Samstag, November 27, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Halocline bringt Virtual Reality in die alltägliche Anwendung

Stellen Sie sich und das Startup Halocline doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Halocline, ein Startup aus Osnabrück, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Virtual Reality in die alltägliche Anwendung zu bringen. Denn wir sind von den Möglichkeiten dieser Technologie und dem Mehrwert, den sie uns Menschen im alltäglichen Leben und Arbeiten bringen kann, überzeugt. Das 32-köpfige Team verbindet langjährige Erfahrung in Industrie und Forschung mit einem Startup-Geist.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Bis vor kurzem waren wir noch ein Teil von SALT AND PEPPER Software. Genauer gesagt bildete unser Team die Produktentwicklungsabteilung. Das war eine gute Zeit und doch war eine Veränderung der sinnvolle nächste Schritt. So sind aus der bekannten SALT AND PEPPER Software zwei neue Unternehmen hervorgegangen: Die slashwhy GmbH & Co. KG, die sich auf die Individualentwicklung von Software auf Dienstleisterebene fokussiert und wir, die Halocline GmbH & Co. KG, die sich auf die Entwicklung und Vermarktung von B2B Softwareprodukten für die Planung im virtuellen Raum konzentrieren. Die Idee der Gründung kam also nicht über Nacht, sondern ist gut durchdacht und mit einem starken Fundament in uns gewachsen.

Welche Vision steckt hinter Halocline?

Unsere Vision in einem Satz – kurz und knackig – lautet: „A headset on every desk.“ Eine VR-Brille für jede Arbeitskraft, immer dann, wenn die virtuelle Welt einen Mehrwert schaffen kann. Wir streben danach, neue Formen der Zusammenarbeit und des digitalen Wissenstransfers in Unternehmen weltweit zu ermöglichen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Aus der Zeit mit SALT AND PEPPER Software (heute slashwhy) haben wir natürlich Vieles mitgenommen. Wir hatten die Möglichkeit ein Team aufzubauen, das mit vollem Einsatz und vor allem mit Überzeugung an den Produkten arbeitet.  Bis zum Zeitpunkt unserer Gründung haben einige von uns bereits drei Jahre zusammengearbeitet. Wir wussten also, worauf wir uns einlassen und haben unsere Ziele gemeinsam definiert. Das hat uns sicherlich einige Startschwierigkeiten, mit denen andere Startups zu kämpfen haben, erspart. Aber die Finanzierung ist bei uns natürlich auch ein großes Thema: Den Start haben wir 2017 mit einem Förderprojekt der Niedersachsen Bank gemacht und damit den Grundstein für die inzwischen 32 Arbeitsplätze gelegt.

Wer ist die Zielgruppe von Halocline?

Mit unserem Softwarepaket – der Embodied Engineering Suite –, das seit Januar 2019 im deutschsprachigen Markt verfügbar ist, richten wir uns an Produktionsplaner:innen, Monteur:innen, Konstrukteur:innen. An Lean Manager:innen und auch an Digitalisierungsbeauftragte. Wir bieten VR-Lösungen für effizientere Prozesse entlang der industriellen Produktionskette und möchten damit all diejenigen ansprechen, die bereit dazu sind, neue Technologien zu erproben und gewinnbringend einzusetzen.

