Riskiert es einfach!

halloDeutsch innovative Lern-App für die deutsche Sprache

Stellen Sie sich und das Startup halloDeutsch doch kurz unseren Lesern vor!
Hallo, wir – das sind Prof. Dr. Rudolf Bayer, Informatik-Professor an der Technischen Universität München, Johannes Ismair (22, Master Medieninformatik an der LMU), Robin Jespersen (26, Master Informatik an der TUM) und Yaroslav Dushko (25, Master Informatik der TUM) – sind das Team hinter halloDeutsch, einer neuartigen Lern-App für die deutsche Sprache, die mithilfe innovativer Techniken ein selbstständiges, multimediales und spielerisches Lernen ermöglicht.

Wie ist die Idee zu halloDeutsch entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
halloDeutsch entstand im Zuge der Flüchtlingskrise hier in Deutschland. Einer der wichtigsten Aspekte erfolgreicher Integration ist das Erlernen der deutschen Sprache. Prof. Bayer hatte deshalb die Idee zu einem neuartigen Sprachkurs: Lernen wie ein Kind mithilfe von vielen automatisiert generierten einfachen deutschen Sätzen. Dieser wurde dann im Zuge dreier Bachelorarbeiten von Johannes Ismair, Robin Jespersen und Yaroslav Dushko als App für die Plattformen iOS und Android entwickelt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Unsere größte Herausforderung war die Modellierung der deutschen Sprache mithilfe einer formalen Grammatik. Dadurch dass wir allerdings so viel Zeit in dieses Thema investiert haben, ist es Nutzern jetzt möglich spielerisch die deutsche Sprache zu erkunden und selbstständig Regelmäßigkeiten in der Grammatik zu erforschen. Langweiliges Grammatikpauken ist nicht mehr nötig!

Zur rechtlich gesicherten Vermarktung der App haben wir das Startup halloDeutsch UG gegründet, dessen Finanzierung wir persönlich getragen haben.

Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Wir verzeichnen mittlerweile über 10.000 Installationen allein der Android-App. Auch die durchschnittliche Nutzungsdauer von 8 Minuten je Nutzer und Tag und die durchwegs sehr guten Bewertungen in den App Stores lassen uns auf eine positive Reaktion auf unsere App rückschließen.

Wer ist die Zielgruppe von halloDeutsch?
halloDeutsch ist für jeden geeignet, der Deutsch lernen möchte. Egal ob jung oder alt, Migrant oder schon seit einigen Jahren in Deutschland.

Wie funktioniert halloDeutsch?
Der Nutzer kann in unserer App zwischen verschiedenen Kapiteln wählen. Diese sind Alltagssituationen nachempfunden, also z.B. Restaurant, Kaufhaus oder Supermarkt. In jedem Kapitel kann man eine Reihe von Wörtern und Sätzen lernen. Dazu gibt es einfache Spiele zum Lernen von Vokabeln, Artikeln, Fällen und komplexere Spiele zu Hörverständnis und Satzbau. Alle Spiele werden dabei multimedial unterstützt.

Welche Vorteile bietet halloDeutsch?
halloDeutsch basiert auf einer formalen Grammatik, um viele tausende syntaktisch korrekte und semantisch sinnvolle deutsche Sätze automatisiert zu erzeugen. Man kann ein Wort deshalb in vielen unterschiedlichen Satzzusammenhängen sehen und Grammatikregeln über Beispielsätze spielerisch erkunden. Oder einfacher ausgedrückt: Lern wie ein Kind!

halloDeutsch, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Seit Mai gibt es mittlerweile eine weitere App von uns namens „halloABC“ zum spielerischen Erlernen des Alphabets mit Schreibung und Lautierung. Wir wollen außerdem unser Wissen nutzen und den Schritt von Deutschkursen hin zu Sprachkursen im Allgemeinen wagen. In den nächsten Wochen werden wir deshalb „helloEnglish“ veröffentlichen. Es ist durchaus möglich, dass weitere Sprachen folgen werden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Lasst euch von Finanzierung und rechtlichen Aspekten nicht abschrecken!
Unterschätzt den zeitlichen Aufwand nicht!
Riskiert es einfach!

Weitere Informationen finden Sie hier

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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