Bilde Partner Ecosysteme und profitiere von Zeit- und Geldersparnis

Heimwaechter Social Security System startet Crowdfunding auf Kickstarter

Stellen Sie sich und das Startup DigitalThinx doch kurz unseren Lesern vor!
Wir, die DigitalThinx GmbH, haben uns im April 2017 hier in Köln gegründet. Wir fokussieren uns neben der Eigenentwicklung von IoT-Lösungen auf die Begleitung unserer Kunden und Partner im Rahmen der Entwicklung digitaler Business Lösungen. Die Unterstützung erstreckt sich von der Incubation, über das Pilot Prototyping bis zur Growth Phase digitaler Lösungen. Darüber hinaus bieten wir Mentoring sowie die Bereitstellung einer IoT-Connectivity Plattform für Startups im IoT Sektor an. Mit Heimwaechter starten wir unser erstes eigenes IoT Projekt auf Kickstarter.

Wie ist die Idee zu Heimwaechter entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Idee zu Heimwaechter ist bereits Ende letzten Jahres entstanden. Aus der leidigen Erfahrung, dass eines unserer Teammitglieder selbst Opfer eines Einbruchs wurde. Während wir uns auf dem Markt der smarten Alarmsysteme umgeschaut haben, fiel uns auf, dass die bestehenden Lösungen auf der einen Seite entweder günstig aber nur sehr wenige Features besitzen, nicht wirklich “smart” sind, oder auf der anderen Seite viel zu komplex, überzeichnet und überteuert sind. Abgesehen davon ist das Thema Datenschutz für uns sehr wichtig, bestehende Lösungen haben dieses nur spärlich, wenn überhaupt, behandelt.

Die Lösung sollte ein einfaches System sein, welches möglichst wenig Involvement des Nutzers benötigt, innovative Features, wie bspw. Social Security durch die Community beinhaltet und dennoch für einen wirklich attraktiven Preis zu haben ist.
Das Gründerteam ist prinzipiell durch den Austausch verschiedener Ideen im Bekanntenkreis entstanden. Irgendwann war die Ideenpipeline prall gefüllt und der Gründungsgeist über die Zeit so stark angewachsen, dass wir den Schritt gegangen sind.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung für uns war, dass wir die Idee in einem Partnerecosystem umsetzten wollten. Hier kam es auf die Auswahl der richtigen Partner an. Diese zu finden und das Ecosystem aufzubauen war ein wichtiger Meilenstein. Nach diesem Meilenstein konnten wir beginnen unsere Produktvision zu verwirklichen. Durch unser neu aufgebautes Partnerecosystem, welches Teile der Entwicklung der Elektronik und des Backends übernommen hat, war es uns möglich, schnell unsere Vision in einem Friendly Customer Trial umzusetzen und hier weitere Erkenntnisse zu unserer Idee zu sammeln. Finanziert haben wir uns bisher komplett privat, sowie durch weitere Projekte und Beratung in Bereich der Digitalen Transformation querfinanziert.

Warum haben Sie sich für eine Crowdfunding Finanzierung entschieden?
Wir glauben grundsätzlich an die Dynamik von Communities. Kickstarter basiert genauso wie Heimwaechter auf der Gemeinschaft, insofern erhoffen wir uns eine positive Resonanz während der nächsten 30 Tage, der Laufzeit unserer Kampagne. Darüber hinaus bietet Crowdfunding die Möglichkeit eines ehrlichen und kompetenten Feedbacks, welches unerlässlich zur weiteren Entwicklung Perfektion angebotener Produkte ist. Insofern gibt es uns die Möglichkeit, Heimwaechter mit unseren Kunden auf den letzten Schritten gemeinsam zu Ende zu entwickeln.

Wo sehen Sie für sich die Vorteile?
Crowdfunding Plattformen haben an sich den Vorteil, dass deren Mitglieder sogenannte First Mover sind. Das heißt, eine interessierte und aufgeschlossene breite Basis an potentiellen Kunden. Diese Kunden geben ein kritischeres Feedback, als beispielsweise Familie und Freunde. Zudem screenen verschiedene Tech Media regelmäßig Kickstarter, so dass zusätzlich zu der Kundenreichweite auch die Aufmerksamkeit durch Medien generiert werden kann.

Was werden Sie nach erfolgreicher Finanzierung umsetzen?
Wir sind momentan in den Endzügen unseres Friendly Customer Trials, das System läuft stabil und wir bekommen konstruktives Feedback. Auf Basis dieses Feedbacks werden wir unsere App zur endgültigen Marktreife entwickeln. Außerdem werden wir das Backend zur Skalierung weiterentwickeln. Neben Weiterentwicklung der Software, wird ein Teil des eingesammelten Kapitals für die erste Hardwarebestellung benötigt.

