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hearts for heels Gründerin Birgit Unger stellt ihre Erfindung für Frauen die High Heels tragen in Die Höhle der Löwen vor

Stellen Sie sich und das Startup Unternehmen hearts for heels doch kurz vor!
Birgit Unger: Mein beruflicher Werdegang begann in internationalen Werbeagenturen wie Ogilvy & Mather, Saatchi & Saatchi und Young & Rubicam, als Art-Director betreute ich Kunden wie Katjes, yes, yes, yes, Tuborg Beer oder Lufthansa. Eine tolle Zeit, denn ich konnte viel reisen und begleitete Shootings für die Commerzbank in Tunesien oder für die Rentenreform in Paris. Wir gewannen eine Auszeichnung beim ADC und den einen oder anderen New Business Etat. Später war ich Freelancer für Sony Music oder BMG.

Als Chefredakteurin des Reisemagazins Deluxe Mallorca habe ich in den letzten zehn Jahren auf Mallorca Interviews mit Prominenten wie Wolfgang Kubicki oder Heiner Lauterbach geführt und Events für Kunden wie Rolls-Royce Motor Cars oder Julius Bär Private Banking begleitet. Natürlich werden dabei für das Editorial im Magazin auch immer Fotos gemacht. Man achtet also sehr darauf, was man trägt. Ein schönes Kleid und schicke Pumps gehören täglich zur Garderobe.

Wie ist die Idee zu hearts for heels entstanden?
Birgit Unger: Leider hatte ich mit einer halben Schuhgröße immer Mühe, passende High Heels zu finden. Oft sitzen sie in der Boutique perfekt, aber zuhause merkt man, sie sind eigentlich zu klein oder ein paar Millimeter zu groß. So passiert vor etwa drei Jahren: die sündhaft teuren Stuart Weitzman Pumps, die bei 40 Grad im Schatten auf Mallorca eine gute Wahl schienen, waren im Dezember in Frankfurt beim Red Carpet Event in Feinstrümpfen deutlich zu groß. In den Wochen darauf begann ich, über Lösungen für das Problem nachzudenken, versuchte die gängigen Fersenpolster, die man im Drogeriemarkt findet, und fuhr letztlich in den Baumarkt, um nach Material zu sehen.

Tatsächlich fand ich einen Werkstoff, den ich zuhause zurechtschnitt – und es funktionierte! Nur sah es nicht gut aus. Wenn man aber ein weicheres Pendant in einer tollen Farbe wie Pink vielleicht in Herzform bringen könnte, das wäre doch für Frauen ein schönes Produkt und ganz neu. Es gab ja nichts im Handel, das half.

Im September kommen hearts for heels jetzt endlich auf den Markt. Die kleinen soften Pads werden vor die Zehen in Schuhe mit spitzer Kappe gelegt, wo sie ein paar Millimeter leicht zu großer Pumps oder Ballerinas auskleiden, damit der Fuß an der Ferse fest im Schuh sitzt. Mehr dazu steht auf Facebook

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?
Birgit Unger: Beim Abendessen erzählte ich einem Bekannten, der selbst ein innovatives Pharma-Unternehmen leitet, von meiner Idee und – erstaunlicherweise – gab es in seinem Freundeskreis einen Kontakt mit Vertriebsfläche im deutschen Schuhhandel. Wir vereinbarten ein Treffen, um seine Meinung zu einzuholen, und er zeigte sich interessiert. Also suchte ich eine Produktion und bat um Muster, bis wir letztlich ein Produkt vorliegen hatten, mit dem alle Seiten zufrieden waren. Ende August gehen wir jetzt mit einer ersten Auflage in den Handel.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Birgit Unger: „With a little help from my friends“ … vom Fotoshooting über das Kickstarter-Video bis zur Produktion habe ich einige Gefallen von echten Pros in Anspruch nehmen dürfen, danke nochmals an alle, die geholfen haben. Letztlich war die Stimme des erfahrenen Vertrieblers von Nico Ausschlag gebend, der mir Mut machte, die Idee umzusetzen. Und ich fand einen Investor, der die erste Testreihe finanzierte. Es sind gut zwei Jahre im Handel nötig, bis sich eine neue Idee etabliert, ich muss also geduldig bleiben und hart arbeiten – hinter mir liegt ein wenig glamouröser Verpackungsmarathon von vier Tagen mit Plastiktütchen, Aufklebern, Einschiebern und Tausenden kleiner weicher Herz-Pads.

Wer ist die Zielgruppe von hearts for heels?
Birgit Unger: Klar definiert: Frauen, die gerne spitz zulaufende High Heels tragen! Aber auch für Ballerinas und Ankle Boots mit spitzer Kappe sind hearts for heels ein tolles Accessoire.

Wenn ein Schuh perfekt passt, braucht man die Herz-Pads nicht. Aber sobald ein paar Millimeter Spiel das Gehen schwierig oder unbequem machen, wird man damit viel Freude haben. Online habe ich kürzlich Ankle Boots Made in Italy bestellt, die letztlich Made in China ankamen und nicht so toll passten. Mit hearts for heels sind sie viel besser zu tragen.

