Her(r) mit Ideen: Webdesign, SEO und Social Media Marketing

Her(r) mit Ideen mit dem Schuss Kreativität

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Her(r) mit Ideen doch kurz vor!
Mein Name ist Nicolai Fleckenstein – ich bezeichne mich als Medienmenschen aus Leidenschaft. Insbesondere der Onlinebereich hat es mir seit vielen Jahren angetan. Bereits 1998, im Alter von 16 Jahren hatte ich meine erste eigene Website programmiert. Der zweite Flash kam etwa 2007 mit dem Aufkommen der sozialen Medien und dem unglaublichen Potential, das sie mitbrachten. Her(r) mit Ideen ist im weitesten Sinne ein Büro für Onlinemarketing mit den Schwerpunkten Webdesign,Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Social Media. Dabei haben meine Partner und ich neben dem Schuss Kreativität auch den Anspruch, uns den Kunden gegenüber stets fair, unkompliziert und transparent zu verhalten.

Wie ist die Idee zu Her(r) mit Ideen entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Im Jahr 2008, noch zu Studienseiten in Ulm hatte ich mich mit einem kleinen T-Shirt Onlineshop selbständig gemacht. Es war auch die Zeit, in der kleinere Unternehmen ins Internet drängten. Über Kontakte aus dem Familien-. und Freundeskreis ergaben sich die ersten kleineren Aufträge zur Gestaltung von Websites. Dieses Projekt blieb aber immer sehr klein, bedingt sicher auch durch mangelnde Business-Erfahrung und ein fehlendes Netzwerk.
2011 zog ich nach Berlin und absolvierte dort eine zusätzliche Weiterbildung in den Bereichen Onlinemarketing und Medienmanagement an einer privaten Akademie. Dort lernte ich einige meiner heutigen Mitstreiter kennen, die aus den verschiedensten Medienbereichen (Film, Fotografie, Musik etc.) kamen. In der Folge begannen wir kleinere crossmediale Projekte umzusetzen, beispielsweise ein Musikvideo eines Berliner Singer-Songwriters oder eine Print- und Onlinekampagne für einen Augenoptikerbetrieb. Nach der Weiterbildung nahm ich zuerst einmal einen Job in einer Berliner Onlinemarketing Agentur an und hatte dort auch die Möglichkeit, mich selbst noch weiterzuentwickeln.
Das große Ziel war jedoch immer, mich wieder selbständig zu machen. Letztes Jahr fiel dann die Entscheidung, eine Selbständigkeit in professionellerem Sinne zu wagen – Familie und Freunde haben mich dabei immer bestärkt und sehr unterstützt. Her(r) mit Ideen ist aktuell ein Einzelunternehmen, wobei ich bei den meisten Projekten mit anderen Freelancern zusammenarbeite. Viele davon noch aus Zeiten der Medienakademie, manche kamen aber auch später ins Netzwerk. Damit habe ich die Möglichkeit, individuell auf den Kunden zugeschnittene crossmediale Pakete anzubieten. So sind wir beispielsweise in der Lage, für eine Website von den Textentwürfen über das Logodesign, Fotografie, Inlinevideos bis hin zu SEO und programmiertechnischer Umsetzung alles „aus einer Hand“ anbieten zu können.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die Finanzierung ist immer das größte Problem, insbesondere zu Beginn, das ist klar. Auf der anderen Seite ist die Einrichtung eines Online Marketing Büros nicht mit größeren Kosten verbunden wie z.B. die eines ganzen Ladens, bei dem man entsprechend erst einmal Waren einkaufen muss. In diesem Sinne wurde es zunächst ein kleines Büro mit entsprechender Ausstattung im Berliner Stadtteil Oberschöneweide, geschickt in der Nähe der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) und der Wissenschaftsstadt Adlershof gelegen. Die Finanzierung konnte ich durch Eigenkapital und finanzielle Unterstützung der Familie stemmen. Allerdings bedeutet Selbständigkeit zu Beginn natürlich auch zunächst mal viel Arbeit und den Aufbau von Rücklagen. Jedoch habe ich auch einen sehr kompetenten Gründercoach im Rücken, an den ich mich jederzeit mit Fragen, sei es betriebswirtschaftlicher Art oder in Finanzierungsfragen wenden kann.
Eine weitere Herausforderung ist die Kundenakquise. Insbesondere der Bereich Webdesign ist doch ziemlich umkämpft – hier muss der eigene USP klar herausgearbeitet und präsentiert werden. Und das natürlich auf möglichst effektiven Werbekanälen. Wir setzen hier viel auf zielgruppengerichtete Facebook Ads und Suchmaschinenmarketing. Und wir sind vor Ort: auf Events, Branchenkonferenzen – aber auch Konzerten und Kulturveranstaltungen.

