Glaubt an euch, an eure Idee

HelloShrimp: Erweitere dein berufliches und privates Netzwerk

Stellen Sie sich und das Startup HelloShrimp doch kurz unseren Lesern vor!
HelloShrimp ist die erste Social App, die uns wieder hinaus ins wahre Leben bringt und uns dort mit interessanten und faszinierenden Menschen aus unmittelbarer Umgebung zusammenbringt, die ihr berufliches oder privates Netzwerk erweitern möchten.

Wir sind also eine Networking App, die ihren Focus auf das Aufbauen von bedeutsamen Beziehungen legt, die für beide Seiten von Nutzen sind. Allerdings gibt es im Gegensatz zu anderen bestehenden Apps bei uns keinen Chat oder Profile, hinter denen man sich verstecken kann. Um jemanden kennenzulernen, muss man wieder hinaus ins echte Leben. Bei uns nutzt man das digitale um das analoge erlebbar zu machen.

Wie ist die Idee zu HelloShrimp entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Als wir eines Tages feststellten, wie viele Kontakte wir auf den gängigen Networking-Plattformen wie z.B. LinkedIn, Xing, Facebook und Co. hatten schossen uns viele Fragen durch den Kopf – welchen gegenseitigen Nutzen bringen uns diese vielen hundert Kontakte, wer bringt uns wirklich weiter, wen kennen wir tatsächlich? Wir stellten ziemlich schnell fest, dass wir diese Menschen an einer Hand abzählen konnten und der Begriff Networking mehr und mehr zu einem Buzz-Word verkommen war. Der eigentliche Sinn des Networkings, der behutsame und strategische Aufbau und vor allem die Pflege eines Netzwerks ist leider in den Hintergrund gerückt.

Denn viele gehen an den Aufbau von Netzwerken eher als „Hunter“ und nicht als „Farmer“ heran. Ziel sollte es jedoch sein, Samen zu säen, die Mehrwert, Kompetenz und Vertrauen bringen. Die meisten betreiben jedoch exzessiv das „Hit and Run“ Spiel. Niemand wird in der Lage sein aus einem Netzwerk mit tausenden Kontakten einen echten Mehrwert zu schaffen, wenn von vornherein die Parameter für den Aufbau eines Netzwerks falsch gesetzt wurden. Ganz zu schweigen davon, wie schwierig sich eine ordentliche Pflege dessen gestaltet.

Das Aufbauen von Beziehungen und vor allen Dingen Vertrauen benötigt Zeit und auch das persönliche Gespräch und Treffen. Wenn all diese Dinge beherzt werden, kann Networking eine Menge Spaß bringen und vor allem sehr gewinnbringend sein.

Wir haben uns also hingesetzt und die Frage gestellt, wie wir eine App schaffen können, die Menschen dabei hilft ihr persönliches und berufliches Netzwerk mit Kontakten zu erweitern, die ihnen wirklichen Mehrwert bringen, die das digitale nutzt, um das analoge erlebbar zu machen und darüber hinaus den Nutzer bei der Pflege seines Netzwerks unterstützt.

Dabei war uns wichtig, dass die Leute sich aber wieder zuallererst in der wahren Welt, im echten Leben treffen, und herauszufinden, ob sie eine geschäftliche oder private Beziehung eingehen wollen. Das alles sind keine neuen Erkenntnisse, und unzählige Studien belegen, dass nach wie vor das persönliche Gespräch bei einer Tasse Kaffee oder einem guten Essen effektiver als alle anderen Praktiken ist, um eine Beziehung oder eine Partnerschaft zu fördern und aufzubauen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Ich denke die größte Herausforderung war, ist und wird nach wie vor die Überzeugungsarbeit bleiben. Viele haben mittlerweile verlernt ungezwungen auf andere Menschen im wahren Leben zuzugehen und dabei die schützende Anonymität ihrer Online-Profile zu verlassen. Dabei war das vor vielen Jahren noch gang und gäbe – sein Haus verlassen zu müssen, um mit Menschen zu interagieren.

Wir brauchen nicht viele Menschen, um glücklicher oder sozial anerkannter oder vernetzter zu sein. Wir sollten nur vermehrt auf die Qualität statt Quantität unserer Beziehungen achten. Vielen fehlt auch mittlerweile die Fähigkeit emotionale Beziehungen aufzubauen und die Zahl derer, die niemanden haben, mit dem sie wichtige Dinge austauschen können hat sich auch durch die Digitalisierung unserer Welt seit 1985 verdreifacht. Und genau da sehen wir auch eine der Vorteile von HelloShrimp – die Qualität der Beziehungen sollte wieder im Vordergrund stehen, wir helfen Menschen ungezwungen und vorurteilsfrei aufeinander zuzugehen.

Eine weitere Herausforderung war die technische Entwicklung der iOS App, bei der viele Faktoren ineinander greifen mussten. Use-Cases waren teilweise zu komplex in der Umsetzung und mussten immer wieder kritisch hinterfragt und angepasst, APIs angebunden und getestet werden. Am Ende stand jedoch ein Produkt, mit dem wir uns alle identifizieren konnten und uns Raum für viele weitere Ideen ließ.

