Konzentriert euch in allem was ihr tut auf das Wichtigste

Hallo Welt Systeme: Volla das Smartphone aus Deutschland

Stellen Sie sich und das Startup Hallo Welt Systeme doch kurz unseren Lesern vor!

Die Hallo Welt Systeme ist mein jüngstes Unternehmen, das ich vor drei Jahren gegründet habe. Wir sind inzwischen ein internationales Team aus Deutschland, Indien, Russland und Rumänien. Für mich eine großartige Erfahrung, die Motivation und den Einsatz für unsere Vision zu spüren. Ich selbst bin noch an weiteren Unternehmen beteiligt und habe ursprünglich Philosophie studiert. Anschließend habe ich als Journalist vor allem über die Gründerszene und neue Technologien berichtet. 

Wie ist die Idee zu Volla entstanden?

Mir ist aufgefallen, wie sehr Smartphones heute die Aufmerksamkeit und Zeit von Menschen beanspruchen. Obwohl ich technisch sehr erfahren bin und selbst programmiere, empfinde ich die mobilen Betriebssysteme immer komplexer. Und wenn ich meine Privatsphäre schützen will, vergeht vor der ersten Verwendung eines iPads beispielsweise mal schnell eine halbe Stunde. Hinzu kommt, dass ich weder bei Google noch Apple die zwangsverordnete Cloud loswerde. Damit bin ich bei der zweiten Motivation für das Volla Phone: Meine Freiheit, selbst zu entscheiden, mit wem ich welche Daten teile. Es geht um grundlegende Rechte, die ich zunehmend leider auch von politischen Entwicklungen bedroht sehe. 

Welche Vision steckt hinter Volla?

Das Volla Phone ist nur der erste Schritt, das erste Produkt für digitale Kommunikation und Information. Dabei sind mir drei Dinge wichtig: Einfachheit, Privatsphäre und Ergonomie. Ich denke, dass Freiheit gut zusammenfasst, wofür Volla steht. Freiheit für die Aufmerksamkeit und Zeit für Dinge, die wirklich zählen. Für Menschen, Kreativität, Produktivität und Wissen. Technik sollte in den Hintergrund treten und so unmittelbar und einfach sein wie Papier und Bleistift. Volla ist im übrigen von dem lateinischen Wort „volaticus“ inspiriert, was soviel wie fliegend bedeutet.

Was waren bisher die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Für mein Start-Up war die größte Herausforderung, einen geeigneten Partner für die Hardware zu finden, der den Weg mitgeht und die notwendige Qualität mit Flexibilität verbindet. Für uns ist das Gigaset. Die Seed Finanzierung konnte ich aus meiner Holding einbringen. Aber ohne die Begeisterung von Partnern und Mitarbeitern, die weit mehr leisten, als ich in der Frühphase zahlen kann, wäre so ein Projekt nicht denkbar. Das reicht von unseren Entwicklern, über unsere Grafikerin bis zum Patentanwalt. 

Warum haben Sie sich für eine Crowdfunding Finanzierung entschieden?

Es ist ein idealer Weg, um sowohl Kapitel zu beschaffen und dabei unabhängig von Banken und Investoren zu sein, als auch Marktforschung zu treiben. Ich selbst habe schon rund 70 Projekte auf Kickstarter und Indiegogo unterstützt, weil ich so begeistert davon bin, dass Ideen eine Chance erhalten. 

Wo sehen Sie die Vorteile für sich?

Ich bin unabhängig von einem Investor und habe dadurch vollständige Freiheit. Außerdem ist die Kampagne eine wertvolle Marktforschung für die Entwicklung des Produktes, nicht zuletzt liefert sie den Nachweis eines Bedarf am Markt. Das ist Voraussetzung, um überhaupt Zugang zu regulären Vertriebskanälen zu erhalten. 

Was werden Sie nach erfolgreicher Finanzierung umsetzen?

Das wird die Entwicklung des ersten Volla Phones sein, wobei der Entwicklungsaufwand vor allem in der Software für das Benutzererlebnis und dem Betriebssystem liegt.

Hallo Welt Systeme: Volla das Smartphone

Wer ist die Zielgruppe von Volla?

Menschen, denen genau das wichtig ist, was auch mich zum Volla Phone motiviert. Menschen, die selbst entscheiden wollen, mit wem sie welche Daten teilen, woher sie welche Information beziehen und mit wem sie, wann über was reden oder schreiben. Es sind Menschen, die Zeit und Konzentration für Wichtiges haben wollen, die sich mobile Effizienz wünschen.

Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unser Alleinstellungsmerkmal ist das Bedienungskonzept. Wenn ich das Volla Phone entsperre, fange ich einfach an zu schreiben und das Gerät versteht meine Absicht, macht Vorschläge zur Vervollständigung und Funktionen. Apps treten dabei in den Hintergrund. Immer wiederkehrende Tätigkeiten rufe ich mit einer einzigen Geste auf, um beispielsweise Kontakte aufzurufen, die ich häufig verwende. 

Hallo Welt Systeme , wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Mit Produkten, die konsequent die Vision umsetzen und über ein Smartphone hinausgehen. Und in Punkto Sicherheit ein Gesamtkonzept, das sichere Kommunikation und eine Alternative zur Cloud einschließt, wie wir sie heute kennen. Gemeinsam mit Partnern können wir es schaffen, eine Alternative zum Duo-Pol von Apple und Google für Konsumenten zu etablieren. 

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Behaltet die Mehrheit der Firmenanteile, haltet euch von Beratern fern und konzentriert euch in allem was ihr tut auf das Wichtigste, hinsichtlich Produkt, Zielgruppe, Marketing und eurer Zeit.

Link zum Crowdfunding

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Jörg Wurzer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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