Das Produkt möglichst schnell in einer Basis-Version zum Kunden bringen

Gustaffo digitaler concierge für Hotels

Stellen Sie sich und das Startup Gustaffo, doch kurz unseren Lesern vor!
Gustaffo ist ein “ digitaler concierge ” für Hotels – mit Gustaffo kann man beispielsweise; den Web Check-In oder Web Check-Out durchführen, Informationen über das Hotel und die Umgebung abrufen, den Room Service bestellen, Services wie; Taxifahrten, Late Check-Out, Wellness-Behandlungen oder Weckrufe ordern, oder ganz einfach mit der Rezeption chatten.

Gustaffo ist eine Web-App, die allen Hotelgästen auf ihren eigenen Geräten zur Verfügung steht, so ist keinerlei App-Installation erforderlich.

Wie ist die Idee zu Gustaffo entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Das Gründerteam, Thorsten Guggenberger und Gerald Novak, kennt sich bereits seit der Schulzeit und beide sind seit langem als Unternehmer, in verschiedenen Bereichen der IT-Branche, tätig.

Die Idee kam einem der Gründer auf Reisen, durch zahlreiche Hotelaufenthalte. Alle Informationen waren nur analog und bedingt aktuell, in gedruckten Gästemappen verfügbar. Services, sowie der Zimmerservice, konnten nur analog, mittels Anrufen oder einem persönlichen Besuch bei der Rezeption geordert werden, -dies war auch häufig mit Sprachbarrieren, Missverständnissen und Wartezeiten verbunden. Das musste man mit den modernen Smartphones doch besser lösen können. Vor allem, im Hinblick auf die immer größer werdende Generation von Uber, Airbnb & Co. Usern, die es gewohnt ist seinen Alltag – und vor allem seine Reisen – effizient über das Smartphone zu organisieren.

Die Idee wurde kurz bei einem Bier besprochen – und ein paar Tage später gab es den ersten Prototyp von Gustaffo.

Warum haben Sie sich entschieden ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Nach der Pilotphase, welche auch die Akquise erster Kunden beinhaltet hat, war es an der Zeit ein eigenständiges und unabhängiges Konstrukt zu erstellen.

Einerseits um das klare Commitment zu bekräftigen, andererseits um einen perfekten Rahmen für zukünftige Finanzierungen sowie Partnerschaften zu schaffen. Dies ist unabdingbar um das Wachstum von Gustaffo voranzutreiben.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Gustaffo ist zu 100% durch die Gründer eigenfinanziert.
Die grosse Herausforderung ist natürlich, awareness für digitale Produkte, in die doch sonst eher konsverative Hospitality-Branche, zu bringen. Jedoch ist hier, in letzter Zeit eine, massive Aufbruchsstimmung zu bemerken.

Auch ist es manchmal schwierig, die Entscheider davon zu überzeugen, dass die allgegenwärtigen „Hotel-Apps“ weder zukunftsträchtig – das App-Zeitalter hat in diesem Bereich seinen Zenit bereits überschritten – noch in irgendeiner Form rentabel sind, geschweige denn den Gästen teure Tablets auf Zimmer zu legen. Die Zukunft liegt aus unserer Sicht ganz klar im Web, dem „Bring your Own Device“ Ansatz und mittelfristig bei Bots und digitalen Assistenten, im Stile von Amazon Echo oder Google Home.

Wer ist die Zielgruppe von Gustaffo?
Die Zielgruppe sind Hotels jeder Größe und Preisklasse, und natürlich deren Gäste – Gustaffo ist flexibel genug um an viele Einsatzmöglichkeiten angepasst zu werden – vom simplen Gästemappe-Ersatz bis zur kompletten „digital journey“, mit Web Check-In, Room Access und Web Check-Out.

Wie funktioniert Gustaffo?
Der Gast gibt die (white label) URL der Gustaffo-Web App ein, oder wird über die WLAN Startseite automatisch weiter geleitet, und kann anschließend in der Gustaffo-Web App aus einem umfangreichen Informations- und Serviceangebot wählen.

Siehe auch unsere Demo unter http://www.gustaffo.com/demo

Wenn der Gast etwas ordert oder einfach nur mit der Rezeption chattet, wird die Nachricht umgehend an den Rezeptionisten-Chat weiter geleitet – dort können die Service-Mitarbeiter antworten und beispielsweise Room Service veranlassen, ein Taxi rufen, oder einfach nur Informationen weitergeben.

Hotels können im Online Gustaffo-Backend Ihre Daten und Infos jederzeit ändern sowie neue Features aktivieren.

Technisch, ist Gustaffo ein 100%-iger Cloudservice, das heißt die Hotels benötigen keinerlei eigene Hardware. Man muss nur einmalig die Daten des Hotels in Gutstaffo einpflegen und das Produkt ist startbereit. Die URL der Gustaffo Web-App kann dann zum Beispiel auch direkt per WLAN als Startseite eingestellt um die Nutzung zu erhöhen oder in Pre-Stay Mails verlinkt, werden.

Welche Vorteile bietet Gustaffo
Vorteile für den Gast:

• Der Gast verwendet sein eigenes Device (iPhone, Android, Tablet, PC, etc.)
• Der Gast muss keine App downloaden
• Der Gast muss keine Registrierung durchführen
• Der Gast erhält die Information in der Sprache seiner Wahl
• Durch Gustaffo kann der Gast mit der Rezeption chatten, ein Taxi bestellen, einen Tisch reservieren, Web Check-In & Check-Out durchführen, etc.