Wer ist die Zielgruppe von Heimwaechter?
Also generell ist Heimwaechter für alle Wohnsituationen interessant, wobei unser klassischer Zielkunde der Wohnungsmieter ist. So geschehen nahezu 75% aller Einbrüche in Deutschland in Wohnungen und nicht in Einfamilienhäusern. Jedoch sind lediglich 2% der Haushalte in Deutschland sind mit einem Alarmsystem ausgestattet. Gründe dafür gibt es verschiedene, der Mieter möchte nicht viel Geld in das Eigentum eines Anderen, des Vermieters, investieren oder im Falle eines Umzugs flexibel bleiben. Genauso spielen praktische Gründe eine Rolle, wer bspw. einen Fehlalarm in einem Mehrfamilienhaus auslöst, und die Sirene mitten in der Nacht das ganze Haus aufweckt, wird sich überlegen ob er das System weiternutzt.

Wie funktioniert Heimwaechter?
Heimwaechter ist ein Social Security System. Getreu dem allseits bekannten Spruch der Polizei: „Der Nachbar ist der beste Einbruchschutz“, involviert das System die umliegende Nachbarschaft und gibt so dem potentiellen Einbrecher das Gefühl der permanenten Beobachtung. Heimwaechter funktioniert auf Basis von optischen Kontaktsensoren. Diese werden an den potentiellen Einbruchstellen, wie zum Beispiel der Haus- oder Balkontür, befestigt. Der Nutzer verlässt die Wohnung und das System wird automatisch, durch Verlassen eines vorher festgelegten Radius, scharfgeschaltet. Sobald nun ein Einbrecher die Haustür aufstemmt, meldet der Kontaktsensor dies an die Cloud. In nahezu Echtzeit kontaktiert diese, je nach individueller Einstellung, erst den Nutzer, bzw. seine Familie, oder direkt die gesamte in der App hinterlegte Community.

Diese Community besteht aus Nachbarn nebenan, gegenüber, oben drüber, unten drunter oder auch am anderen Ende der Straße. Es handelt sich dabei um persönlich Bekannte und nicht um Fremde, es gibt dabei keine zahlenmäßige Begrenzung der Gemeinschaft. Heimwaechter umgeht damit die Anonymität von Alarmsirenen, denen heutzutage keiner mehr besondere Aufmerksamkeit schenkt. Persönlich Bekannte haben eine andere Motivation zu helfen, das persönliche Wohlergehen eines Bekannten liegt einem mehr am Herzen. Kontaktiert wird die Community simultan, heißt zeitgleich, über Telefonanrufe, SMS, Push Nachrichten sowie Email. Über eine Messengergruppe kann sich nun organisiert und Beobachtungen geteilt werden um letztendlich Hilfe anzufordern.

Welche Vorteile bietet Heimwaechter? Was ist Ihr USP?
Mit Heimwaechter haben wir das Ziel verfolgt, ein stabiles, einfach handzuhabendes und innovatives Sicherheitssystem mit Fokus auf Datenschutz zu einem absolut fairen Preis anzubieten. Getreu dem Motto „Weniger ist Mehr“, konzentriert sich Heimwaechter auf das Wesentliche und Relevante um eine Wohnung abzusichern. Durch den Aspekt der Social Security, die Nachbarschaft als Sicherheitsgemeinschaft, beschreitet Heimwaechter neue und innovative Wege. Hohe Kosten, für private Sicherheitsdienste die mit klassischen Alarmsystemen verbunden sind, gehören damit der Vergangenheit an.

Heimwaechter, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Neben unserer Einbruchslösung, sind wir bereits dabei weitere smarte Lösungen zu entwickeln, wie beispielsweise smarte Rauchmelder, Feuchtigkeits- und Luftfeuchtigkeitssensoren. Mittelfristig ist unser Ziel, smarte Technologien mit der Community aktiv zu verbinden und dadurch Mehrwerte für den Enduser zu schaffen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Während unserer gesammelten Lebens- und Berufsjahre, vor allem in den Phasen von Unternehmensgründungen, konnten wir die folgenden Erkenntnisse sammeln:
– Es muss nicht immer eigenentwickelt werden, nutze bestehende Ressourcen
– Jeden Tag Geschäftsmodell und Zielgruppe hinterfragen
– Probleme direkt im Team angehen
– Bilde Partner Ecosysteme und profitiere von Zeit- und Geldersparnis

Weitere Informationen finden Sie hier

Link zum Crowdfunding

Wir bedanken uns bei Dirk Schäfer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

KOSTENLOSER NEWSLETTER

Erhalten Sie regelmäßig die neuesten Updates der internationalen Startup-Szene!

Hier finden Sie unsere Datenschutzerklärung

X