Sprecht direkt von Anfang an mit möglichst vielen Menschen über Eure Idee

help2rent- der Airbnb-Vermarkter & Concierge für Deine Wohnung

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen help2rent doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Name ist Lasse Hotopp, ich bin 36 Jahre alt und lebe in Hamburg. Ich bin in Braunschweig geboren und aufgewachsen, habe dort zunächst fünf Jahre im Vertrieb gearbeitet. Anschließend bin ich für mein BWL- Studium nach Hamburg gezogen. Nach dem Studium war ich rund drei Jahre als Unternehmensberater im Projektmanagement unterwegs. Die Zeit als Berater war sehr abwechslungsreich und interessant, denn ich bin viel rumgekommen und habe tolle Erfahrungen gesammelt. Trotzdem war der Job nicht ganz das Richtige für mich.
Ich habe schon immer darüber nachgedacht, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Etwas, wovon ich wirklich überzeugt bin, was mich begeistert und täglich fordert. Dies hat mich letztendlich auch dazu bewegt, meinen Job zu kündigen und mir eine Auszeit zu nehmen. In dieser Zeit habe ich an verschiedenen Ideen gearbeitet und mich mit ganz neuen Themen beschäftigt. Vor allem war es sehr spannend, meinen eigenen Horizont zu erweitern. Als mir schließlich die Idee kam, war ich sofort begeistert:
help2rent- der Airbnb-Vermarkter & Concierge für Deine Wohnung.
Wir übernehmen alle Aufgaben, z.B. Erstellung des Wohnungsinserats, Schlüsselübergabe, Reinigung der Wohnung u.v.m, die bei der Vermietung der eigenen Wohnung über Airbnb entstehen. Gleichzeitig sorgen wir für eine optimale Vermarktung, indem wir die Preise individuell anpassen, schnell auf Anfragen und Buchungen reagieren und die gesamte Kommunikation mit den Gästen übernehmen. Dazu nutzen wir Airbnb als Plattform. Somit können unsere Kunden mit ihrer Wohnung Geld verdienen, wenn sie nicht zu Hause sind und haben dabei keinen Aufwand.

Wie ist die Idee zu help2rent entstanden?
Weil ich als Berater beruflich sehr viel unterwegs war, stand meine Wohnung oft leer und wurde nicht genutzt. Schon damals hätte ich die Wohnung gerne über Airbnb vermietet. Leider war das ohne fremde Hilfe nicht machbar. Ich war ja nicht da um Gäste in die Wohnung zu lassen, hatte keine Zeit zu putzen und wäre auch nicht als Ansprechpartner in der Nähe gewesen. Meine Freunde zu fragen war auch keine gute Lösung. Einen Service, der dies anbietet, habe ich in dieser Zeit vermisst. Genau darin liegt der absolute Mehrwert, den ich meinen Kunden mit help2rent biete: ein Ansprechpartner, der sich um alles kümmert und wirklich alle Aufgaben übernimmt. Ob nur für ein Wochenende oder ein paar Monate. Der Kunde kann mit ruhigem Gewissen seine Wohnung verlassen, denn er weiß, dass sie in guten Händen ist und seine Gäste immer einen Ansprechpartner in der Nähe haben.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Generell ist es natürlich eine Umstellung, wenn man vorher als Angestellter gearbeitet hat und dann selbstständig ist. Daran musste ich mich erst einmal gewöhnen. Einerseits hat man die Freiheit, sich seine Zeit selbst einzuteilen und ist unabhängig. Das ist wirklich toll. Anderseits besteht die Herausforderung, jeden Tag Prioritäten zu setzen. Aufgrund der begrenzten Kapazität muss ich entscheiden, welche der vielen Aufgaben gerade die wichtigsten sind. Das hat mich schon an manchen Tagen schwer herausgefordert. Man steht vor einem riesigen Berg an Aufgaben, die alle wichtig sind.
Bis zum Start habe ich vier Monate am Konzept und den Vorbereitungen gearbeitet. Eine der größten Herausforderungen war sicherlich auch, sich mit vielen unterschiedlichen Themen zu befassen. Ich habe vorher noch nie eine Webseite aufgebaut oder mich mit der Erstellung von Verträgen beschäftigt. Das Unternehmen ist bisher aus eigenen Mitteln finanziert. Da diese beschränkt sind, musste ich vieles selbst machen bzw. schauen wo ich Unterstützung bekommen konnte.

Wer ist die Zielgruppe von help2rent?
Grundsätzlich ist help2rent für jeden interessant, dessen Wohnung eine Zeit leer steht, der offen ist, diese anderen Menschen zur Verfügung zu stellen und damit Geld verdienen möchte. Dies kann z.B. die Familie sein, die während ihres Urlaubs die Urlaubskasse aufbessern möchte. Auch Menschen, die beruflich viel unterwegs sind, können sich so einen Teil der Miete wieder hereinholen. Zu unseren Kunden zählen aber auch Menschen, die ihre Wohnung aus verschiedenen Gründen eine Zeit lang untervermieten wollen, aber keinen passenden Zwischenmieter finden.

