Samstag, Oktober 16, 2021

Heiko Müller: Die FinTech Branche steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Heiko Müller verantwortlich für die Expansion von Ebury in der DACH-Region im Interview

Stellen Sie sich und Ihr Unternehmen Ebury doch kurz vor!
Heiko Müller: Mein Name ist Heiko Müller. Ich bin verantwortlich für die Expansion von Ebury (www.ebury.de) in der DACH-Region. Ebury ist ein 2009 gegründetes FinTech-Unternehmen aus London, dass kleine und mittelständische Unternehmen bei der Durchführung von Fremdwährungstransaktionen und dem Management von Fremdwährungsrisiken unterstützt.

Was sind Ihre Aufgaben bei Ebury?
Heiko Müller: Meine Aufgabe ist der Aufbau der deutschsprachigen Abteilung innerhalb des Unternehmens und die Expansion nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz.

Ebury ist vor kurzem in Deutschland gestartet. Sind Sie mit der Entwicklung zufrieden?
Heiko Müller: Ich habe im März mit einem Mitarbeiter angefangen und mittlerweile benötigen wir schon 12 Kollegen, um unseren wachsenden Kundenstamm in Deutschland zu betreuen und auszubauen. Dabei fällt auf: Deutsche Unternehmen sind im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn deutlich vorsichtiger mit einem Wechsel, selbst wenn sie mit existierenden Dienstleistungen nicht zufrieden sind. In Gesprächen mit Interessenten hören wir immer wieder eine generelle Skepsis gegenüber Anbietern aus dem Ausland heraus. Speziell bei Traditionsunternehmen gibt es trotz der vielen Vorteile gewisse Vorbehalte gegenüber Innovationen. Wir merken allerdings, dass besserer Service und Produkte sowie der zunehmende Wettbewerb uns in die Karten spielt und wir zunehmend als der bevorzugte Partner für das Auslandsgeschäft wahrgenommen werden.

Wer ist die Zielgruppe von Ebury?
Heiko Müller: Unsere Dienstleistungen richten sich hauptsächlich an den klassischen Mittelstand und Unternehmen, die aus den bisherigen Bankdienstleistungen herausgewachsen sind. Im Bereich der exotischen Währungen arbeiten wir unter anderem mit Wohltätigkeitsorganisationen zusammen, die häufig Probleme haben, Spendengelder effizient und effektiv in das Projektland zu transferieren.

Welchen Service bieten Sie an?
Heiko Müller: Wir sehen uns als Spezialist für Auslandstransaktionen. Was einfach klingen mag, umfasst Zahlungen in über 140 Währungen, langfristige Absicherungen von Währungsrisiken, die Bereitstellung von Lösungen zum Erhalt von Fremdwährungszahlungen für Unternehmen, die Produkte außerhalb des Heimatmarktes verkaufen, die Abwicklung von Zahlungen auf eWallets und Karten, sowie die Bereitstellung von kurzfristigen Finanzierungen für den Import von Produkten und Dienstleistungen.

Wie sehen Sie die Entwicklung der FinTech-Branche in Deutschland?
Heiko Müller: Deutschland ist nicht gerade dafür bekannt, finanzielle Innovationen oder finanztechnische Revolutionen hervorzubringen. Dementsprechend ist der FinTech-Bereich im Gegensatz zu Großbritannien auch noch in den Kinderschuhen und viele FinTech-Unternehmen kämpfen nicht nur um Marktanteile, sondern auch um die Daseinsberechtigung einer alternativen Finanzdienstleistungsbranche.

Wie wird sich die FinTech-Branche in den nächsten Jahren entwickeln?
Heiko Müller: Heutzutage können viele Produkte und Dienstleitungen global verglichen und alternativ bezogen werden und dieser Trend wird sich auch bei Finanzdienstleistungen weiter verstärken. Viele klassische Bankendienstleistungen werden mittlerweile effizienter und kostengünstiger von FinTech-Unternehmen angeboten, da Banken aufgrund ihrer institutionellen Trägheit Entwicklungen verschlafen haben. Trotz der steigenden Anzahl an FinTech-Unternehmen weltweit gibt es noch viele Bereiche, die immer noch extrem ineffizient und intransparent sind. Daher sehe ich auch noch kein Ende der Möglichkeiten für FinTechs.

Ebury, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Heiko Müller: Unser bisheriger Erfolg ist allein in Europa entstanden. Unsere Expansionspläne eröffnen bisher ungeahnte Möglichkeiten für uns. Ebury ist kein Start-Up mehr, sondern auf dem besten Weg, ein global bekanntes und agierendes Unternehmen zu werden.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Heiko Müller: Chancen, einen Unterschied zu bisherigen Dienstleistungen und Produkten zu bieten, gibt es viele. Ohne Hartnäckigkeit, den festen Willen, das gesteckte Ziel zu erreichen und die Möglichkeit, sich selber über die eignen Limits zu pushen, wird aber auch das beste Produkt nicht erfolgreich sein.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Heiko Müller für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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