Lasst Euch frühzeitig coachen!

Hero Society: Wir helfen Menschen ihre Interessen, Stärken und Begabungen zu erkennen

Stellen Sie sich und das Startup Hero Society doch kurz unseren Lesern vor!
Wir helfen Menschen ihre Interessen, Stärken und Begabungen zu erkennen. In Schulen fördern wir die Kreativität von Kindern und Jugendlichen. Dadurch erkennen sie was in ihnen steckt und lernen, ihre Berufswege anhand ihrer Potenziale zu wählen. In Unternehmen helfen wir Führungskräften dabei, den Nachwuchs von morgen zu verstehen und seine Superkräfte zu entfalten. Jeder Mensch verfügt über Superkräfte. Die Wenigsten sind sich jedoch ihrer persönlichen Potentiale bewusst. Deshalb schlagen viele Menschen unpassende Lebens- und Berufswege ein, in denen sie nicht glücklich werden können. Betriebe werden dadurch unproduktiv, der Einzelne wird krank. Die HERO SOCIETY befähigt Menschen, Gestalter ihres Lebens und ihrer Umwelt zu werden.

In Schulen fördern wir die Kreativität von zehntausenden Kindern und Jugendlichen. Wir stärken ihr Rückgrat und inspirieren ihre innere Einstellung. Dadurch erkennen sie was in ihnen steckt und lernen, ihre Berufswege anhand ihrer Potenziale zu wählen. Im Erwachsenenalter helfen wir Menschen ihre Begabungen zu erkennen und eine erfüllte Arbeits- und Lebensweise zu erschaffen. In Unternehmen verhelfen wir Human Ressource – Verantwortlichen den Wandel der Arbeit im 21. Jahrhundert zu verstehen und dem Nachwuchs die Entfaltung seiner Superkräfte zu ermöglichen. Wenn mehr Menschen ihre Potenziale entfalten, wenn sie den Mut entwickeln Lebens- und Berufswege zu wählen, die zu ihnen passen, dann sind sie glücklicher im Job und effektiver in ihrer Zusammenarbeit. Weniger Menschen sind dann frustriert oder gesundheitlich gefährdet. Denn mehr und mehr Menschen leben das, was ihnen Sinn und Erfüllung gibt. Arbeit an sich stiftet dann mehr Sinn und macht einfach mehr Spaß.

Wie ist die Idee zu Hero Society entstanden?
Mit Anfang Zwanzig gaben wir HipHop-Workshops für Jugendliche. Unsere Begeisterung lag damals auf Breakdance, Rapmusik und Graffiti. In diesen Workshops entstanden Werke und Produkte, auf welche die Leute ziemlich abgefahren sind. Wir selbst haben damals darin unseren Traumjob entdeckt. Das Funkeln in den Augen der Jugendlichen hatte es uns angetan. Mit der Zeit entdeckten in diesen Workshops auch mehr und mehr Jugendliche ihre Begabungen. Wir ließen uns zu Coaches ausbilden und begannen sie zu coachen. Als dann ein junger Bursche aufgrund unserer Begleitung tatsächlich seinen Traumberuf ergriff und damit ein erfolgreicher Choreograf und Tanztrainer wurde, sahen wir es klar vor Augen. Jemand sagte zu uns „Ihr seid Heldenmacher“. Damit war die Idee zur Hero Society geboren.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Zu den größten Herausforderungen gehörte das Erschaffen eines rentablen Geschäftsmodells. Im Social Business versucht man einen echten Impact in der Welt zu erzeugen und dabei wirtschaftlich zu existieren. Profitmaximierung ist dabei nicht das oberste Ziel, sondern Mittel zum Zweck. Dies ist der größte Unterschied zu rein kommerziellen Unternehmen und kostet viele Sozialunternehmen ihre Existenz. Mit radikaler Selbstreflexion, steiler Lernkurve und ein paar weisen Ratgebern ist uns das gelungen. Finanziert haben wir von Beginn an alles selbst – ‚bootstrapped from scratch‘, wie man so schön sagt. In unserer Region gab es damals auch keinerlei Investoren-Landschaft oder Innovationstöpfe. Soc.Ent existierte nicht mal als Vokabel.

Unsere Buchungen waren daher von Anfang an unsere Finanzierungsgrundlage, unsere Messlatte und bestimten auch unser Wachstumstempo. Ganz organsisch, sozusagen. Einen ersten größeren Sprung konnten wir dann machen, als wir in 2013 den Act for Impact Förderpreis gewonnen hatten – Deuztschlands höchstdotierter Förderpreis für soziale Innovationen. Er war mit 40k dotiert. In den Folgejahren erweiterten wir unser Geschäftsmodell auf Unternehmen.