Wer ist die Zielgruppe von HelloShrimp?
Zu unseren Zielgruppen zählen Menschen, die anstatt digitaler Visitenkarten zu sammeln wieder echte Beziehungen zu anderen Menschen aufbauen möchten. Menschen, die den persönlichen und ungezwungenen Umgang mit Gleichgesinnten suchen, um Gemeinsamkeiten und potenzielle Zusammenarbeiten zu erkennen, die neu in einer Stadt sind und jemanden suchen, der ihnen die Stadt aus ihrer Perspektive zeigt, Gründer, die Partner, die ersten Mitarbeiter oder potenzielle Investoren und Business Angels suchen, Menschen, die ihre eigene Umgebung neu erfahren oder bestehende Netzwerke besser kennenlernen möchten.

Aber auch Personalabteilungen und HR Managern bieten wir mit HelloShrimp eine effektive und gewinnbringende Alternative, die eigene Unternehmenskultur weiter zu verbessern und anzureichern und damit seinen Mitarbeitern die Möglichkeit zu bieten, sich während oder nach der Arbeitszeit zu vernetzen oder die Team oder abteilungsübergreifende Kommunikation zu intensivieren und zu verbessern.

Wie funktioniert HelloShrimp?
Das Funktionsprinzip ist sehr einfach. In wenigen Sekunden kann man einen sogenannten Shrimp erstellen, also eine themenbasierte Verabredung. Man kann entscheiden, ob das Treffen privater oder beruflicher Natur sein soll, bestimmt Datum und Zeit, die Anzahl der Leute, die man treffen möchte (bis zu drei) und kann sich aus kuratierten Orten, die die App vorschlägt einen Ort heraussuchen, an dem man sich treffen möchte.

Interessierte können sich darauf bewerben, der Gastgeber entscheidet dann per „Swipe“ und anhand der Profile der Bewerber, mit wem er sich treffen möchte. Der Rest liegt dann in den Händen und am Geschick der Menschen, die sich zusammenfinden.

Nach diesen Treffen können dann alle Beteiligten entscheiden, ob sie sich miteinander vernetzen möchten und wann sie sich wieder treffen sollten, damit diese Beziehung aufrechterhalten bleibt. Ein intelligenter Timer, der schon bald neuer Bestandteil der App werden soll, kann ihnen dabei helfen und sie daran erinnern.

Wie ist das Feedback?
Das Feedback ist sehr positiv und wir erhalten viel Zuspruch von Menschen, mit denen wir uns persönlich unterhalten. Bereits jetzt können wir eine erste Tendenz sehen, wer unsere App nutzt und arbeiten daran, diese Erkenntnisse sinnvoll in unsere Strategie und Entwicklung mit einzubringen. Trotzdem haben wir noch eine Menge Arbeit vor uns, um HelloShrimp zu dem zu machen, was es sein soll – die soziale App, die dort weiter macht, wo derzeit die klassischen sozialen Netzwerke versagen – beim behutsamen Aufbau, bei der Intensivierung und Pflege von echten und gegenseitig nutzbringenden Beziehungen.

HelloShrimp, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
HelloShrimp ist nach einer Testzeit, die nur auf Berlin ausgerichtet war auch für alle anderen Städte und Orte in Deutschland in sowohl in deutsch als auch englisch kostenlos nutzbar. Vorrangig feilen wir weiter an möglichen Monetarisierungskonzepten und wollen natürlich unsere Nutzerzahlen durch die stetige Weiterentwicklung unserer App steigern, dafür bereiten wir unsere erste Finanzierungsrunde vor und wollen potenzielle Business Angels oder Investoren von unserer Idee überzeugen.

Die Entwicklung der Android Version steht für uns an oberster Stelle, bisher haben wir aber noch keinen passenden Android Entwickler gefunden. Darüber hinaus intensivieren wir momentan unser Marketing und suchen noch Mitstreiter, die unsere Idee unterstützen und uns dabei helfen wollen, HelloShrimp weiter nach vorn zu bringen.

Momentan sprühen wir vor Ideen, viele Features, die einen enormen Mehrwert für unsere Nutzer darstellen und richtiges Networking wieder zu einem wichtigen Bestandteil ihres Lebens machen könnten hängen derzeit im Product Backlog. Stabilität und Performance sind weitere Punkte, die ganz oben auf der Agenda stehen.

Darüber hinaus möchten wir in den nächsten sechs Monaten einen weiteren internationalen Markt und Anwendungskonzepte testen, um uns so mehr Spielraum bei strategischen Entscheidungen zu schaffen.

Was die nächsten 5 Jahre angeht ist eines unserer Ziele sicherlich an der Zukunft des Networking entscheidend mitzugestalten – egal, ob das die Art und Weise ist, wie sich Menschen miteinander verbinden oder wo und wie man unsere Anwendung nutzt. Wir können uns vorstellen, auch in anderen Bereichen des Zusammenarbeitens und -lebens einen echten Mehrwert zu bringen oder eine Alternative zu bestehenden Lösungen zu sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Nutzt HelloShrimp, um euch mit interessanten und faszinierenden Menschen zu verbinden. Kein Meeting ist zu klein, kein Mensch zu unbedeutend, um sich nicht mit ihnen zu treffen und sich gerade in der Anfangsphase auszutauschen.

Fokussiert euch wieder darauf, echte Beziehungen und Freundschaften aufzubauen. Auch das kann oftmals bei der Entwicklung von Produkten oder dem Gründen seiner eigenen Firma sehr hilfreich sein.

Ignoriert den Hype um andere Firmen. Glaubt an euch, an eure Idee. Entwickelt einen Plan, an dem ihr festhalten solltet.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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