Wer ist die Zielgruppe von Her(r) mit Ideen?
Im Grunde genommen gibt es zwei Zielgruppen, was sich auch in der Menüführung meiner Website widerspiegelt: Zum Einen Unternehmen, wobei ich gezielt auch Startups anspreche. Das liegt daran, dass ich es als sehr spannend empfinde, zu sehen, wie Projekte wachsen und sich entwickeln. Zum Anderen ist mir der Kunst- und Kulturbereich sehr wichtig, daher biete ich auch Leistungen, die z.B. auf Musiker oder Fotografen zugeschnitten sind.

Welchen Service bieten Sie an?
Wie bereits erwähnt sind die Kerndisziplinen Webdesign, SEO und Social Media Marketing. In diesen drei Disziplinen biete ich auch Workshops und Coachings an, übrigens auch regelmäßig als freier Dozent am Medieninnovationszentrum Babelsberg (MIZ).
Weitere Services sind für Unternehmen und Startups beispielsweise die Begleitung und Beratung während Crowdfunding-Prozessen, die Begleitung von Events mit Liveblogging oder Podcasting – aber auch klassische Printgestaltung, z.B. Visitenkarten Flyer etc.
Für Künstler biete ich zudem noch den digitalen Vertrieb von Musik auf den wichtigen Download- und Streamingportalen an, analog dazu Fotos und Graphiken in den entsprechenden Stockfoto-Portalen. Und natürlich auch hier Social Media Marketing und Promotion, speziell auf Künstler zugeschnitten.
In Zusammenarbeit mit meinen Partnern kommen dann noch Dinge wie (Event-)Fotografie, CI-Entwicklung, Außenwerbung etc. hinzu.

Her(r) mit Ideen,wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Hoffentlich immer noch in dem Beruf, denn er macht mir nach wie vor sehr viel Spaß, ich arbeite gerne mit verschiedenen Menschen zusammen und das Zusammenspiel verschiedener Medien fasziniert mich. Vielleicht ist Her(r) mit Ideen in dieser Zeit wirtschaftlich vernünftig etwas gewachsen, vielleicht mit festen Mitarbeitern. Vielleicht können wir das Portfolio auch noch sinnvoll erweitern – mir würden da so ein oder zwei Dinge einfallen. Ansonsten sehe ich mich auch in fünf Jahren noch mit meiner Kaffeetasse und einem zufriedenen Lächeln am Schreibtisch – oder auf spannenden Außenprojekten.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Seid davon überzeugt, was ihr tut. Stellt euch vorher die Frage: Könnt ihr euch vorstellen, langfristig zu machen? Steht ihr hinter eurem Projekt? Selbständigkeit verlangt mehr Antrieb und Leidenschaft als ein Angestelltenjob. Sprecht mit Familie und Freunden darüber. Vor allem auch solchen, die nicht aus dem angestrebten Bereich kommen: ihre Ratschläge durchbrechen meist eigene Betriebsblindheit. Ein Gründercoach liefert auch nochmal wertvollen Input. Wichtig ist hier bei der Auswahl das Vertrauensverhältnis.
Habt keine Angst vor dem Scheitern: Das zwängt ein. Die meisten erfolgreichen Gründer haben schon mal was in den Sand gesetzt.
Und: Gönnt euch auch im Gründungsprozess freie Pausen, in denen ihr mal abschaltet… das ist extrem wichtig.

Bildquelle Nicole Sengl / 9xklug Fotografie

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Wir bedanken uns bei Nicolai Fleckenstein für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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