Wie funktioniert Halocline? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Jung, engagiert und authentisch sind wahrscheinlich keine Unterscheidungskriterien aber doch wichtige Elemente unserer Kultur. Was wir früh – und sicherlich früher als andere – erkannt haben, ist die Vielfalt der Möglichkeiten von VR. Hierbei geht es weit über das bloße Betrachten von Daten hinaus. Wir haben uns auf das interaktive Potential dieser Technologie “gestürzt” und erschaffen neue Ausdrucksformen für das digitale Zeitalter. Das macht unser Unternehmen auch aus. Wir sind Gamer:innen und Cyberscouts, die der Spaß am Erfinden und Vorausdenken eint. Dabei haben wir unser Handwerkszeug im Softwaregeschäft gelernt und profitieren davon ein funktionierendes Unternehmen in die Wiege gelegt bekommen zu haben.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Die Umstellung auf das Arbeiten im Homeoffice ist uns nicht schwergefallen. Wir führen sogar unsere Reviews mit allen 32 Kolleg:innen im Online-Meeting durch. Das funktioniert dank unserer SCRUM-Master und deren Vorbereitung viel besser als gedacht. Und auch unsere Gründungsfeier haben wir uns nicht nehmen lassen: Die hat eben in VR stattgefunden, da ging es dann auch ohne Mundschutz und Abstandsregelungen! In diesen Zeiten müssen wir flexibel und reaktionsfähig sein. Natürlich freuen wir uns trotzdem sehr, wenn wir uns wieder alle im Büro treffen, und auch unsere Kund:innen vor Ort besuchen können.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Die Entscheidung für das Homeoffice und gegen eine Gefährdung unserer Mitarbeiter:innen und Mitmenschen, war nicht schwer und sehr schnell getroffen. Ein paar neue Strukturen mussten natürlich geschaffen werden, damit ein gemeinsames Arbeiten auch weiterhin produktiv möglich ist. Wir haben viele wiederkehrende und feste Termine in den Arbeitsgruppen und sogar eine virtuelle Kantine, sodass der Austausch, der sonst auf dem Flur oder in den Büroräumen stattfindet, weiterhin erfolgt. Und natürlich finden auch die Kundentermine online statt. Das funktioniert glücklicherweise sehr gut und alle Beteiligten sind froh, dass es weiter gehen kann – wenn auch anders als zuvor.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Das muss man natürlich von verschiedenen Perspektiven betrachten. Zum einen macht Corona es uns einfacher zu erklären, warum unsere Produkte für die Produktionsplanung so sinnvoll sind: Wir schaffen eine Zusammenarbeit in der virtuellen Realität, die von überall aus zu betreten ist. Dadurch werden Reisen überflüssig und auch eine Ansteckungsgefahr wird unerheblich, wenn jede:r Planer:in aus dem eigenen Zuhause in die Arbeitswelt und in die zu planenden Fabrikhallen eintauchen kann. Zum anderen birgt die aktuelle Krise aber natürlich auch wirtschaftliche Gefahren, die zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht einschätzbar sind. Das werden wir aber nicht maßgeblich beeinflussen können, und da ist sicher auch die Politik gefragt.

Halocline, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir haben große Ziele, streben auch den internationalen Markt an. Zunächst ist es wichtig, dass wir noch mehr Kund:innen im deutschsprachigen Raum erreichen. Dass jede:r Produktionsplaner:in in der DACH-Region weiß, was die Produkte der Embodied Engineering Suite sind und was sie können. Das sollte innerhalb dieser Zeit auf jeden Fall drin sein. 

Um unsere Vision und die damit verbundenen Ziele zu erreichen, starten wir nun den Prozess der nächsten Finanzierungsrunde. Dazu bereiten wir das Pitch Deck und eine Liste von potentiellen Investor:innen vor und dann gehen wir in die aktive Ansprache ab August. 

Und was sonst noch so kommt, werden wir sehen und durch alle Türen gehen, die sich uns öffnen, solange sie zu dem einen Ziel führen: Die Arbeitswelt der Zukunft durch unsere Produkte mitzugestalten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens sollte der Fokus trotz des Ideenreichtums nicht verloren gehen, zweitens sollte Teamgeist gelebt werden und drittens ist das Durchhaltevermögen extrem wichtig. Das ist unserer Meinung nach das Handwerkszeug, das Gründer-Teams hilft, mit Spaß dabei zu sein. Denn die gemeinsame Freude am eigenen Produkt darf nicht ausbleiben. Das ist es, was im Kern zum Erfolg führt. Sowohl für das Unternehmen als auch persönlich.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei den Gründern das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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