Habermann-Gruppe: AGB sind unethisch und zerstören die Vertrauenskultur

Vorbild für andere sein – Fokus auf Lösungen, nicht auf Konflikte

Die Dormagener Habermann-Gruppe schafft ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ab und ersetzt sie durch „Allgemeine Geschäftswerte“ (AGW).

Diese bestehen aus nur fünf einfachen Regeln. Die Experten für gegenständliche Kommunikation möchten damit auch Vorbild für andere Unternehmen sein und ein Beispiel setzen in Sachen Vertrauenskultur und Geschäftsethik. Die Habermann-Gruppe, in der verschiedene Unternehmen rund um die Themen Werbemittel, Werbung und Marketing zusammengeschlossen sind, ist Mitglied der Ethik Society. AGB und andere Regelwerke sind aus Sicht der Inhaber Hendrik und Hartwig Habermann insofern unethisch, weil sie Lösungen verhindern statt zu schaffen und faire Kommunikation unter Partnern erschweren. „Regelungen sind kein Ersatz für ein offenes Miteinander“, sagen sie.

„AGB sind teuer, unnötig und zerstören die Vertrauenskultur. Sie fokussieren primär auf den Streitfall, den Konflikt anstatt Kommunikation auf Augenhöhe und faire Lösungen in den Mittelpunkt zu rücken“, meint Hendrik Habermann, Geschäftsführer der Habermann-Gruppe. Das sei kein Plädoyer für das Prinzip „jeder kann mich über den Tisch ziehen“, sondern solle eher das Gegenteil bewirken. „AGB sind anfällig, unterliegen einem ständigen Wandel und schaffen mehr rechtliche Unsicherheit als Klarheit. Sie verlangsamen und verkomplizieren zudem Vertragsabschlüsse. Wer hat denn je seine AGB erfolgreich durchgeklagt?“, fragt Habermann kritisch. Die gesetzlichen Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) und des Handelsgesetzbuches (HGB) reichten völlig aus und seien ohnehin für alle Akteure der Wirtschaft eine verbindliche Grundlage. „Den Rest können die Prinzipien des ehrbahren Kaufmanns regeln“, auf die sich die Habermann-Gruppe mit ihren fünf Kernsätzen ausdrücklich bezieht.

„Erstens: Sollte etwas nicht passen, sprechen wir darüber. Zweitens: Wir finden eine Lösung für das Kernproblem. Drittens: Wir gehen offen und ehrlich miteinander um. Viertens: Wir tun das, was sinnvoll ist und der Sache dient. Und fünftens: Wir handeln partnerschaftlich und mit Respekt.“ Mehr Regeln brauche es laut Habermann nicht. „Beide Seiten sollen sich auf diesen Modus einigen. Das ist besser für das Geschäft und die Menschen, die es machen“, sagt er.

Um auch andere Unternehmer für einen solchen Sinneswandel zu begeistern und um für mehr Vertrauenskultur zu werben, möchte die Habermann-Gruppe zusammen mit der Ethik Society und anderen Organisationen demnächst zu einem Gesprächskreis einladen und idealerweise eine bundesweite Bewegung initiieren. „Wir möchten Maßstäbe setzen“, so Habermann, der auch als Vortragsredner in Sachen Selbstbestimmung und moderner Unternehmensführung unterwegs ist. „Wir setzen im eigenen Unternehmen das um, wovon wir draußen reden – das ist nur konsequent.“

Weitere Informationen über die Habermann-Gruppe gibt es unter www.habermann.info. Die neuen Allgemeinen Geschäftswerte sind zu lesen unter www.habermann.info/agb. Diese dürfen ausdrücklich kopiert und übernommen werden.

Quelle Spreeforum International GmbH

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