Welche Vision steckt hinter Hero Society?
Ganz simpel formuliert, träumen wir von einer Welt, in der jeder Mensch zu jeder Zeit das tut, was er am besten kann und was ihm am leichtesten von der Hand geht – bei durchlässigen Arbeitsmodellen und -verhältnissen. Wir sind uns sicher, dass dann Frust und Krankheiten sinken werden, die Menschen in unserer Gesellschaft sehr gesund leben werden und Unternehmen und Initiativen über sich hinaus wachsen werden. Das Maß an Innovation und Produktivität, das dann möglich wird, können sich Viele heute nicht mal annähernd vorstellen.

Wer ist die Zielgruppe von Hero Society?
Hauptadressat ist der einzelne Mensch, der durch unser Wirken seine Berufung erkennt und eine passende Arbeitsumgebung findet, in der er diese dann effektiv verwirklicht. Um dazu umzusetzen haben wir mehrere Zielgruppen auf verschiedenen Ebenen der Gesellschaft: erstens junge Berufseinsteiger selbst, denen wir ganz persönlich helfen zu erkennen was in ihnen steckt. Zweitens Lehrer in Schulen, Pädagogen in der Jugendarbeit sowie der gesamte Jugendtourismus. Und Drittens die Personalabteilungen in Unternehmen, denen wir dabei helfen, junge Menschen zu erreichen, ihnen wahrhaft attraktive Arbeitsumgebungen zu bieten und diese junge Workforce mit ihren gewachsenen Strukturen zusammenzuführen.

Welche Vorteile bietet Hero Society?
Wir sind Experten für Potentialentfaltung. Wir coachen junge Menschen vor dem Berufseinstieg oder Berufswechsel. Zweifler, Suchende, aber auch einfach Absolventen. Wir helfen ihren, ihre Berufung zu erkennen und so die richtige Richtung einzuschlagen. Recruitern und Personalverantwortlichen in Unternehmen helfen wir durch Schulungen, Vorträge und Strategieberatung, die junge Generation geeignet anzusprechen, die passenden Kandidaten für ihre Mannschaft zu erkennen, zu gewinnen und zu halten.

Für letzteres schulen und beraten wir sie auch zum stärkenbasierten Stellenmanagement, um Leute in ihre Kraft zu bringen. Ausbildungsverantwortliche bilden wir fort zum besseren Verständis der Generation Z. Für Schulen sind wir ein zuverlässiger Dienstleister im Schulprogramm und versprühen Begeisterung bei Projektwochen und Klassenfahrten und Jugendcamps. Die Lerneffekte und Erfolgserlebnisse, die Jugendliche in diesen Projekten sammeln, sind oft biografie-einschneidend und geben ihnen ein hohes Maß an Selbstwirksamkeit.

Wie ist das Feedback?
Wir erreichen mittlerweile in jedem Jahr tausende von Schülern und mehr und mehr zukunftsgewandte Unternehmen. Die Feedbacks sind äußerst positiv und die Nachfrage steigt auf allen Geschäftsfeldern. Es macht wirklich großen Spaß das zu erleben.

Hero Society, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Bundesweit etabliert, Keynote Speeches auf den führenden Events in Bildung und Arbeitswelt und weiterhin so viel Spaß bei dem, was wir tun. Vor allem in Familien werden wir in Zukunft noch viel stärker präsent sein als heute. Unser besonderes Augenmerk gilt dabei der Erziehung, Bildung und Ausbildung im Zeitalter des digitalen Wandels. Eltern haben zahlreiche Fragen an uns zum Umgang mit ihren Kindern und Jugendlichen. Sie brauchen dringend Orientierung im Thema Smartphone und Co. Hier engagieren wir uns speziell heute und in den nächsten Jahren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Nur 1 Tipp mit kleiner Anekdote: Der kommunale Gründungsberater mit Doktortitel schmetterte uns zu Beginn unserer Gründung ins Gesicht: „Es gibt keine pädagogischen Dienstleistungen“. Sein Tipp war, uns lieber eine andere Idee auszusuchen. Doch uns ging es um eine Herzensangelegenheit und nicht darum, irgendeine Geschäftsidee zu finden. Wir hatten ganz deutlich gesehen, was die Jugendlichen, deren Lehrer und Eltern brauchten. Im Jahr darauf buchten Jugendclubs, Schulen und Bildungsträger unsere kulturpädagogischen Services im Wert von 90k. Nun konnten wir uns einen geeigneten Berater leisten.

Fazit: Lasst Euch frühzeitig coachen von weisen Menschen, die schon dort waren, wohin ihr wollt – egal wie unbekannt sie sein mögen. Lasst Euch aber niemals den Glauben an Eure Sache ausreden von Leuten, die zwar augenscheinlich hohe Reputation, aber von Eurer Zielgruppe keine Ahnung haben.

Bild: Marcell Doppel L, Mitch Senf (Gründer der Hero Society) Foto by Franz Grünewald

Wir bedanken uns bei Marcell Doppel L für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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