse Händler, geprüfte Gebrauchte und die Garantiefähigkeit aller Wagen verlassen. Wir begleiten unsere User auf ihrem Weg von der Suche über die Finanzierung bis hin zur Versicherung. Über unseren Kunden-Chat sind wir bei Fragen auch persönlich erreichbar. Den Händlern bieten wir über eben diese Suche vorqualifizierte Leads mit höherer Kaufabsicht. Eine Win-Win-Situation also, die sich in unserem erfolgsabhängigen Vergütungsmodell widerspiegelt.

Welche Vorteile bietet heycar?
Die Suche nach dem Gebrauchten soll keine Zeitverschwendung sein. Deshalb ist heycar einfach aufgebaut, überzeugt mit intuitivem und ansprechendem Design und erleichtert das Suchen und Finden des richtigen Autos. Wir ersparen unseren Nutzern lästige Werbeanzeigen. Stattdessen können sie sich darauf verlassen, dass ihnen Gebrauchte von ausgesuchten Händlern geboten werden, die unsere Qualitätsstandards erfüllen müssen und garantiefähig sind. Über unseren Chat sind wir auch für eine persönliche Beratung erreichbar.

heycar, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir konzentrieren uns jetzt erst einmal darauf, den Code in unserem Zielmarkt Deutschland zu knacken und die Autokäufer für uns zu gewinnen. Ab 2019 ist eine schrittweise Internationalisierung geplant.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Fangt beim Nutzer an, findet heraus, was ihr Problem ist. Versucht nicht, eine mitgebrachte Lösung passend zu machen.
Macht möglichst früh kontrollierte Versuche bezüglich Eures Produkts. Habt keine Angst, Funktionsweisen und Look and Feel zu verändern – so kommt Ihr schneller zur nötigen Relevanz bei Euren Nutzern, und gerade in der Anfangsphase wird man Euch mögliche „Inkonsistenzen” verzeihen.
Macht Euch möglichst früh Gedanken darüber, was für ein Unternehmen Ihr sein wollt, wofür Ihr steht, was Eure Werte und Überzeugungen sind. Davon hängt ab, was für Mitarbeiter Ihr bekommt.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Markus Kröger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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