Was ist das Besondere an den hearts for heels?
Birgit Unger: Statistisch gesehen passen nur 30 % aller Schuhe wirklich. Zu groß sind die genetischen Unterschiede, als dass die Schuhindustrie für jeden genau die richtige Größe bereithalten könnte. Außerdem verändert sich im Laufe des Tages das Volumen des Fußes und Schuhe, die morgens gut passen, können nachmittags zu eng erscheinen. hearts for heels sind eine einfache Lösung für Schuhe mit spitzer Kappe, die ein paar Millimeter zu groß sind. Sie puffern den Zeh vorne weich ab und bieten einen weichen Widerstand, der sich dem Fuß anpasst, damit die Ferse fest sitzt.

Wie ist das Feedback?
Birgit Unger: Da es bisher kein vergleichbares Produkt im Handel gibt, sind einige Erklärungen notwendig. Wir haben von den Testerinnen, die hearts for heels in spitzen Pumps ausprobieren, die ein wenig zu groß sind, sehr positives Feedback bekommen. Nicht alle Labels bieten Schuhe in halben Größen an, hier greift die Idee. Sie vergrößert die Optionen oder macht aus leicht ausgetretenen Pumps im Schrank neue Lieblingsteile.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für Die Höhle der Löwen zu bewerben?
Birgit Unger: Die Sendung gehört aus meiner Sicht zur wichtigsten im TV derzeit mit „Bildungsauftrag“. Man lernt, welche Themen für mögliche Investoren interessant sind und allein der Fragebogen zur Sendung ist learning by doing für ein Startup, dass seinen Wert noch nicht einschätzen kann.

Wie haben Sie sich auf Die Höhle der Löwen vorbereitet?
Bereits vor zwei Jahren hatte ich mich für die Sendung beworben, kurz nachdem ich im Baumarkt eine erste Idee zum Produkt hatte. Ich wurde abgelehnt, natürlich, denn es lag ja noch kein „business case“ vor. Der Fragebogen war meine guide line, so wusste ich, was ich suchen musste, um angenommen zu werden. Und beim zweiten Versuch klappte es. Zwar war ich eigentlich etwas zu früh dran, aber das war auch Kalkül meinerseits. Die Meinung der Jury war mir wichtig, BEVOR ich auf den Markt kam, jetzt war noch Zeit, zu justieren. Die Sendung ist perfekt durchorganisiert und bietet eine großartige Plattform für innovative junge Unternehmen.

Sie sind eines der wenigen Startup-Unternehmen, das es in die Show Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Ich kann ehrlich sagen, ich war noch nie so nervös. Mein Produkt lag nur als Prototyp vor, der zudem nicht besonders gelungen war. Noch gab es keine Zahlen, nur eine Vision. Aber ich wollte sehen, wie die Löwen reagierten, und besonders Carsten Maschmeyer stellte interessante Fragen, die ich im Nachhinein in Betracht zog und die das finale Produkt deutlich verändert haben. Danke dafür.

Auch Judith Williams´ Kritik war sehr hilfreich. Man ist ja selbst sehr überzeugt von der eigenen Idee, sie hat mich in die Realität im Handel versetzt. Das war wichtig. Die Sendung wird von Millionen von Zuschauern verfolgt, das allein ist unbezahlbar, um zu sehen, wie marktfähig die eigene Geschäftsidee ist. Bisher habe ich zwei jungen Unternehmern Mut machen können, sich bei den Löwen vorzustellen.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Startup-Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch die Show viele Interessenten und auch Medien auf hearts for heels werden?
Es war ein Meilenstein für mich, bei Die Höhle der Löwen dabei zu sein. Wohl der Grund überhaupt, mich mit der Lösung für mein „household problem“ zu beschäftigen. Vor einer Jury aus erfolgreichen Unternehmern präsentieren zu können, das bringt dich an die Grenzen deiner comfort zone, aber man geht danach auch mit interessanten Lösungsansätzen ans Finishing. Unbezahlbar!

Ziel der Show Die Höhle der Löwen ist es, dass die Löwen investieren und der Deal zustande kommt. Welchen der Löwen haben Sie als Investor im Fokus?
Von Frau zu Frau in High Heels sind Judith Williams und Dagmar Wöhrl meine Zielgruppe innerhalb der Löwen-Jury.

hearts for heels, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Unser Material hat sich in Farbe und Form als sehr hautfreundlich und wandelbar gezeigt. Wir sind daher bereits in der Entwicklung von zwei neuen Produkten, strips for shoes, die an der Ferse weich puffern, und moons for flats, die runde Kappen vorne weich polstern, z. B. in Wanderschuhen. Zudem suchen wir eine Lösung für abgenutzte Stiletto-Absätze. Wir möchten das It-Label für innovative Schuh-Accesooires werden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Aus der Werbung habe ich gelernt: Research is everything. Kenne deinen Wettbewerb. Sei der erste oder der zweite im Markt mit deiner Idee. Suche früh Partner, die den Markt kennen und die an deine Idee glauben. „Das 4 Stunden-Startup“ von Felix Plötz ist eines der besten Bücher, die ich zum Thema gelesen habe.

Außerdem spreche ich für Deluxe Mallorca mit anderen Startups – Adrian Solgaard mit seinen solarbetriebenen, diebstahlsicheren Rucksäcken oder paper.berlin mit dem nachhaltigen backpack – die alle sehr kooperativ sind. Adrian riet mir, bei Crowdfunding-Kampagnen das Porto zu berechnen – eine gute Idee, denn Australien liegt weit weg

Bild hearts for heels: Birgit Unger (r.), Judith Williams Fotograf: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie hearts for hells am 05.September in #DHDL

Wir bedanken uns bei Brigit Unger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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