Dienstag, Januar 25, 2022

Ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung für Auszubildende – Gründer von HAMBL im Interview

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Björn Müsse
Björn Müsse ist Gründer der HAMBL GmbH. HAMBL unterstützt Unternehmen, indem es deren Auszubildende coacht und auf die Arbeitswelt vorbereitet. Sie begleiten Auszubildende durch regelmäßige, thematisch aufeinander aufbauende Workshops. Ziel des ganzheitlichen Persönlichkeitskonzeptes, namens G.E.D.A.N.K.E., ist die Ermöglichung eines gesunden, glücklichen und sinnstiftenden Arbeitslebens.

Das Startup HAMBL hat etwas ganz besonderes geschaffen. Das erste ganzheitliche Persönlichkeitskonzept für Auszubildende Deutschlands. Mit-Gründer, Björn Müsse, steht Startup Valley zum Interview zur Verfügung. 

Hallo Herr Müsse, vielen Dank für das Interview. Was genau ist dieses ganzheitliche Persönlichkeitskonzept? 

Danke für die Einladung. HAMBL begleitet Auszubildende durch regelmäßige, thematisch aufeinander aufbauende Workshops, welche simultan zur Ausbildung stattfinden. Unser Persönlichkeitstraining, das G.E.D.A.N.K.E.-Konzept, befähigt die Teilnehmer dazu, selbstständig die wesentlichen Säulen des Lebens: Arbeit, Beziehung, Gesundheit, Sinn & Kultur aufzubauen und aufrechtzuerhalten.

Was ist das Ziel des Konzeptes?

Ziel des Konzeptes ist es, Auszubildenden ein glückliches, gesundes und erfülltes Arbeitsleben zu ermöglichen. Wir möchten Azubis auf der Schwelle von Schule zu Berufsleben mit der nötigen Arbeitsreife ausstatten und somit den Start vereinfachen. 

Was war die Gründungsmotivation?

Drei von uns vieren haben eine Ausbildung beziehungsweise ein duales Studium gemacht. Obwohl wir in drei komplett unterschiedlichen Branchen und Marktsegmenten tätig waren, haben wir die selben Negativerfahrungen gemacht. Wir wollten etwas verändern und anderen jungen Menschen unsere Erfahrungen ersparen. 

Wer ist schuld an Ihren Erfahrungen? 

Die Schuldfrage ist schwierig zu beantworten, da die Antwort sehr komplex und vielschichtig ist. Man muss differenzieren. Natürlich war nicht der Ausbildungsbetrieb allein schuld an meinen Erfahrungen. Ich hatte eine falsche Vorstellung von Ausbildung und wollte den ganzen Laden von Grund auf verändern. Das Arbeitsleben ist ein Marathon, ich war nach der Schule auf einen Sprint eingestellt. Dieses Gefälle an Erwartungen führt zwangsläufig zu Frustration. 

Danke für die ehrlichen Worte. Sie haben vor 1,5 Jahren HAMBL gegründet. Was waren die Erfolge? 

Es ist viel passiert. Die Auszeichung unseres Konzeptes mit dem NRW-Gründerstipendium oder die Preisverleihung zum „Gründer des Jahres 2018“ in Südwestfalen beispielsweise. Die größten Erfolgserlebnisse sind aber die kleinen Momente. Wenn du von Azubis Nachrichten mit „Danke Jungs“ bekommst oder ein Azubi doch nicht die Ausbildung schmeißt. Das sind die Dinge, die uns antreiben. 

Also buchen euch Unternehmen, richtig? Was hat das Unternehmen von eurem Konzept? 

Genau. Unser Konzept dient primär der Mitarbeiterbindung und -findung. Wir schaffen durch die Arbeit mit Azubi-Gruppen, also mit einem peer-motivationalem Ansatz, ein Umfeld, welches der Azubi nicht mehr verlassen möchte. Er erkennt, was seine Träume und Ziele sind, das er diese mit und in seinem Unternehmen erreichen kann und das seine „Mitazubis“ ihn dabei unterstützen. Eine bessere Mitarbeiterbindungsmaßnahme gibt es nicht. Zudem lässt sich das Konzept mitsamt den Bildern der Workshops natürlich medienwirksam vermarkten. Dies erleichtert die Rekrutierung junger Menschen. Die gesteigerte Arbeitsreife der Azubis und erhöhte Mitarbeitermotivation gibt es obendrauf. 

Hört sich toll an. Macht ihr das ganze denn nur für Azubis?

Damit sind wir in den Markt gegangen. Die Arbeit mit Azubis ist und bleibt unser Kerngeschäft und unsere Passion. Wir statten mittlerweile auch Führungskräfte oder die mittlere Führungsebene  mit unserem Konzept aus. Sie fungieren als Multiplikatoren in größeren Unternehmen. Zudem beginnen wir, das Konzept an Schulen und Profisportvereine weiterzugeben.

Warum Schulen?

Unser Konzept setzt früh an. Manchmal nicht früh genug. Berufsvorbereitung beginnt in der Schule und ist sehr anspruchsvoll umzusetzen. Viele Schulen leisten hierbei zwar tolle Arbeit, kommen aber an Ihre zeitlichen Grenzen. Hier unterstützen wir, indem wir die Schüler oder das Lehrerkollegium schulen.

Was sind die nächsten Schritte?

Der große Traum ist, dass unser Konzept fester Bestandteil der deutschen betrieblichen Ausbildung wird. 

Wir wünschen viel Glück. Letze Frage. Wofür steht HAMBL?

HAMBL ist ein Akronym der Nachnahmen der vier Gründer. Das „L“ steht für unsere Leitwerte Loyalität, Lernbereitschaft, Leichtigkeit und Lebenslogistik. Zudem ist HAMBL die Lautschrift des englischen Wortes „humble“, was Einfachheit oder Bescheidenheit bedeutet. 

Danke für diese spannenden Einblicke und für dieses Interview. 

Sehr gerne. Bis zum nächsten Mal. 

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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