Donnerstag, Januar 20, 2022

Her mit der Marie – Spendensammeln mal anders

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Auf Her mit der Marie können Nutzer Fragen beantworten und die Antworten mit einer Spende an eine wohltätige Organisation gewichten

Eines der sensibelsten Themen im Internet ist das Sammeln von Spenden. Es haftet jedem Versuch der Kommerzialisierung des Spendensammelns gleich der Ruch „Böses mit dem Guten zu verbinden“ an. Vor dem Geschäftsmodell steht die moralische Legitimation.

„Her mit der Marie “ nennt sich ein neues Münchner Spendenportal, das den Spagat zwischen Geldverdienen und Moral wagt. „ Marie “ ist eine im österreichischen Raum weit verbreitete Metapher für Geld. Übersetzt nennt sich die Website somit recht dreist „Her mit dem Geld“. Damit unterscheidet sie sich deutlich von den übrigen Spendenportalen, die eher den Weg gehen, den Spendenorganisationen auch Offline nutzen, um Spenden zu akquirieren: Mitleid. Bei „Her mit der Marie“ jedoch steht Unterhaltung im Vordergrund, die Menschen sollen Spaß haben und deshalb für eine gute Sache spenden.

Insbesondere jüngere Menschen und Singles spenden häufig nicht. Wer seine Meinung bei einer der täglich neuen Abstimmungen auf „Her mit der Marie“ kundtun will, muss diese mit einer Geld Spende an eines der zur Auswahl stehenden Hilfswerke gewichten. Auf diese Weise entstehen nicht nur die üblichen Umfrage-Ergebnisse (60% Pro/ 40% Contra): Durch die Hinterlegung mit Geld wird offensichtlich, wie wichtig den Abstimmenden die Sache ist. Insofern sieht sich das Startup als Alternative zu Shitstorms. Der Spender tut nicht nur Gutes, sondern tritt für seine Meinung ein.

Im Gegensatz zu anderen Spendenportalen wie „Betterplace“ & Co. bekennt sich „Her mit der Marie“ zum Geldverdienen. Das wird den Nutzern auch offen kommuniziert: Das Erlösmodell des Startups besteht in der Verrechnung einer Provision, die – inklusive Umsatzsteuer – 15% der generierten Spenden beträgt. Dieser Wert liegt deutlich unter vergleichbaren Aufwendungen für die Gewinnung von Erstspendern mittels Briefen, Anwerbung von Spendern in Fußgängerzonen, etc.. Zudem arbeitet „Her mit der Marie“ vor allem mit kleineren Spendenorganisationen zusammen, die über das Portal mehr Bekanntheit und potentielle Langzeitspender erreichen können.

Ein ungewöhnlicher Ansatz. Aber hält er denn auch einer moralischen Prüfung stand? Dazu Geschäftsführer und Haupt-Ideengeber Guido Bruch: „Uns wird oft vorgeworfen, dass wir mit karitativen Themen Geld machen wollen. Interessanterweise sehen das viele kleine Spendenorganisationen und auch viele junge Leute anders: Sie wünschen sich ein neues Konzept, das nicht nur auf Mitleid setzt, sondern den Leuten Spaß macht und sie so zum Spenden animiert. In anderen Ländern, wie den USA, funktioniert das bestens. Wir wollen niemandem etwas wegnehmen, sondern Menschen fürs Spenden begeistern, die bisher noch gar nicht daran gedacht haben. Übrigens wird bei uns ganz offen kommuniziert, was mit dem Geld passiert, auch das begeistert unsere Partner und Nutzer.“

Parallel zu den „End-Usern“ wird Medienhäusern die Softwareplattform zur Nutzung angeboten. Denkbar erscheinen die Einbettung in interaktive Fernseh-Formate („Gewinnt A oder B?“) oder die Abstimmung über regionale Themen in Lokalzeitungen zu Gunsten ortsansässiger Hilfswerke und Vereinen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle Her mit der Marie GmbH

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