Wie funktioniert help2rent?
Mit jedem Interessenten vereinbaren wir einen persönlichen Termin, bei dem man sich kennenlernt und alle offenen Fragen geklärt werden können. Wir schauen uns gemeinsam die Wohnung an und besprechen die Besonderheiten und Vorzüge, um das Inserat bestmöglich zu gestalten. Zusammen mit den gemachten Wohnungsfotos stellen wir dann das Inserat online. Eintreffende Buchungsanfragen werden von uns gecheckt und es wird geprüft, ob die potentiellen Gäste verifiziert sind und zu der Wohnung passen. Die Gäste bekommen dann von uns alle Informationen zur Anreise und Schlüsselübergabe. Vor der Anreise wird die Wohnung vorbereitet, damit für die Gäste alles perfekt ist. Während der Buchung stehen wir als Ansprechpartner zur Verfügung und kümmern uns um die Gäste. Sobald die Gäste abgereist sind, wird die Wohnung gereinigt, auf mögliche Schäden überprüft und ggf. direkt für neue Gäste vorbereitet.

Warum sollte man help2rent nutzen?
Mit help2rent bekommt jeder eine wirklich einfache Möglichkeit, zusätzlich Geld zu verdienen während die eigene Wohnung leer steht. Das Besondere ist, dass wir ein „Rundum sorglos Paket“ anbieten, bei dem die Gastgeber sich um nichts mehr kümmern müssen.
Gleichzeitig besteht die Sicherheit, dass ein Ansprechpartner zur Verfügung steht, welcher sich um die Wohnung und die Gäste kümmert. Ein weiterer Vorteil ist, dass unseren Kunden keine initialen Kosten entstehen. Erst wenn eine Buchung stattgefunden hat, erhalten wir einen Teil der Einnahmen als Servicegebühr.
Gäste von help2rent können sich sicher sein, dass wir alles dafür tun, ihnen einen schönen Aufenthalt zu ermöglichen. Dies sorgt im Umkehrschuss für gute Bewertungen unserer Kunden und damit wiederum für mehr Buchungen.
Unterm Strich haben also alle etwas davon.

help2rent, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wie jeder Gründer hoffe ich natürlich, dass ich viele Menschen von meiner Idee und dem Service begeistern kann. Der Start ist im August in Hamburg erfolgt und hat bis jetzt schon gezeigt, dass es einen Markt gibt und das Angebot auf ein großes Interesse stößt. Dementsprechend ist es ein klares Ziel in fünf Jahren in allen großen Städten in Deutschland vertreten zu sein. Gleichzeitig habe ich schon jetzt eine Menge Ideen das Modell in verschiedene Richtungen weiterzuentwickeln. Auch das möchte ich bis dahin umsetzen. Mir persönlich ist dabei vor allem wichtig ein tolles Team aufzubauen, mit dem es Spaß macht zusammen zu arbeiten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Sprecht direkt von Anfang an mit möglichst vielen Menschen über Eure Idee. Viele haben Angst, dass jemand eine Idee klaut und dann selbst umsetzt. Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass der Austausch mit anderen mir immer wieder neue Impulse gegeben und Perspektiven aufgezeigt hat. Der Input von anderen hat mich vorangebracht. Alleine hätte ich da viel länger gebraucht und wäre auf viele Details gar nicht erst gestoßen.
Als zweiten Tipp kann ich nur jedem angehenden Gründer empfehlen sich ein Netzwerk aufzubauen. Mietet Euch in einen Coworking Space ein, besucht Veranstaltungen und knüpft Kontakte. Mir hat es sehr geholfen mich mit Menschen auszutauschen, die z.B. auf einzelne Bereiche spezialisiert sind, von denen ich nicht so viel Ahnung habe. Auch der Austausch mit anderen Gründern hilft weiter, weil Ihr wertvolle Tipps bekommen könnt. So kann man Fehler vermeiden und wird gleichzeitig in seiner Idee bestärkt weiter zu machen.
Als letztes würde ich potenziellen Gründerinnen und Gründern den Rat geben möglichst schnell mit dem eigenen Produkt oder Service an den Markt zu gehen. Denn es kommt nie der Punkt an dem man komplett zufrieden ist oder nichts mehr verbessern kann. Deshalb muss man irgendwann die Entscheidung treffen es wirklich zu wagen und das lieber früher als später. Nur dann kann man testen, ob die Annahmen, die man in Bezug auf das Produkt, den Markt und die Kunden hat auch zutreffen. Die Rückmeldungen von Kunden und Gästen waren für mich bis jetzt am wertvollsten, um das Angebot anzupassen und zu verbessern.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Lasse Hotopp für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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