Vorteile für das Hotel:

• Keine Anschaffung von Hardware (Tablets, Server, etc.) notwendig
• Installation & Rollout innerhalb von 24 Stunden (auch für Hotelketten)
• White Labeling (Colors, eigene URL, Bilder, etc.) für Ihr Hotel oder ihre Gruppe
• Umfassendes Reporting

Das Hotel erhält umfassende Reports über die Interessen der Gäste, welche Informationen bevorzugt abgerufen werden, welche Services und Produkte am beliebtesten sind und auch nicht zuletzt, welche Geräte die Gäste verwenden und in welcher Sprache sie Gustaffo nutzen.
Kurzum: Für das Hotel ist klar ersichtlich was den Gast interessiert und man kann somit das Angebot diesbezüglich schärfen.

• Flexibles und attraktives Pricing Modell mit monatlicher flatrate pro Hotel ohne Mindestvertragsdauer
• Korrekt angewandt kann Gustaffo effizient zum Promoten von Loyalty Programmen und zum erhöhen des „direct booking“ Anteils eingesetzt werden.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? Wo liegt Ihr USP?
Was uns von ähnlichen Lösungen unterscheidet ist, dass wir zu 100% auf ‚Bring your Own Device‘ setzen und die Eintrittshürden (auch den Investitionsbedarf) für Hotel und Gäste so niedrig wie möglich halten – der Gast benötigt nur sein eigenes Smartphone, das Hotel benötigt keinerlei Investition in Hardware. Zudem kann Gustaffo umgehend, innerhalb von einem Tag, startklar gemacht werden. Zum Weitern besteht für die Gäste keinerlei Zwang eine App zu installieren, daher ist die Usage-Rate auch weit über jener von herkömmlichen Apps.

Durch unsere Erfahrung als IT-Systemintegratoren, sind wir in der Lage rasch und effizient Schnittstellen, zu gängigen Software-Systemen der Hotelbranche (PMS, Booking engines, etc.) anzubinden, um so Gustaffo schnell und nahtlos in bestehende Strukturen zu integrieren.

Wie ist das Feedback?
Gustaffo ist momentan in fast 40 Hotels in Einsatz. Vor allem in der jungen, mobilen Zielgruppe, die sehr viel reist, wird Gustaffo sehr gut angenommen und ohne jeglichen Erklärungsbedarf genutzt, da diese Lösung zahlreiche Services sehr bequem anbietet und vor allem auch erst sichtbar macht, das erhöht die Zufriedenheit signifikant.

Neben den klassischen Room Service Orders erfreuen sich Late Check-Outs, Tischreservierungen im hauseigenen Lokal, Taxi-Bestellungen, Weckrufe oder Spa-Buchungen, großer Beliebtheit. Es werden aber auch einfach nur Informationen wie eine stets aktuelle Gästemappe, allen Infos rund um Hotel und Umgebung, News und Veranstaltungsinfos des Hotels oder ein aktueller Wetterbericht sehr häufig genutzt.

Das Feedback der Hotels ist uns hier natürlich ganz besonders wichtig und wertvoll. So arbeiten wir beispielsweise gerade daran, über Gustaffo, auch den Zugang zum Zimmer zu steuern. Gustaffo ist dann also auch als „Room Key“ anwendbar.

Gustaffo, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Unsere Vision geht dahin, den mobilen Concierge in Richtung zentrale Content- und Kommunikationsplattform für die Hotel-Gast Beziehung, noch stärker zu etablieren. Die momentane Web-App wird durch offene Schnittstellen für externe Apps, Software wie beispielsweise PMS-Systeme und Drittanbietern von Services wie z.B.: Tour-Anbietern oder Limousinen Services ergänzt.

Auch Chatbots und Sprachassistenten sind ein sehr interessantes Thema, welches ganz oben auf unserer Agenda steht. Kurz gesagt in 5 Jahren, kann man sich mit Gustaffo im Hotelzimmer wie mit einem ganz normalen Service Mitarbeiter unterhalten, dem System Fragen stellen, Buchen und Ordern – oder auf die gleiche Weise unterwegs über Messenger mit „Gustaffo“ chatten und natürlich auch schon den nächsten Aufenthalt buchen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Das Produkt möglichst schnell in einer Basis-Version zum Kunden bringen um dort Feedback zu sammeln und es praxisnah weiter zu entwickeln. Keine Features im „Labor“ ausdenken die vielleicht total an den Praxis-Anforderungen vorbei gehen
2. So wichtig auch die Analyse des Mitbewerbers ist, sich nicht zu sehr davon ablenken oder gar entmutigen zu lassen was dieser tut, oder wenn es ähnliche Lösungen schon gibt; stattdessen darauf fokussieren, das eigene Produkt nach der eigenen Vision zu entwickeln. Gute Ideen des Mitbewerbers kann man aber natürlich jederzeit integrieren und aus deren Schwächen lernen
3. Immer bereit sein, egal wie viel Arbeit dahinter steckt, Konzepte, Ideen und Features die nicht funktionieren zu verwerfen, sich nicht daran festklammern und statt dessen einen Teil der Energie darauf verwenden, neue Chancen und Möglichkeiten zu finden und zu nutzen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Christian, Philipp und Steffen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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